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EVP-Politiker Liese - Verhalten von Astrazeneca "inakzeptabel"

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Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion Liese ist empört über das Verhalten des Impfstoff-Herstellers Astrazeneca. Der Konzern müsse sich korrigieren, sagte er im ZDF.

Das Verhalten von Astrazeneca sei "absolut inakzeptabel" und "die Begründung des Konzerns vorgeschoben", so der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Peter Liese (CDU).

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Die Ankündigung von Astrazeneca, rund 60 Prozent weniger Impfstoff zu liefern als ursprünglich vertraglich vereinbart, werde nicht ohne Folgen bleiben, warnt der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Peter Liese (CDU).

Es ist völlig inakzeptabel, dass sie sagen, wir liefern nach Großbritannien weiter wie geplant, aber nicht in die EU.
Peter Liese, EVP-Fraktion im EU-Parlament

Das Problem müsse von der Firma gelöst werden, und sie werde sich in den nächsten Tagen erklären und korrigieren müssen, so der CDU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Sollte Astrazeneca das nicht tun, "dann wäre das das größte Public-Image-Desaster für eine Firma, das es jemals gegeben hat". Die Pharmaindustrie sei ohnehin nicht sehr beliebt, jedoch werde sie gebraucht. Sie müsse sich aber auch an die Regeln halten.

Argumentation von Astrazeneca "absolut inakzeptabel"

Laut Liese hat Astrazeneca zwei Lieferketten - eine für Großbritannien und eine für den europäischen Kontinent. Letztere könne nach Angaben des Konzerns nun nicht bedient werden, was die Lieferprobleme verursache.

Diese Argumentation sei allerdings nicht haltbar und "absolut inakzeptabel", erläutert Liese, denn Impfstoffe können derzeit ja auch vom Kontinent nach Großbritannien geliefert werden.

Es ist ein Rückschlag für Impflieferungen nach Europa. Nach dem Pharmakonzern Pfizer hat auch der Hersteller AstraZeneca angekündigt, weniger Impfstoff als geplant liefern zu können. Und das obwohl schon mehrere Millionen Euro vorab bezahlt wurden.

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EVP-Politiker will Exportverbot vermeiden

Dennoch hält der EU-Abgeordnete eine Exportbeschränkung, wie sie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert, zunächst für nicht erstrebenswert:

Der Schritt zum Exportverbot wäre ein sehr harter, und ich hoffe, wir können ihn vermeiden.

Bevor jedoch die Bevölkerung in der EU nicht mit Impfungen geschützt werden könne, weil der Impfstoff fehle, müsse man aber darüber nachdenken. "Wenn andere falsch spielen, muss die EU-Kommission ihre Waffen zeigen", mahnt Liese.

Er erwarte zudem, dass die Lieferschwierigkeiten bei Biontech nur von kurzfristiger Dauer sind und bald wieder mehr Menschen geimpft werden können. Außerdem setze er Hoffnungen in den Impfstoff von Johnson & Johnson, der womöglich ab dem Frühjahr verfügbar sei. Dieser habe den Vorteil, dass er nur einmal gespritzt werden muss und nicht wie die anderen bisher verfügbaren Impfstoffe zweimal.

Der Impfstoff von Astrazeneca, von dem die EU-Kommission bis zu 400 Millionen Dosen bestellt hat, ist in der EU noch nicht zugelassen. Am Freitag könnte die EU-Arzneimittelbehörde EMA aber grünes Licht geben. Es wäre der dritte Impfstoff

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.

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