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Sinkende Corona-Zahlen - Biergarten bis Bad: Wie die Länder lockern

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Weniger Neuinfektionen, mehr Geimpfte: Damit steigt der Druck, zu lockern. Länder wie Berlin oder Rheinland-Pfalz kündigen Öffnungsschritte an - in Abhängigkeit von der Inzidenz.

Ist die Sieben-Tage-Inzidenz für fünf Werktage unter 100, dürfen die Bundesländer lockern. In einigen werden wahrscheinlich bald Freibäder und Gaststätten öffnen können.

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Die Hälfte der Bundesländer liegt in der Corona-Pandemie mittlerweile unter der politisch maßgeblichen Inzidenzschwelle von 100. Zusammen mit dem wachsenden Anteil an Geimpften forciert das die Öffnungsdebatte. Einige Bundesländer haben heute Lockerungsschritte bekannt gegeben. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag vor einem "politischen Überbietungswettbewerb" bei den Lockerungen gewarnt - die Corona-Zahlen seien nach wie vor hoch.

Bayern

Bayern ermöglicht ab Mittwoch wieder den kleinen Grenzverkehr mit Österreich. Treffen oder auch Einkäufe im Nachbarland sind wieder möglich. Das kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einem Gespräch mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an.

In Bayern sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen unter der Inzidenz 100 ab 21. Mai öffnen dürfen. Das hatte Söder bereits vergangene Woche angekündigt.

Berlin

In Berlin sollen die Außenbereiche der Cafés und Restaurants zu Pfingsten wieder öffnen dürfen. Voraussetzung ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz dann stabil unter 100 liegt. Darauf hat sich der Senat bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Gäste müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, vollständig geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen sein.

Schon am 21. Mai, dem Freitag vor Pfingsten, könnte die Freibadsaison starten. Auch Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge mit Terminbuchung und Negativtest sollen dann in Berlin dann wieder möglich sein.

Brandenburg

Viele Brandenburgerinnen und Brandenburger können ab Freitag vor Pfingsten bei niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder in Gaststätten gehen und auf Campingplätzen übernachten. Dies soll in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 möglich sein, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam ankündigte.

Bereits ab Mittwoch soll in diesen Regionen mit weniger als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auch wieder Dauercampen erlaubt sein. Ein negativer Schnelltest gilt dann für 24 Stunden.

Für Kultur und Sport sind weitere Lockerungen im Rahmen lokaler Modellprojekte in Sicht. Beispiele seien größere Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen wie Theater oder Kino, sagte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. Sie könnten befristet öffnen. Entscheidend seien Testkonzepte und die Erfassung von Kontakten via App.

Hamburg

Nach gut fünf Wochen hat der Hamburger Senat die nächtliche Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben. Ab Mittwoch um Mitternacht könnten sich die Bürger wieder frei auf der Straße bewegen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD).

Die Ausgangsbeschränkung galt seit Karfreitag zwischen 21 und 5 Uhr. Voraussetzung für ihre Aufhebung waren fünf Werktage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. Am Dienstag lag der Wert, der die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen abbildet, bei 78,2 - und damit den siebten Tag in Folge unter 100.

Bayern und Niedersachsen haben eine vorsichtige Lockerung angekündigt. Liegt die Inzidenz unter 100, könnten etwa Hotels und Campingplätze zu Pfingsten öffnen.

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Mecklenburg-Vorpommern

Die Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern darf von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstagabend nach einer Sitzung des Kabinetts.

Der Tourismus wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Ab sofort könne gebucht werden, sagte Schwesig.

Rheinland-Pfalz

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat einen dreistufigen Öffnungsplan beschlossen:

Ab Mittwoch darf der Einzelhandel ohne Testpflicht öffnen - vorausgesetzt, die Inzidenz liegt in dem betreffenden Kreis über fünf Tage unter 100. Zudem sind touristische Übernachtungen in Ferienwohnungen und Wohnmobilen mit eigenen sanitären Anlagen wieder möglich, ebenso Urlaube in Hotels mit Frühstück auf dem Zimmer. Bei Anreise und alle 48 Stunden ist ein Corona-Test verpflichtend. Auch die Beschränkungen für den Sport werden gelockert: Maximal 20 Kinder dürfen auch ohne Abstand Sport treiben.

In einer zweiten Stufe ab dem 21. Mai will die Landesregierung im Freien kulturelle Veranstaltungen und Zuschauer beim Sport ermöglichen. Hundert Menschen sind dabei die Obergrenze. Fällt die Inzidenz unter 50, sind Innengastronomie und Kultur innen mit Abstand, Test und Maske wieder möglich.

Die dritte Stufe sieht ab dem 2. Juni die Öffnung der Hotels insgesamt mit Test und von Freibädern vor. Auch Innengastronomie und kulturelle Angebote im Innenbereich sind mit negativem Tst wieder möglich. Bei einer Inzidenz unter 50 können maximal 20 Erwachsene Gruppensport draußen auf Abstand ausüben.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gelten von kommenden Montag an gelockerte Regeln vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Das sieht eine neue Verordnung der Landesregierung vor, mit der die in der vorigen Woche angekündigten Öffnungsschritte in Kraft treten.

Das Bundesland im Norden hat schon lange die niedrigsten Infektionszahlen in Deutschland - zuletzt waren sie immer weiter gesunken, jüngst bis zur Inzidenz 50.

Gaststätten dürfen unter strengen Auflagen vom 17. Mai an auch ihre Innenbereiche öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Testnachweis oder eine Bescheinigung, dass eine vollständige Impfung mindestens zwei Wochen alt ist.

Bisher dürfen im Norden Urlauber nur in einigen Modellregionen unter strikten Corona-Vorgaben wie Tests in dichter Folge Urlaub machen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung dies praktisch auf das gesamte Land aus.

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