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"maybrit illner" - Braun: 50er-Inzidenz ist wieder erreichbar

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Kanzleramtsminister Braun sieht die Inzidenz von 50 weiter als Corona-Schwellenwert. Bei "maybrit illner" sagte er: "Wer sich nicht impfen lässt, trägt selbst das Risiko."

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hält eine Inzidenz von 50 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner für wieder erreichbar. Dem stimmt auch Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig zu und fordert scharfe Regeln für Super-Hotspots.

In der ZDF-Sendung "maybrit illner" sagte Braun am Donnerstag, andere europäische Länder schafften das. Nötig seien Konsequenz und Kooperation aller.

Dieser Defätismus, den ich jetzt manchmal höre, das sei völlig unerreichbar - das stimmt nicht.
Helge Braun

Braun: 50 als Schwellenwert wichtig

Eine Inzidenz von 50 gelte weiter als Schwellenwert. Wer deutlich über dem Inzidenz-Bundesdurchschnitt oder gar über 200 liege, habe "eine große Verantwortung, mehr zu machen aus eigener Kraft, um die Zahlen wieder zu reduzieren", mahnte Braun.

Würde die 50 als Schwellenwert dadurch entwertet, dass man den Eindruck erwecke, schlimm sei nur über 200, wäre das gefährlich.

Manuela Schwesig: Scharfe Regeln für Super-Hotspots

An der 50 unbedingt festhalten will auch Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD). Es brauche scharfe Regeln für Super-Hotspots, sagte sie:

Für den sozialen Frieden und für den Zusammenhalt ermöglichen wir zwischen Weihnachten und Neujahr mehr.
Manuela Schwesig

Für die Politikerin stellt der Impfstoff einen "Lichtblick" dar. Sie glaubt, dass viele Menschen sich impfen lassen werden. Die Bereitschaft der Menschen in Deutschland, sich bei Verfügbarkeit eines Impfstoffs immunisieren zu lassen, hält auch Kanzleramtschef Braun derzeit für hoch.

Braun: Möglichst viele Menschen impfen

Am Anfang werden man nicht alle impfen können, die geimpft werden wollen, so Braun weiter. "Aber irgendwann werden wir an den Punkt kommen, dass wir werben müssen, dass sich noch mehr Leute impfen". 

In einer Pandemie habe man an einem Punkt, "wo wir jedem das Angebot gemacht haben, sich impfen zu lassen", keine Rechtfertigung mehr "für irgendwelche Beschränkungen". 

Corona: Durch Impfung zurück zur Normalität?

Wenn jeder ein Impfangebot hatte, kehre das Land zur Normalität zurück. "Derjenige, der sich nicht impfen lässt, muss dann sein Ansteckungsrisiko eben auch in eigener Selbstverantwortung tragen", betonte der CDU-Politiker.

Laut Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist, Autor, Physiker habe der Kampf gegen das Virus viel mit "Eigenverantwortung" zu tun:

Als Gesellschaft müssen wir begreifen, dass wir alle gemeinsam gegen dieses Virus ankommen müssen.
Ranga Yogeshwar

Er betonte, dass Vertrauen und Transparenz wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Impf-Kampagne seien: "Wir müssen einen Kommunikationsprozess aufsetzen."

Weihnachten darf nicht ausfallen

"Für viele Menschen ist Weihnachten ein besonderer Moment im Jahr", erklärte Ulrike Lüken, Psychologische Psychotherapeutin, Professorin an der Humboldt-Universität Berlin. Deshalb sei es wichtig, dass das Fest nicht ausfalle, sondern "Corona-kompatibel" stattfinde. Lüken fügte hinzu, dass die Pandemie ein endlicher "Marathon" sei.

Medizinerin: Brauchen langfristige Strategien

Sibylle Katzenstein, Allgemeinmedizinerin mit Covid-19-Schwerpunktpraxis in Berlin, betonte, dass sie noch immer gut 20 Prozent positiv Getestete in ihrer Praxis habe: "Es sind nicht weniger geworden."

Sie forderte langfristige Strategien seitens der Politik. "Zwei Tage früher die Kinder aus der Schule entlassen würde wesentlich mehr bringen als die fünf-Personen-Grenze", fügte Katzenstein in Bezug auf die einheitlichen Weihnachtsferien hinzu. Die Ärztin gab zu Bedenken, dass sich die Bürger eher beim Hausarzt impfen lassen werden als in Impfzentren.

Mittermeier fordert Taskforce für Kultur

Michael Mittermeier, Komiker und Kabarettist, erklärte, dass die Branche sich alleingelassen fühle. Er konstatierte:

Wir haben nicht das Gefühl, dass wirklich jemand versucht, sich in die Kulturbranche einzufühlen.
Michael Mittermeier

Auch wisse er von Freunden, dass die von der Regierung zugesagten finanziellen Hilfen bei vielen Soloselbständigen noch nicht angekommen sind. Der Komiker forderte eine Taskforce Kultur, die sich mit diesem Problem auseinandersetzen soll, denn "alle, die da arbeiten, verlieren ein ganzes Jahr".

"maybrit illner“ mit dem Thema "Feste ohne Freude – wie lang wird der Corona-Winter?" vom 26. November 2020, um 22:15 Uhr im ZDF.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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