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Interview

SPD-Gesundheitsexperte - Lauterbach: "Werden die vierte Welle brechen"

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Die Zahlen steigen und steigen, Booster-Termine sind knapp - und doch zeigt sich Gesundheitsexperte Lauterbach im ZDF überzeugt, dass "wir die vierte Welle brechen werden".

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ZDF-Interview.

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3 min
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Die vierte Corona-Welle ist in vollem Gange. Noch immer wollen sich nicht alle impfen lassen, die Auffrischungsimpfungen können noch nicht in dem Tempo verabreicht werden, wie es vonnöten wäre. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärt im ZDF spezial seine Meinung zu...

…nötigen Maßnahmen gegen die vierte Welle

"Wir werden die vierte Welle brechen, allerdings - wir müssen die Booster-Impfungen massiv beschleunigen. Es muss wirklich sehr schnell geimpft werden. Wir müssen die Kontaktbeschränkungen viel besser kontrollieren - also 2G und 2G+ muss kontrolliert werden.

Es muss auch zu entsprechenden Sanktionen kommen. Und wir werden die Kontakte auswerten.

Also wenn wir die Kontakte nicht stärker herunterbekommen, als wir es bisher sehen, wird man möglicherweise auch noch einmal nachschärfen müssen."

…Lockdown für Geimpfte

"Naja, ob wir nochmal einen Lockdown für Geimpfte brauchen, das bezweifle ich auch. Denn:

Welchen Sinn hätte die Impfung, wenn man dann doch in den Lockdown muss?

Sehr viel entscheidender ist, dass wir diejenigen jetzt erreichen, die noch ungeimpft sind. Sehr entscheidend ist auch, dass wir diejenigen nochmal impfen, die schon geimpft sind, ihnen Booster-Impfungen geben.

Das sagte Kanzleramts-Chef Braun im ZDF zu Booster-Impfungen:

Interview

Kanzleramtsminister Braun - 20 Millionen Auffrischungen "bis Weihnachten" 

Braun fordert schnelles Handeln im Kampf gegen die vierte Welle. "Wir müssen bis Weihnachten erreichen, dass noch über 20 Millionen Auffrischimpfungen erfolgen", sagt er im ZDF.

Stefanie Reulmann, Berlin

Und wir müssen schauen, dass wir die großen Veranstaltungen runter bekommen, denn die sind tatsächlich für die Infektionen von Bedeutung. Also hier kann man wahrscheinlich noch einmal nachschärfen."

…den Beschlüssen der Ampel

"Wir haben gute Beschlüsse gefasst. Wir sehen auch schon die Wirkung. Die Wirkung ist aber nicht so stark wie notwendig. Es muss also möglicherweise nochmal nachgelegt werden. [...]

Also jetzt die Lage zu beobachten - das ist natürlich notwendig, weil die Maßnahmen wirken ja erst seit paar Tagen. Aber man muss jeden Tag schauen. Das machen wir ja auch. Die Daten werden auch tagesaktuell erhoben. Jeden Tag bekommen wir neue Bewegungsprofile beispielsweise. Und somit können wir das schon einschätzen. Die Ampel wird das gut lösen."

Die WHO stuft die neue Variante des Corona-Virus als besorgniserregend ein. Auch in Europa ist es bereits aufgetaucht.

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…der schleppenden Booster-Impfkampagne

"Erstens: Die gute Nachricht, dass Moderna - der Impfstoff, der genauso gut ist wie Biontech - in kaum begrenzter Zahl zur Verfügung steht. Das heißt also, hier kann jeder geimpft werden, der geimpft werden möchte, wenn er auch bereit ist, Moderna zu nehmen - diesen sehr, sehr guten Impfstoff.

Und zum Zweiten: Wenn tatsächlich hier etwas weniger Biontech pro Arzt zur Verfügung steht, dann liegt das auch daran, dass Gott sei Dank die Zahl der Ärzte, die impfen wollen, viel größer ist als berechnet wurde. Das Bundesgesundheitsministerium hat ja diese 30 Dosen pro Arzt berechnet und jetzt sind aber sehr viel mehr Ärzte bereit zu impfen. Das ist eine gute Nachricht."

Auf dem Bild sind zwei Männer-Silhouetten illustriert. Der eine hat eine Tablette eingenommen und weniger Viren im Körper, der andere hat keine und viele Viren im Körper.

Nachrichten | Panorama - Tabletten gegen Corona - was bringen sie? 

Zwei Medikamente gegen Covid-19 gelten derzeit als vielversprechend: Paxlovid und Molnupiravir – mit antiviralem Wirkstoff, der die Virusvermehrung im Körper hemmt.

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