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Schulen und Restaurants auf : Wie andere Länder die Maßnahmen lockern

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In Dänemark und den Niederlanden öffnen die Grundschulen, in Österreich und Italien sind Geschäfte und Restaurants wieder auf. Wie lockern Deutschlands Nachbarländer den Shutdown?

Die Geschäfte dürfen wieder öffnen
In Österreich wird der Corona-Lockdown gelockert: Schule, Friseur und Einzelhandel dürfen wieder öffnen.
Quelle: dpa

Etliche Nachbarländer Deutschlands haben ihre Corona-Maßnahmen gelockert, manche mehr, manche weniger. Wo gelten noch welche Beschränkungen, wie hoch ist die jeweilige Inzidenz? Ein Überblick:

Österreich: Zum Friseur nur mit negativem Test

Geschäfte dürfen ab heute wieder öffnen, Kinder wieder in die Schule gehen, Friseure ihren Kunden wieder die Haare schneiden - trotz immer noch relativ hoher Infektionszahlen: Die Inzidenz (Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) lag in Österreich zuletzt immer noch bei über 100. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Wert bei knapp 76.

Doch es gelten scharfe Hygienemaßnahmen. FFP2-Masken sind fast überall Pflicht. Für den Besuch eines Massage- oder Friseursalons ist ein negativer Corona-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. In Betrieben gibt es eine breite Testoffensive. Bis Ende Februar sollen zudem Gratistests in Apotheken im ganzen Land verfügbar sein. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben ebenfalls weiter bestehen.

Streit gibt es noch um mögliche besondere Maßnahmen für das Bundesland Tirol: Dort war die ansteckendere Südafrika-Variante des Coronavirus vermehrt aufgetreten. Wissenschaftler forderten eine Isolierung einzelner Orte oder des ganzen Bundeslandes. Doch Tirols Regierung wehrte sich bisher gegen jede neue Maßnahme.

Passanten am Montag in einer Wiener Einkaufsstraße.

Einzelhandel, Schulen, Friseure - Österreich lockert Corona-Maßnahmen 

Trotz hoher Corona-Zahlen und der Ausbreitung von Virusvarianten öffnen in Österreich Geschäfte, Friseure und Schulen wieder. Zugleich werden die Einreiseregeln verschärft.

von Katharina Lau, Wien

Italien: Land in Corona-Zonen aufgeteilt

Sommerliche Temperaturen - in Süditalien wurden am Wochenende bis zu 26 Grad erreicht - sorgten in den Restaurants für einen Besucheransturm. Denn bereits seit einer Woche dürfen in den meisten Regionen des Landes die Gastronomie und auch viele Sehenswürdigkeiten wieder öffnen. In den Schulen gibt es wieder Präsenzunterricht.

Doch in Italien ist die landesweite Inzidenz mit 138 fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Aber das gesamte Land wurde in verschiedene Zonen eingeteilt (rote, orangene und gelbe Zonen). Die Ansteckungsgefahr in der jeweiligen Region wird nach 21 Kriterien bewertet und dann entschieden, welche Farbe die Zone erhält und welche Maßnahmen gelten.

Inzwischen sind weite Teile des Landes zur "gelbe Zone" erklärt worden, wo das Infektionsrisiko als gering gilt und es daher weniger Einschränkungen gibt. Rote Zonen gibt es gar nicht mehr. Bis 18 Uhr dürfen Restaurants öffnen, danach Essen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen. Zwischen 22 und 5 Uhr gilt weiterhin eine Ausgangssperre.

Niederlande: Schulen auf trotz hoher Inzidenz

Die Regierung hat den landesweit geltenden Shutdown zwar bis Anfang März verlängert, doch seit heute sind Grundschulen und Kitas wieder geöffnet. Regierungschef Mark Rutte verwies auf die Einschätzung von Experten, dass Kinder in diesen Altersgruppen weniger zur Ausbreitung des Coronavirus beitrügen als ältere Kinder oder Erwachsene. Oberschulen sollen bis mindestens zum 1. März geschlossen bleiben. 

Ab Mittwoch dürfen alle Geschäfte ein Bestell- und Abholsystem anbieten. Kunden sollen Waren online oder telefonisch ordern und in einem zugeteilten Zeitfenster abholen dürfen.

Die nächtliche Ausgangssperre wurde dafür noch einmal verlängert. Seit dem 23. Januar dürfen sich die Niederländer zwischen 21 Uhr und 4:30 Uhr nicht ohne wichtigen Grund draußen aufhalten. Das gilt nun bis zum 2. März. Die Inzidenz in den Niederlanden liegt mit über 160 noch immer relativ hoch.

Dänemark: Sorge vor neuer Mutante

Auch hier dürfen die jüngeren Schulkinder bis zur vierten Klasse ab heute wieder zur Schule gehen. Die höheren Klassenstufen werden weiter aus der Distanz unterrichtet. "Wir können die älteren Schüler zurück in die Schule bringen, wenn wir umfassende epidemische Kontrolle haben", sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.

Die Regierung sorgt sich vor allem wegen der zunächst in England aufgetauchten Virus-Variante: Sie könnte nach Aussage von Gesundheitsminister Magnus Heunicke bis Anfang März für 80 Prozent der Neuinfektionen in Dänemark verantwortlich sein.

Dabei waren die Infektionszahlen zuletzt stark gefallen, die Inzidenz mit 54 vergleichsweise niedrig. Dennoch hat die Regierung erst im Januar den Shutdown bis Ende Februar verlängert. Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen sind seit Ende 2020 dicht, auch die dänischen Grenzen sind für die meisten Ausländer nicht passierbar. 

In mehreren Ländern kam es am Wochenende zu heftigen Krawallen gegen die Corona-Politik. Ein Blick in die Niederlande, nach Israel und Dänemark.

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