Sie sind hier:

Gefahr durch Mutationen : Forscher fürchtet explosive Ausbreitung

Datum:

Die Corona-Mutation B.1.1.7. ist zunächst in Großbritannien gefunden worden. Ihre schnelle Ausbreitung bereitet Forschern, die britische Daten untersucht haben, Sorge.

Bund und Länder diskutieren über neue Corona-Maßnahmen. Einschätzungen von Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institut Cambridge.

Beitragslänge:
9 min
Datum:

Das European Bioinformatics Institut Cambridge hat die räumliche und zeitliche Ausbreitung der verschiedenen Sars-Cov-2-Varianten untersucht. Man habe nach der Untersuchung von rund 170.000 zur Verfügung stehenden Genomsequenzen der britischen Sars-Cov-2-Patienten sehen können, dass sich die neue Variante des Virus, die B.1.1.7., nach einem langsamen Beginn im November beim zweiten nationalen Lockdown in Großbritannien unbemerkt stark vermehrt hatte, ...

...und als dann der Lockdown aufgehoben wurde, ein explosives Wachstum hingelegt hat.
Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institut Cambridge

Wenn man die Erkankungen betrachte, die diese Variante verursache, "ist diese Variante nicht gefährlicher als andere bekannte Varianten," sagt Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institut Cambridge in ZDFheute live.

Aber wenn man die Infektionsrate betrachtet, das ist das gefährliche.
Rolf Apweiler

In der Lockdown-Phase in Großbritannien habe sich die Inzidenz der anderen Varianten des Corona-Virus halbiert, so Apweiler weiter. Die Inzidenz von B.1.1.7. sei dagegen in einem Monat um das vierfache gestiegen: "Als der Lockdown aufgehoben wurde, stiegen die anderen Varianten um 40 Prozent an, aber die B.1.1.7. um das Zehnfache."

Untersuchung von Corona-Proben. Archivbild

Vor Corona-Gipfel - Diese Mutationen machen der Politik Sorgen 

Die Infektionszahlen sinken und trotzdem wird wieder über weitere Verschärfungen der Corona-Regeln spekuliert. Grund dafür sind Mutationen, die das Virus verändert haben.

von Jan Schneider

Mutationen nicht unterschätzen

Daher dürfe man das Risiko der Ausbreitung nicht eingehen, sonst bekomme man ein "explosives Wachstum der Leute, die ins Krankenhaus müssen, der Leute, die sterben, der Leute, die Langzeitfolgen davontragen", befürchtet Apweiler. Weil dann auch Ärzte und Pflegekräfte wieder an ihre Belastungsgrenzen kommen würden, sei die Gefahr groß, dass die Behandlungen anderer Krankheiten hintenrunterfallen würden. In Großbritannien seien die Operationen, die zugunsten von Corona-Fällen um ein Jahr verschoben worden sind, mittlerweile auf eine Million gestiegen.

Für den Wissenschaftler seien daher möglichst schnelle und viele Impfungen eine der wichtigsten Maßnahmen derzeit. Da jedoch nicht so schnell geimpft werden könne wie erforderlich, müsse man Ansteckungsmöglichkeiten unterbinden, also Kontakte vermeiden.

Homeoffice dringend fördern

Wesentlich stärker fördern solle man laut Apweiler auch die Maßnahme "von zu Hause aus zu arbeiten". Es müsse schon gute Gründe geben, warum das nicht gehen soll. Die Homeoffice-Pflicht hätte seiner Meinung nach mit den größten Effekt, weil da auch Transportwege vermieden werden würden.

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.
ZDFheute Story

Nachrichten | Panorama - Corona-Mutation: Was sie so gefährlich macht 

Die Corona-Pandemie hat bei uns eine neue Phase erreicht. Ein Rechenbeispiel zeigt, warum die Verbreitung von Mutationen jetzt so gefährlich ist.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Gesundheitsminister Karl Lauterbach zu Gast in der Sendung von Markus Lanz.

Lauterbach bei "Lanz" - Affenpocken: "Wird keine Pandemie geben" 

  • Untertitel

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagt, dass durch die Affenpocken keine Pandemie drohe. Dennoch bestehe die Gefahr weiterer ähnlicher Erreger in naher Zukunft.

von Felix Rappsilber
Videolänge
«Querdenken»-Bewegung in Schwerin. Symbolbild

Maßnahmen-Kritikern fehlt Corona - Was wird aus der Querdenken-Bewegung? 

Die meisten Corona-Maßnahmen sind aufgehoben. Vielen Köpfen der Querdenken-Bewegung gehen jetzt Geld und Anhänger aus. Es häufen sich die Gerichtstermine. Wie geht es jetzt weiter?

von Nils Metzger
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.