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Kritik an Regelungen in Schulen - Hubig: Lüften bleibt das Mittel der Wahl

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Im September hielt die Kultusministerkonferenz-Vorsitzende Luftfilter noch für unnötig. Nun kommen sie immer öfter zum Einsatz. Lüften bleibe aber das Mittel der Wahl, so Hubig.

„Das einfachste und probateste Mittel ist das Lüften“, sagt Stefanie Hubig (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Luftreinigungsgeräte seien nur eine Ergänzung.

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Bisher galt in deutschen Schulen im Kampf gegen die Corona-Pandemie immer das Prinzip: Fenster auf und lüften, lüften, lüften. Gegen den Einsatz von Luftfiltern wurde sich von Seiten der Bildungsminister lange gesperrt. Erst jetzt findet nach und nach ein Umdenken statt - auch weile viele Pilotprojekte an einigen Schulen gute Erfahrungen damit machen.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig lässt in ihrem Bundesland nun auch Luftfilter zu, hat ihre grundsätzliche Meinung aber nicht geändert, wie sie im Interview mit dem ZDF heute journal erklärt. Sie äußerte sich unter anderem zu ...

... der besten Lösung, um im Klassenraum der Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen:

"Wir folgen der Expertise des Umweltbundesamtes, das ganz klar sagt: Lüften ist das Mittel der Wahl. Stoßlüften ist das Mittel der Wahl. Aber da, wo wir Fenster nicht weit öffnen können, wo wir sie zum Beispiel nur kippen können, wo wir sie auch nicht so verändern können, da können Luftfilter dann auch tatsächlich Sinn machen, wenn man den Unterrichtsraum braucht."

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... dem Vorwurf, dass die Schüler dann in Fellmützen in den Klassen sitzen müssen:

"Nein, das tun sie nicht. Auch da haben wir uns natürlich vorher genau darüber kundig gemacht, wenn sie die drei bis fünf Minuten lüften. Das ist die Zeit, die man nach 20 Minuten lüften soll. Dann geht die Temperatur im Raum ungefähr zwei bis drei Grad runter, und danach steigt sie natürlich wieder, wenn die Fenster zu sind."

... dem Vorwurf, dass sich Schulen lange nicht an RKI-Vorgaben orientiert haben - beispielsweise bei der Maskenpflicht:


Wir halten uns an viele Empfehlungen des RKIs, aber zugegebenermaßen natürlich nicht eins zu eins an alle.
Stefanie Hubig, Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz

Das liegt aber auch daran, dass wir natürlich als Bildungsministerin und Bildungsminister verschiedene Dinge abwägen müssen.

Und das ist allemal natürlich der Infektionsschutz. Der Gesundheitsschutz und vor allen Dingen ist für uns wichtig das Recht auf Bildung, das eben auch verwirklicht werden muss und kann, am besten in der Schule, im Präsenzunterricht."

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... der Erkenntnis, dass Schulen doch Infektionstreiber sein könnten:

" [...] Das Infektionsgeschehen hat sich einfach verändert, auch über die Monate. Je höher die Infektionen außerhalb von Schule sind, desto höher werden sie natürlich auch in den Schulen. Das sehen wir, und darauf stellen wir uns ein, und dafür haben wir auch zusätzliche Maßnahmen ergriffen."

... den Vorschlag aufgrund der besonderen Situation in einigen Ländern von G8 auf G9 umzustellen:

"Wir gucken uns genau die Situation an und sehen dann auch wie das Schuljahr weiter verläuft. Aber ich glaube, es ist auch wichtig, dass es Planbarkeit gibt, auch für die Schülerinnen und Schüler, die sich auf G8 oder G9 eingestellt haben. Und da können sie auch nicht innerhalb kürzester Zeit mal schnell so ein Schuljahr umbauen."

Sehen Sie das ganze Interview in voller Länge oben im Video.

Obwohl Studien nachgewiesen haben, dass Luftfilter wirksame Instrumente zur Bekämpfung des Coronavirus sind, werden sie an Schulen kaum eingesetzt. Viele Länder setzen in Klassen lieber auf regelmäßiges Stoßlüften. Und bringen damit Eltern gegen sich auf.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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