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Nach MPK - Merkel: Impfen "Beitrag für die Gemeinschaft"

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Die einhellige Botschaft nach den Bund-Länder-Beratungen: Jeder solle sich gegen Corona impfen lassen. Dies sei "ein Beitrag für die Gemeinschaft", so Kanzlerin Merkel.

Corona-Regeln und Fluthilfe: Kanzlerin Merkel präsentiert die Ergebnisse des Bund-Länder-Treffens. Sehen Sie hier die gesamte Pressekonferenz.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts steigender Infektionszahlen eindringlich dazu aufgerufen, Angebote zu Corona-Impfungen wahrzunehmen. Es gebe jetzt genug Impfstoff, sagte Merkel am Dienstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten. Damit schütze jeder sich selbst, aber auch diejenigen, die nicht geimpft werden könnten. Dies sei "ein Beitrag für die Gemeinschaft".

Merkel: Niedrigschwellige Angebote

Das Impftempo in Deutschland habe derzeit aber erheblich nachgelassen. Merkel sagte, es wäre gut, bei der Impfquote "deutlich über 70 Prozent und hin zu 80 Prozent zu kommen", was im Augenblick nicht als gesichert angesehen werden könne. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind derzeit 55,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Kanzlerin betonte grundsätzlich: "Wir wollen alle, dass wir mit niedrigschwelligen Maßnahmen den Anstieg der Infektionszahlen eindämmen können."

Die Ergebnisse des Treffens im Überblick:

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Für diejenigen, die nicht geimpft seien, solle daher auf Tests gesetzt werden. Auch angesichts der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus bleibe zudem der Basis-Schutz mit Abstand und Maskenpflicht etwa im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln für alle verbindlich vorgeschrieben.

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Müller verteidigt kostenpflichtige Tests

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bezeichnete die Impfquote in Deutschland als noch zu niedrig. Die Situation sei zwar eine andere als vor einem Jahr vor allem wegen der Testkapazitäten und der Impffortschritte. "Doch man muss ganz klar sagen: Es ist noch was zu tun", sagte Müller nach den Beratungen. "Die Gruppe der Ungeimpften ist zu groß. Da gibt es nichts drumrum zu reden."

Es sei bitter, dass so viele Menschen die Impfangebote nicht wahrnähmen. "Impfen, Impfen, Impfen ist das Gebot der Stunde", sagte Müller, der derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Besuche im Theater, Kino oder von Sportveranstaltungen seien weiter möglich. "Aber wir müssen uns das erhalten", sagte Müller. Gerade bei den Jüngeren, bei denen die Impfquote niedrig sei, gingen die Infektionszahlen wieder nach oben. In der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen in Berlin liege die Sieben-Tage-Inzidenz bei 100.

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Müller sagte, er appelliere dringend, die Impfangebote wahrzunehmen. "Wir haben Möglichkeiten, nach denen sich andere Länder sehnen", sagte Müller. Der MPK-Vorsitzende verteidigte den Beschluss, Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig zu machen. "Es ist richtig, diesen Schritt zu gehen", sagte er. Die Tests ließen sich leicht durch Impfen umgehen. Wer das Angebot nicht annehme, könne nicht erwarten, dass die Solidargemeinschaft die Kosten trage. Wer diesen Weg wähle, müsse akzeptieren, dann dafür zu bezahlen.

Söder: Testen wie die Weltmeister

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält in der Corona-Politik eine Bevorzugung von Geimpften und Genesenen gegenüber negativ Getesteten weiterhin für sinnvoll. "Wir werden uns einer Debatte über 2G auf Dauer nicht verstellen können", sagte Söder am Dienstag nach der Konferenz in Berlin.

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Die nun gefundene "3G-Lösung", die negativ auf Corona Getestete mit Geimpften praktisch gleichstellt, werde vermutlich nicht das Ende der Diskussion sein, sagte Söder. "Wir testen wie die Weltmeister." Die Erfahrung zeige aber auch: Testen alleine reiche nicht.
Die Corona-Impfung werde auch weiterhin freiwillig sein, sagte Söder. Wer sich nicht impfen lassen wolle, müsse aber auch ein Stück Verantwortung tragen. Der Steuerzahler könne nicht mit der Finanzierung von kostenlosen Tests auf Dauer für die zahlen, die sich gegen eine Impfung entschieden hätten. Auf der anderen Seite würden Geimpfte auch ihre verfassungsmäßig garantierten Rechte einfordern.

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