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G20-Gipfel zu Corona und Klima - Merkel: "Geist multilateraler Zusammenarbeit"

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Weltweiter Vertrag zur Pandemie-Bekämpfung, gerechte Impfstoff-Verteilung und Kampf gegen Armut: Angela Merkel lobt den "Geist der multilateralen Zusammenarbeit" beim G20-Gipfel.

Angela Merkel hat zum Abschluss des G20-Gipfels die "multilaterale Zusammenarbeit" gelobt. Sehen Sie hier die gemeinsame Pressekonferenz der Kanzlerin und von Vizekanzler Scholz.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach Abschluss des virtuellen G20-Gipfels erklärt, das gemeinsame Communique der Teilnehmerstaaten atme "den Geist der multilateralen Zusammenarbeit". "Und das ist, glaube ich, in dieser Zeit sehr wichtig", so Merkel. Die Covid-Krise sei eine globale Herausforderung, die nur von allen beantwortet werden könne.

EU-Ratspräsident Charles Michel habe einen weltweiten Pandemie-Bekämpfungs-Vertrag vorgeschlagen, als "Lehre aus dem, was wir im Augenblick erleben". Diesen Vorschlag unterstütze sie.

Merkel: Zunahme an Armut entgegenstellen

"Glücklicherweise gibt es jetzt Hoffnung auf Impfstoffe", so Merkel weiter. Insofern stelle sich die Frage nach einer gerechten Verteilung auch sehr konkret. "Dass wir nicht nur uns in Europa Impfstoffe sichern, […] sondern dass dies auch insgesamt für die Länder der Welt wichtig ist." Auch an dieser Stelle erwähnte Merkel abermals die WHO-Initiative ACT Accelerator, die eine faire Verteilung von Impfungen und anderen Mitteln gegen das Coronavirus weltweit sicherstellen soll, und die dort noch fehlenden "erheblichen" Mittel.

Die Abhängigkeit der Wirtschaft von der Corona-Pandemie sei bei dem Gipfeltreffen deutlich zutage getreten. "Es ist zum ersten Mal seit Langem, dass wir wieder eine Zunahme an Armut haben auf der Welt." Dem müsse man sich entschieden entgegenstellen.

Scholz: Keine Dauer-Krise der Weltwirtschaft

"Wir haben uns sehr intensiv mit dem Thema Klima befasst", so Merkel weiter. Mit Blick auf das vor fünf Jahren abgeschlossene Pariser Klimaabkommen sagte Merkel, dass alle 19 Staaten bekräftigt hätten, sich diesem weiter verpflichtet zu fühlen. "Wir werden daran arbeiten, auch von europäischer Seite unsere Zielverpflichtungen einzuhalten."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz indes rechnet angesichts des internationalen Vorgehens gegen die Folgen der Pandemie nicht mit einer Dauerkrise der Weltwirtschaft. Es gebe die Chance, "dass wir nicht eine lange weltwirtschaftlich schwierige Phase vor uns haben", sagt Scholz bei Pressekonferenz. Dies gelte vor allem dann, wenn es gelinge, Impfstoffe zu entwickeln und sie gerecht zu verteilen.

Prinz Salman: Krise durch Zusammenarbeit überwinden

Die G20-Staaten hatten sich bereits am Samstag für einen weltweiten gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen ausgesprochen. "Wir haben die Pflicht, uns während dieses Gipfels gemeinsam der Herausforderung zu stellen und unseren Völkern eine starke Botschaft der Hoffnung und der Beruhigung zu übermitteln", sagte der saudiarabische König Salman, Gastgeber des zweitägigen G20-Gipfels.

Für den Gastgeber ist der Gipfel eine Prestige-Angelegenheit. Umgekehrt hatte die Welt mal Hoffnungen gesetzt auf Saudi-Arabien und dessen Kronprinzen. Doch der Traum von Reformen und Menschenrechten wurde in vielen Bereichen zum Alptraum.

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Merkel hatte die Teilnehmer zu noch stärkeren Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. Im Zentrum der zweitägigen Online-Konferenz in Riad standen der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundene weltweite Rezession, aber auch der Klimawandel. "Wir werden unser Bestes tun, um diese Krise durch internationale Zusammenarbeit zu überwinden", sagte Salman.

Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es, die Frage der Menschenrechte werde beim G20-Gipfel nicht öffentlich thematisiert, sondern nur in bilateralen Gesprächen.

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