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Kanzlerin Merkel appelliert - "Ein besonderer Monat, der vor uns liegt"

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Kanzlerin Merkel hat die Verlängerung der Corona-Maßnahmen verteidigt und noch einmal den Zusammenhalt in der Bevölkerung beschworen. Sie prognostiziert Erleichterung ab 2021.

Kanzlerin Merkel stellt die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Ministerpräsidenten vor. Die Maßnahmen werden verschärft, Ausnahmen gelten an den Feiertagen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Mittwochabend nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Verlängerung der Corona-Beschlüsse noch einmal den Zusammenhalt der Bevölkerung betont. Mit Weihnachten und Silvester sei es ein besonderer Monat, der vor uns liege, so Merkel. Die Lage erlaube es nicht, die Maßnahmen zu lockern.

Dass der exponentielle Anstieg gebrochen sei und es nun einen flacheren Verlauf der Infektionszahlen gebe, sei nur ein "Teilerfolg". Intensivstationen kämen zum Teil bereits an ihre Grenzen.

Zudem sei man viel zu weit von dem anvisierten 7-Tages-Inzidenzwert von 50 pro 100.000 Einwohnern entfernt. "Der Wert entscheidet, ob unser Gesundheitsdienst Infektionen nachverfolgen kann oder dazu einfach schlichtweg nicht mehr in der Lage ist", betonte Merkel.

Bund und Länder haben die Corona-Maßnahmen für den Dezember beschlossen. Der Teil-Shutdown wurde bis zum 20.12. verlängert, die Kontaktbeschränkungen verschärft. Die Maskenpflicht soll künftig auch vor Geschäften und auf belebten Plätzen gelten.
Quelle: ZDF

Merkel hofft 2021 auf Erleichterung in Corona-Krise

Vieles deute jedoch darauf hin, dass das Jahr 2021 mit einem möglichen Impfstoff Erleichterung bringe. "Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung", appellierte Merkel. "Geduld, Solidarität und Disziplin werden noch einmal auf eine harte Probe gestellt." Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, die Corona-Maßnahmen bis Anfang Januar zu verlängern und teilweise sogar zu verschärfen.

Lediglich über die Weihnachtstage werden Kontaktbeschränkungen gelockert. Vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen, Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung. Das geht aus dem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervor.

Ein Radfahrer fährt am Morgen durch die weihnachtlich geschmückte Schildergasse.

Einigung von Bund und Ländern - Das sind die bisherigen Corona-Regeln 

Strengere Kontaktbeschränkungen, Lockerungen zu den Feiertagen. Bund und Länder hatten sich auf einen Corona-Fahrplan bis ins neue Jahr geeinigt. Doch es gibt Sonderregelungen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rief dazu auf, sich über Weihnachten nur im kleinen Kreis zu treffen und auf unnötige Reisen zu verzichten. Der Erfolg des Teil-Lockdowns sei nicht so groß wie erhofft ausgefallen. Daher müsse er verlängert und vertieft werden. Die Weihnachtsferien dürften nicht zu einem Rückschlag bei der Pandemiebekämpfung führen, betonte er.

Merkel nicht komplett mit Corona-Gipfel zufrieden

Die Kanzlerin dürfte nicht mit allen Beschlüssen des Corona-Gipfels zwischen Bund und Ländern zufrieden sein, schätzt ZDF-Korrespondent Theo Koll ein. Exemplarisch sei das Beispiel der Corona-Hotspots zu nennen.

"Das Kanzleramt wollte zusätzliche Maßnahmen, die Länder haben das verweigert", so Koll. Jetzt liege die Umsetzung bei einer 7-Tages-Inzidenz über 200 pro 100.000 Einwohnern bei den Ländern.

ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee erklärt, auf welche Corona-Regeln sich Bund und Länder geeinigt haben. Und wo die größten Streitpunkte lagen.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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