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Reaktionen auf Corona-Beschlüsse - Lauterbach: Lockerungen an Feiertagen riskant

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Die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern polarisieren Vertreter in Politik und Wirtschaft. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach warnt vor steigenden Infektionszahlen.

Ein Schild weist Passanten in Düsseldorf auf eine Maskenpflicht hin.
Maskenpflicht in Düsseldorf.
Quelle: dpa

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, den Kurs in der Pandemie zu verschärfen. Die Reaktionen auf die Beschlüsse fallen erwartungsgemäß gemischt aus. Manchem Kritiker gehen die ohnehin schon straffen Maßnahmen nicht weit genug.

Lauterbach: Weihnachten und Silvester könnten "Kickstarter für Pandemie" werden

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Zweifel an der Wirksamkeit der beschlossenen Corona-Maßnahmen geäußert. Es sei nicht auszuschließen, dass Weihnachten und Silvester "zu einem Kickstarter für die Pandemie werden", sagte der Mediziner den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Kanzlerin Merkel hat die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vorgestellt. Welche Maßnahmen werden verschärft? Was gilt an den Feiertagen? ZDFheute live ordnet ein.

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58 min
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Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, ist besorgt über die Lockerung der Kontaktbeschränkungen an Weihnachten. Er sagte dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND):

Bei allem Verständnis für Weihnachten und Familienfeiern müssen wir leider befürchten, dass in der Folge der partiellen Aufhebung der Einschränkungen um Weihnachten im Januar die Infektionszahlen wieder ansteigen.
Divi-Präsident Uwe Janssens

Auch der Chef des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ist unzufrieden mit den Corona-Beschlüssen, sie gehen ihm nicht weit genug. Der Verband hätte "die Maskenpflicht im Klassenzimmer schon ab der 5. Klasse und bei hohen Inzidenzen auch für Grundschüler befürwortet", sagte Meidinger der "Rheinischen Post".

"Beim Thema Schulen hat es vor alem gehakt." ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee erklärt, wo die größten Streitpunkte lagen.

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4 min
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Städtetag: Mangelnde Weitsicht bei Corona-Maßnahmen

Städtetagspräsident Burkhard Jung beklagt mangelnde Weitsicht. "Wir hätten uns in den Städten Klarheit für einen etwas längeren Zeitraum gewünscht. Die Menschen brauchen eine Perspektive", sagte er den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Nach Ansicht der Industrie indes bemühten sich Bund und Länder um eine verlässliche Perspektive bis zum Jahresende. "Dies bietet immerhin kurzfristige Orientierung, bringt aber noch nicht ausreichend Planungshorizont für die Wirtschaft", sagte der Präsident des Industrieverbandes BDI, Dieter Kempf.

Kempf: Risiko von JoJo-Shutdowns reduzieren

Es bleibe wichtig, wirtschaftliche Aktivität weitestgehend am Laufen sowie Schulen, Kindergärten und Kitas offen zu halten. "Zentral muss sein, das Risiko von Jo-Jo-Shutdowns für Wirtschaft und Gesellschaft zu reduzieren", sagte Kempf.

Die Luft wird im Winter für immer mehr Unternehmer dünner.
Dieter Kempf, BDI

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Corona-Sofort-Nothilfe von 1.000 Euro für jeden Beschäftigten im Gewerbe. "Jeder Tag länger im Lockdown hat für Köchinnen, Servicekräfte und Hotelfachleute dramatische Folgen", sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler dem RND.

Dr. Corinna Pietsch bewertet die neuen Maßnahmen und erklärt, warum strenge Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen Corona weiter wichtig sind.

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14 min
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Handwerk fordert rasche Hilfen

Auch das Handwerk pocht auf rasche Hilfen. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, begrüßte es zwar, dass Bund und Länder auch für die Zeit des verlängerten Teil-Shutdowns "Dezemberhilfe" in Aussicht gestellt haben. "Allerdings müssen dieser Ankündigung auch rasch Taten folgen."

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