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Aufforderung an Kultusminister - Lehrerverbände: Corona-Warnung ernst nehmen

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Die Lehrergewerkschaften fordern die Kultusminister auf, den Vorschlag des Robert-Koch-Instituts ernst zu nehmen. Das plädiert für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum Frühjahr 2022.

Schülerinnen einer 4. Klasse im Unterricht an der Grundschule Russee in Kiel tragen Masken.
Das RKI warnt vor einem steigenden Infektionsgeschehen an den Schulen durch die Delta-Variante.
Quelle: dpa

Lehrergewerkschaften haben die Kultusminister aufgefordert, das Plädoyer des Robert-Koch-Instituts für ausreichende Schutzmaßnahmen in den Schulen im nächsten Schuljahr ernst zu nehmen. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hatte zuvor für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum Frühjahr 2022 plädiert, inklusive Maskenpflicht und Testungen.

Es bleibt der Pandemie egal, wenn die Kultusministerkonferenz unbedingt zurück zum normalen Präsenzunterricht will.
Udo Beckmann, Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE)

Es ginge um die Gesundheit von Schüler und Lehrer

Die Verantwortlichen stünden in der Pflicht, die Gesundheit der Schüler und Lehrer bestmöglich zu schützen. "Die Kultusministerien müssen die Warnungen deshalb ernstnehmen und insbesondere die Planungen für das nächste Schuljahr entsprechend anpassen", so Beckmann gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, forderte, für die Schulen rechtzeitig Gesundheitsschutzmaßnahmen zu ergreifen, sollte sich die Delta-Variante so stark ausbreiten, wie von Fachleuten offenbar befürchtet werde. Welche Maßnahmen das sein könnten und wie diese umgesetzt würden, müsse in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen entschieden werden.

In einer Pressekonferenz informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler über die Corona-Lage in Deutschland. Nur vollständig Geimpfte seien laut Wieler gegen die Delta-Variante geschützt.

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Wieler: Schutzmaßnahmen an Schulen bis 2022

RKI-Präsident , Lothar Wieler, hatte zuvor für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum Frühjahr 2022 plädiert, inklusive Maskenpflicht und Testungen, und vor einem steigenden Infektionsgeschehen an den Schulen durch die Delta-Variante gewarnt.

VBE-Chef Beckmann betonte: "Ich teile die Sorge von Herrn Wieler uneingeschränkt." Gerade der Hinweis auf das Infektionsgeschehen in anderen Ländern sei vollkommen berechtigt. "Auch hierzulande sind Ausbrüche an Schulen zu befürchten." Die Schutzmaßnahmen müssten verhältnismäßig für das Alter der Kinder und angepasst zum Infektionsgeschehen unter Ungeimpften sein.

Finnern: Impfkampagne für Lehrer und Schüler

Finnern erklärte, es sei sehr schwierig, schon heute seriöse Aussagen für das Frühjahr 2022 zu machen. "Die Schulen krisenfest zu machen, heißt: Die Impfkampagne für die Lehrkräfte, aber auch die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern weiter voranzutreiben und an der Teststrategie festzuhalten", sagte sie.

Maske liegt auf einem Pult

RKI-Chef Wieler - Maskenpflicht und Tests an Schulen bis 2022 

Die Delta-Variante hat sich in Deutschland fast verdoppelt. Um die Inzidenzen niedrig zu halten, plädiert RKI-Chef Wieler für Tests und Maskenpflicht an Schulen bis Frühjahr 2022.

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