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Weitere Öffnungen in Deutschland : Spahn warnt vor übereilten Corona-Lockerungen

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In den meisten Kreisen liegt die Inzidenz noch über der Notbremsen-Schwelle. Doch immer heftiger wird über Lockerungen debattiert. Gesundheitsminister Spahn mahnt zur Vorsicht.

Einige Bundesländer haben bereits gelockert, andere planen Erleichterungen.

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Nach gut zwei Wochen mit der bundesweit geltenden Corona-Notbremse wird immer heftiger über Lockerungen und Öffnungen debattiert. Bei der Corona-Inzidenz lagen allerdings nach dem jüngsten Tagesbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) immer noch 242 von 412 Kreisen über der Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte in Berlin:

Das Gefühl ist im Moment besser als die Lage.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Einige Bundesländer lockern Maßnahmen, andere nicht

Während die Zahlen in der Hauptstadt wieder etwas stiegen und einer Ankündigung von Lockerungen eine Absage erteilt wurde, kündigte Bayern Erleichterungen für den Tourismus an. Der Inzidenz-Wert in Berlin stieg am Montag wieder auf 100,8 - und der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellte Lockerungen erst ab Mitte nächster Woche in Aussicht.

Die niedersächsische Landesregierung beschloss einen Stufenplan für Lockerung - mit Etappen für Handel, Tourismus und das gesellschaftliche Leben. In Mecklenburg-Vorpommern dämpfte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Hoffnungen auf gelockerte Corona-Regelungen für die Wirtschaft.

Neue Verabredungen von Bund und Ländern für einen einheitlichen Kurs bei den nächsten Öffnungsschritten sind vorerst nicht geplant. Spahn mahnte, wenn überhaupt schon Öffnungsschritte beim Reisen gegangen werden, müsse dies sehr stark testgestützt gemacht werden. Auch aus Selbstschutz von Urlaubsregionen sei es sinnvoll, "nicht durch zu viel Mobilität es gleich schon am Anfang zu gefährden".

Spahn: Wir lockern bei hohen Inzidenzen

Spahn mahnte, Lockerungsschritte müssten vorsichtig gegangen werden.

Wir lockern gerade bei deutlich höheren Inzidenzen, als die meisten anderen Länder bei höheren Impfquoten gelockert haben.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Das gelte etwa für Großbritannien und Israel. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies auf die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Wochenende, nach denen Reisen in diesem Sommer wieder so möglich sein könnten, wie sie es auch im vergangenen Sommer bereits waren.

Spahn: "Jetzt darf aus der Zuversicht kein Übermut werden"

Spahn sagte, es gebe eine ermutigende Entwicklung bei den Neuinfektionen und auch auf den Intensivstationen. "Aber wir sind immer noch auf sehr, sehr hohem Niveau." Auch angesichts des schönen Wetters steige die Laune. "Jetzt darf aus der Zuversicht kein Übermut werden."

Seibert sagte, zwar seien es weniger als 5.000 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Man müsse sich aber klar machen, "dass auch 4.800 eine gewaltig hohe Zahl von Menschen ist, die da um ihr Leben kämpfen". Wenn geöffnet werde, solle dies im Freien geschehen, sagte Spahn.

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