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Je nach Infektionslage - Ernst: Schulöffnung ab Februar möglich

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Britta Ernst, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, hält Schulöffnungen Anfang Februar für möglich. "Nicht vollständig", aber nach Infektionslage etwa mit Wechselunterricht.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht in einem staatlichen Gymnasium im bayerischen Trudering teil. Können Schüler ab Februar wieder am Präsenzunterricht teilnehmen?
Können Schüler ab Februar wieder am Präsenzunterricht teilnehmen?
Quelle: dpa (Archiv)

Nach Ansicht von Britta Ernst, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, sind erste Schulöffnungen womöglich ab Anfang Februar möglich. Abhängig sei das allerdings von der Infektionslage, sagte die brandenburgische Bildungsministerin der "Rheinischen Post".

"Sicher nicht vollständig", schränkte Ernst ein, aber bei entsprechender Infektionslage sei beispielsweise Wechselunterricht möglich. Allerdings kann das anfangs auch nur für Abschlussklassen und die ersten Klassenstufen gelten.

Ernst: Länder sollen selbst entscheiden

Ernst weiter: "Distanzunterricht über einen langen Zeitraum tut insbesondere den Grundschulkindern nicht gut." Angesichts eines sehr unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den Bundesländern sagte die KMK-Präsidentin:

Kein Land sollte auf ein anderes warten müssen, um seine Schulen zu öffnen.
Britta Ernst, KMK-Präsidentin

Die SPD-Politikerin weiter: "Ich finde es richtig, wenn die Länder die Spielräume, die ihnen die Beschlüsse bieten, unterschiedlich nutzen."

Brandenburg, Oranienburg: Die Stühle sind in einem Klassenzimmer der Comenius-Schule auf die mit Vornamen versehenen Schulbänke gestellt.

Bildungsminister pessimistisch - Bleiben die Schulen bis Ostern zu? 

Ab Mitte Februar soll der Shutdown nach und nach gelockert werden. Viele halten in diesem Zusammenhang Schulöffnungen jedoch für unrealistisch.

Absolventen haben schwierige Rahmenbedingungen

Zur Frage, ob an Corona-Abschlüssen ein Makel haften bleiben könnte, sagte Ernst: "Diese Absolventen werden es sein, die unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen einen Abschluss gemacht haben. Sie haben gelernt, noch eigenverantwortlicher zu arbeiten. Das wird ihnen im späteren Leben sogar helfen."

Ernst weiter: "Und ich hoffe, dass auch die Personalabteilungen in diesem Meistern der Krise einen besonderen Wert potenzieller Bewerberinnen und Bewerber erkennen werden. Ein Abschlusszeugnis der Jahre 2020 und 2021 kann künftig als besondere Auszeichnung gelten, nicht als Makel."

Lernangebote in den Sommerferien

Im Interview mit der Zeitung sprach sich Ernst zudem für Lernangebote in den Sommerferien aus. "Das finde ich sehr wichtig. Das hat es ja auch im letzten Jahr schon in vielen Bundesländern gegeben."

In den Sommerferien sollten Schulen Angebote machen, auch um Lernstoff nachzuholen, der im Distanzunterricht auf der Strecke blieb.
Britta Ernst, KMK-Präsidentin

Auch sollten so die Eltern entlastet werden, "weil viele bis zum Sommer ihre Urlaubstage aufgebraucht haben werden und nicht mit ihren Kindern verreisen können".

Unterschiedliche Meinungen zur Bildung unter Corona-Bedingungen

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