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Diskussion um Maßnahmen - Lauterbach: "Laufen lassen nicht vertretbar"

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Braucht es angesichts der Fallzahlen härtere Corona-Maßnahmen? Darüber diskutierten bei ZDFheute live die Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle (FDP) und Karl Lauterbach (SPD).

Sehen Sie oben das ganze Gespräch im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagen Konstantin Kuhle und Karl Lauterbach zu ...

... den nächsten notwendigen Schritten

Karl Lauterbach: "Wir müssen so schnell wie möglich in einen scharfen Shutdown, sonst haben wir bis Mitte Januar 25.000 zusätzliche Todesopfer."

"Wenn wir einen harten Lockdown ein paar Wochen lang durchhalten, dann kommen wir auf diese Inzidenz (50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche, Anm. d. Red.) runter. Wenn wir das nicht machen, kommen wir bis Ende März, Anfang April nicht aus Shutdown-Situationen raus. (...) Laufen lassen wäre ethisch, menschlich und medizinisch nicht vertretbar".

Konstantin Kuhle: "Wir haben immer noch keine Langzeitstrategie. Auch die Verbindung von Fragen des Einzelhandels, der Gastronomie, von Sport, Kultur und Freizeit mit den Infektionszahlen fehlt."

"Wir haben immer noch keine vernünftige Schnittstelle zwischen der Corona-App und den Gesundheitsämtern. (...) Ausgangsbeschränkungen sind der falsche, Kontaktbeschränkungen der richtige Weg."

... der Situation an Schulen und in der Wirtschaft

Lauterbach: "Ich warne davor zu sagen, wir machen den Shutdown nur dann, wenn die Wirtschaft mitzieht. (...) Die Unternehmen müssen sofortige Hilfe bekommen, der Schulausfall muss nachgeholt werden."

Kuhle: "Es geht einfach nicht, dass wir die Kollateralschäden für bestimmte Berufsgruppen, für bestimmte Gruppen in diesem Land völig unter den Tisch fallen lassen. Wir werden erleben, dass große Kollateralschäden entstehen, nicht nur für wirtschaftliche Existenzen, sondern auch für die Chancengerechtigkeit in unserem Bildungssystem."

"Die Maßnahmen müssen unterlegt sein mit Blick auf die Wirtschaft, mit Hilfen, die auch tatsächlich bei den Betroffenen ankommen, sonst haben wir Mitte Januar massive Insolvenzen."

Leere Saarbrückener Fußgängerzone.

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... den bisherigen Maßnahmen

Kuhle: "Es sind offensichtlich Anfang November Versprechungen gemacht worden, die man nicht einhalten kann."

"Die Rahmenbedingungen für die Entscheidungen der Länder sind nicht gegeben."

Lauterbach: "Wenn wir den Shutdown nicht gemacht hätten, hätten wir heute 40.000 Neuinfektionen und wahrscheinlich um die 1.000 Todesopfer am Tag. Obwohl wir jetzt nicht durch sind, haben wir immerhin soviel gemacht, dass das exponentielle Wachstum gebrochen werden konnte."

"Im Sommer haben wir viel Zeit verloren und zugelassen, dass die Zahlen wieder gestiegen sind."

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von Dominik Rzepka
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1 min
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