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Corona-Maßnahmen - Merkel: Kontakte auf Minimum beschränken

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Kanzlerin Merkel hat die Bürger aufgefordert, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren. Auf Feiern sei ganz zu verzichten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt die Ergebnisse der langen Verhandlungen mit den Ministerpräsident*innen vor. Neue Corona-Maßnahmen gibt es vorerst nicht.

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Seit Anfang November gelten in Deutschland die verschärften Corona-Maßnahmen. Am Montag sind Bund und Länder in einer Videokonferenz zusammengekommen, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Eine "Trendumkehr" beim Corona-Infektionsgeschehen sei noch nicht erreicht, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend im Anschluss an die Beratungen.

Die Dynamik der Neuinfektionen sei zwar gebrochen. Vom Ziel der Neuinfektionen von maximal 50 pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen sei Deutschland aber noch "ein großes Stück entfernt", so Merkel. Daher werde die Runde erneut am 25. November tagen, um die weiteren Schritte zu entscheiden.

Kontakte weiter beschränken, auf private Feiern ganz verzichten

Angesichts der aktuellen Entwicklungen seien Kontaktbeschränkungen weiterhin "das Erfolgsrezept", so die Bundeskanzlerin. Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger daher auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren.

Berlin: Ein Plakat informiert Passanten über Verhaltensregeln während der Pandemie.

Corona-Appelle statt Anordnungen -
Worauf sich Bund und Länder einigen konnten
 

Weniger Kontakte und ein Verzicht auf Feiern - das ist ein Teil der Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels. Die heutigen Beschlüsse im Überblick.

Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein.

Günstige FFP2-Masken für besonders gefährdete Menschen

Die Bürger sollen demnach auch auf nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren verzichten, außerdem auf nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr.

Besonders gefährdete Menschen sollen mit günstigen FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bewahrt werden. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können, teilte Merkel mit. Die Kosten dafür trägt der Bund.

Die Kanzlerin mahnte die Bürger auch, bei Erkältungssymptomen zu Hause zu bleiben und telefonisch Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen. Die Menschen sollten zu Hause bleiben, bis die Symptome abgeklungen seien. In der Vergangenheit habe es Millionen Menschen mit Erkältungen im Winter gegeben.

Söder: "Nächste Woche ist die Woche der Entscheidung"

Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an den Schulen wurde unterdessen vertagt. "Bund und Länder werden auf der nächsten Konferenz darüber beraten, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich in Hotspots reduziert werden können", beschlossen Merkel und die Länderchefs nach mehrstündigen Beratungen. Die Bundeskanzlerin verwies dabei auf neue Empfehlungen der Leopoldiner, die aus ihrer Sicht "durchaus ernstzunehmen" seien.

Fehlende Technik für Home-Schooling

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte am Abend, er sei grundsätzlich für die Offenhaltung von Schulen. Dies dürfe in Hotspots aber "nicht auf Biegen und Brechen" durchgehalten werden. Mit Blick auf das nächste Treffen sagte Söder: "Das war heute noch kein großer Wurf. Nächste Woche ist die Woche der Entscheidungen."

Ministerpräsidenten stimmen auf weitere Maßnahmen ein

Weiter sagte Söder: "Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist." Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern statt vorzeitig abzubrechen". Man müsse im Zweifel auf Sicherheit setzen, so Bayerns Ministerpräsident.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier: Nächste Woche soll ein Konzept vorgelegt werden für Dezember und Januar.

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Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stimmten die Menschen auf schwierige Wintermonate ein. "An Lockerungen ist in den kommenden Wochen nicht zu denken", so Kretschmann.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bezeichnete die Corona-Situation in Deutschland als "weiter besorgniserregend". Es sei viel erreicht, aber noch längst nicht genug, sagte Müller, derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, am Montagabend.

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