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Sport, Schulen, Restaurants - Seehofer: "Stück für Stück" mehr lockern

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) spricht sich für schrittweise weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus. Er sei dabei für Öffnungen von Restaurants und beim Sport.

Sehen Sie hier das ZDF-Interview mit Horst Seehofer (CSU) in voller Länge.

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In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" kündigte Seehofer an, in den kommenden Tagen über den gesamten Sport, Schulen und die Gastronomie reden zu wollen. "Ich möchte, dass wir im Lichte der Infektionsentwicklung Stück für Stück zu mehr Lockerungen kommen", so Seehofer. Maßgeblich dafür sei der Schutz von Gesundheit und Leben. "Jetzt müssen wir den Erfolg sichern und gleichzeitig gesellschaftliches Leben, aber auch wirtschaftliches Leben sichern", so Seehofer.

Seehofer sprach sich auch für den Neustart der Fußball-Bundesliga aus. "Ich bin sehr für die Lösung der Deutschen Fußball-Liga." Die Bundesliga könne ohne Publikum spielen, in Restaurants sei ein Betrieb ohne Publikum allerdings schwierig. Dennoch sprach sich Seehofer auch für die Öffnung von Restaurants und Kneipen aus. "Da kann man das mit Abstand lösen, aus meiner Sicht."

BDI: "Wir verbrennen Milliarden"

Am Mittwoch wollen Bund und Länder entscheiden, ob es weitere Lockerungen geben kann. Ungeduldig wartet die Wirtschaft auf eine Perspektive. "Es müssen sich alle darüber im klaren sein, dass wir jede Woche einen zweistelligen Milliardenbetrag verbrennen", sagt BDI-Präsident Dieter Kempf im ZDF. Auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann will die Industrie wieder hochfahren.

BDI-Präsident Dieter Kempf fordert weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Im Moment verbrenne der Lockdown jede Woche einen zweistelligen Milliardenbetrag.

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Auch Tourismusbranche und Gastronomie ächzen unter den Kontaktbeschränkungen. 18 Milliarden Euro Umsatz hate die Branche seit März verloren. 1,2 Millionen Beschäftige sind in Gefahr - und noch immer bleibt alles dicht. "Wir haben uns zweimal vertrösten lassen, nun ist Schluss. Jetzt muss wirklich etwas geschehen", sagt Guido Zöllick vom Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA.

Yogeshwar fordert aufgeklärte Politiker

Weitere Lockerungen lehnt auch Steffen Amtsberg, Mitglied des Deutschen Ethikrats, nicht per se ab. "Wir können über das, was man als gesellschaftlich akzeptables Risiko ansieht, nachdenken", sagt er. "Wir müssen darüber nachdenken, unter welchen Bedingungen wir gesundheitliche Einbußen, sogar Lebensgefahr, hinzunehmen bereit sind." Es ist die Debatte, die vor einer Woche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble eröffnet hatte.

Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar warnt allerdings vor weiteren Lockerungen. Er erinnert an die große Grippe von 1918, die nach Lockerungen in einer zweiten Welle zugeschlagen hatte. Er wünscht sich aufgeklärte Politiker, "die in der Lage wären, den unbequemen Lockdown in seiner Notwendigkeit zu vermitteln und trotz verständlichem Widerstand dafür einzustehen". Zwischen diesen Polen muss die Politik nun entscheiden.

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