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Regeln in den Bundesländern - Lockerungen für Geimpfte - was gilt wo?

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Auch Nordrhein-Westfalen und das Saarland führen Lockerungen bei den Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und von einer Erkrankung Genesene ein. Was gilt wo? Ein Überblick.

Ein Mann aus Wernigerode sitzt in einem Café am Markt
Die Bundesregierung will kommende Woche bundesweit einheitliche Lockerungen für Geimpfte auf den Weg bringen.
Quelle: dpa

Baden-Württemberg

Die Quarantäne entfällt für Geimpfte bei der Einreise aus Hochinzidenzgebieten, nicht aber aus Virusvariantengebieten. Wer geimpft ist und zu Friseur, zur Fußpflege, in den Zoo oder botanischen Garten geht, braucht keinen Test mehr vorzulegen.

Wenn mehr als 90 Prozent in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäuser geimpft sind, dürfen wieder mehr als zwei Besucher kommen und Gemeinschaftsbereiche öffnen. Außerdem müssen sich Menschen hier, sofern sie symptomfrei sind, beim nachweislichen Kontakt mit Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben.

Bayern

Geimpfte werden generell negativ Getesteten gleichgestellt. Diese Menschen können also beispielsweise zum Terminshopping, ohne sich vorher testen lassen zu müssen. Sie sind außerdem von der Quarantänepflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet befreit, wenn sie symptomfrei sind und sich nicht in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben.

Zudem müssen sie sich als enge Kontaktpersonen zu einem Corona-Fall nicht mehr in Quarantäne begeben. Ausnahmen kann es für vulnerable Gruppen geben, also in Alten- und Pflegeheimen sowie in Kliniken.

Berlin

Geimpfte, Genesene und Getestete sind gleichgestellt. Außerdem werden diese Gruppen von der Quarantänepflicht ausgenommen: Sie müssen sich nicht mehr isolieren, wenn sie als Kontaktperson einer Infizierten oder eines Infizierten identifiziert wurden. Aber für das Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen einschließlich ambulanter Pflegedienste gelten andere Regelungen.

Brandenburg

Da, wo ein Test vorgeschrieben ist, also beim Friseur etc., entfällt die Pflicht für Geimpfte. Allerdings müssen sie ausdrücklich mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft sein, Sputnik V zählt also nicht. Vollständig Geimpfte sind laut neuer Quarantäne-Verordnung außerdem bei Einreisen aus Hochinzidenzgebieten von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie weiterhin einen negativen Test vorlegen. Die Lockerungen gelten nicht für die Einreise aus Virusvariantengebieten - wie zum Beispiel Brasilien oder Indien.

Bremen

Was bisher gilt: Keine Quarantänepflicht für Geimpfte (außer in Kliniken und Pflegeeinrichtungen); Besuch im Zoo Bremerhaven. Der Senat wird sich in der kommenden Woche damit befassen, eine tatsächliche Gleichstellung vollständig geimpfter Personen mit negativ getesteten Personen zu gewährleisten.

Hamburg

Hamburg setzt auf bundeseinheitliche Regeln. Es gibt keine Gleichstellung, auch Geimpfte brauchen einen Negativtest für z.B. den Besuch des Friseurs. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hatte nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern vor schnellen, unvorsichtigen Schritten gewarnt. Man wolle den Verordnungsentwurf des Bundes abwarten. Der ist für nächste Woche geplant. Daher gibt es in Hamburg noch keine besonderen Rechte für vollständig Geimpfte.

Ausnahme: Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen dürfen sich beispielsweise untereinander wieder ohne Maske und Mindestabstand treffen. Und sie müssen sich nicht mehr routinemäßig testen lassen.

Hessen

Hessen stellt vollständig gegen Corona Geimpfte rechtlich mit negativ getesteten Menschen gleich. Entsprechend hat das Land in der vergangenen Woche seine Verordnungen angepasst. Die Regelung soll nun für alle Bereiche gelten, in denen bislang Tests erforderlich waren und 14 Tage nach der vollständigen Impfung greifen. Beispielsweise beim Friseurbesuch oder beim Einkaufen brauche es dann keinen Test mehr.

Mecklenburg-Vorpommern

Hier fällt die Testpflicht für komplett gegen Corona geimpfte Menschen von Samstag an weg. Die Corona-Landesverordnung sei entsprechend geändert worden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Kabinetts sagte.

Niedersachsen

Für vollständig Geimpfte entfällt generell die Testpflicht, auch in Gebieten mit einer Hochinzidenz. Dies sei bereits seit dem 19. April geregelt, teilte die Staatskanzlei mit.

Nordrhein-Westfalen

Auch hier gibt es bald Lockerungen für vollständig Geimpfte und von einer Erkrankung Genesene. Diese werden Menschen mit negativen Corona-Tests gleichgestellt, wie die Staatskanzlei am Samstag in Düsseldorf mitteilte. Eine vollständige Impfung ersetzt demnach etwa den Nachweis eines negativen Testergebnisses bei sogenannten Click and Meet-Einkäufen im Einzelhandel. Die Regelungen gelten ab Montag.

Rheinland-Pfalz

Geimpfte sind Getesteten prinzipiell gleichgestellt, ausdrücklich auch bei einer Inzidenz ab 100. Für vollständig Geimpfte gelten schon seit Wochen - zunächst bis zum 10. Mai - Ausnahmen von Test- und Quarantänepflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet.

Saarland

Im Saarland entfällt ab Montag für Geimpfte und Genesene die Testpflicht beispielsweise beim Friseur oder beim Betreten von Geschäften außerhalb des täglichen Bedarfs. Zudem werde es auch bei Quarantänemaßnahmen Änderungen für Geimpfte und Genesene geben, teilte die Landesregierung in Saarbrücken mit. Für sie entfalle nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet die Pflicht zur häuslichen Quarantäne, sofern sie nicht ein Virusvariantengebiet besucht haben.

Außerdem lockert die Landesregierung die Testpflicht für Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Sofern diese von Covid-19 genesen oder gegen Corona geimpft seien und es in der Einrichtung eine 90-prozentige Durchimpfungsquote gebe, bestehe die Testpflicht nur noch einmal alle zwei Wochen, hieß es. Beschäftigte der Einrichtungen, die ihre Immunität nachweisen können, müssten sich nur noch einmal in der Woche auf Corona testen lassen.

Sachsen

In Sachsen gibt es bislang keine Erleichterung, diese sind aber geplant. Das Kabinett will am 4. Mai über eine neue Verordnung abstimmen. Vorgesehen ist unter anderem, dass vollständig Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgesetzt werden. Dies soll dann voraussichtlich ab dem 10. Mai gelten.

Sachsen-Anhalt

Vollständig Geimpfte werden behandelt wie negativ Getestete. Nach der aktuell gültigen Verordnung sind sie von der Testpflicht auf Covid-19 befreit. Sie können etwa zum Friseur oder in ein Geschäft gehen, ohne einen negativen Test nachweisen zu müssen.

Schleswig-Holstein

Geimpfte und Getestete sollen gleichgestellt werden, allerdings erst ab der nächsten Landesverordnung. Das wäre ab 10. Mai. Bis dahin sollen weitere Einzelheiten bekannt gegeben werden.

Thüringen

Ab nächsten Mittwoch sollen Geimpfte, Genesene und Getestete gleich gestellt werden.

Zu sehen sind zwei unterschiedliche Impfspritzen und eine Figur, die den Arm bereit hält zum Impfen.

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