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Pläne mehrerer Bundesländer - Merkel gegen offene Hotels an Weihnachten

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Trotz Corona-Pandemie auf Familienbesuch zu Weihnachten? Mehrere Bundesländer wollen dafür kurzzeitig Hotelübernachtungen erlauben. Kanzlerin Angela Merkel ist nicht begeistert.

Angela Merkel - Mimik
Keine Begeisterung für weihnachtliche Corona-Lockerungen bei Kanzlerin Merkel (Archivbild)
Quelle: epa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Pläne verschiedener besonders von der Corona-Pandemie betroffener Länder kritisiert, über Weihnachten in Großstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben.

Zwar sieht der bisherige Beschluss von Bund und Ländern vor, die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen über die Festtage zu lockern. Über den Umfang der Lockerungen, die manchen Ländern nun vorschweben, herrscht jedoch noch keine Einigkeit.

Merkel: Hotel-Übernachtungen kaum kontrollierbar

In einer virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag habe sich Merkel laut Teilnehmern verständnislos gezeigt: Ihr fehle die Fantasie, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten, wurde sie laut Nachrichtenagentur dpa zitiert.

Es sei laut Merkel nicht kontrollierbar, ob nur Gäste in den Hotels übernachteten, die tatsächlich Verwandte in der Region besuchten. Die Kanzlerin bezog ihre Kritik auf geplante Regelungen in Großstädten wie Berlin. Es sei nicht zu erklären, dass zugleich etwa die Krankenschwestern an der Berliner Charité über Weihnachten durcharbeiten müssten.

Ausdrücklich habe sie in diesem Zusammenhang nicht von Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern gesprochen, berichteten mehrere Teilnehmer. In einigen Flächenländern seien sinkende Inzidenzwerte zu erkennen. Die Kanzlerin sprach auch von erfreulichen Entwicklungen bei den Corona-Infektionszahlen in Hamburg und Bremen. Dagegen gebe es steigende Zahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg.

Eigentlich wollten sich Bund und Länder auf eine Corona-Langfriststrategie verständigen. Doch statt des großen Wurfes einigte man sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.

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Im November so viele Neuinfektionen wie von März bis Oktober zusammen

Nun müssten regionale Maßnahmen ergriffen werden. Es seien regionale Kraftanstrengungen notwendig. Merkel betonte, im November habe es so viele Corona-Infektionen wie von März bis Oktober zusammen gegeben - mehr als 500.000.

Nach den Beratungen des CDU-Präsidiums wollte Merkel noch am Vormittag mit dem Corona-Kabinett zusammenkommen. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer betonte nach Teilnehmerangaben in der Präsidiumssitzung, es gebe bei den Infektionszahlen leider weiterhin eine "Seitwärtsbewegung".

Diese Länder denken über Hotel-Öffnungen nach

Nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Berlin hatte am Samstag auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, über die Festtage Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben - entgegen einer Empfehlung aus dem Kanzleramt.

Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, dass der Teil-Lockdown mit der Schließung etwa von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember verlängert werden soll. Private Zusammenkünfte werden auf maximal fünf Personen begrenzt. Über Weihnachten sollen die Kontakt-Beschränkungen dann gelockert werden, um Familienbesuche zu ermöglichen.

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