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Weltweite Impfkampagne : Müller: Mehr Impfstoff an Entwicklungsländer

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Angesichts des schleppenden Impftempos in Deutschland ruft Minister Müller dazu auf, mehr Impfstoff an Entwicklungsländer zu geben. Die Welt dürfe nicht gespalten werden, sagte er.

Entwicklungsminister Gerd Müller, mit Mund-Nasen-Schutzmaske, bei einem wöchentlichen Treffen des Bundeskabinetts am 21. Juli, 2021.
Entwicklungsminister Gerd Müller ruft dazu auf, überschüssige Impfdosen an ärmere Länder abzugeben.
Quelle: epa (Archiv)

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat dazu aufgerufen, mehr Impfstoff an Entwicklungsländer abzugeben. "Die Abgabe von überschüssigen Impfdosen ist der schnellste Weg, die weltweite Impfkampagne voranzubringen", sagte der Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Menge schrittweise aufstocken"

Müller erinnerte an die Zusage der Bundesregierung, ärmeren Ländern bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung zu stellen. "Diese Menge sollten wir schrittweise weiter aufstocken, weil inzwischen in Deutschland ausreichend Impfstoff verfügbar ist", forderte er.

Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn bei uns Impfdosen verfallen, die in anderen Ländern dringend gebraucht werden.
Entwicklungsminister Gerd Müller

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits Mitte Juli angekündigt, dass Deutschland über die bereits angekündigten 30 Millionen Impfdosen hinaus weiteren Impfstoff an andere Länder geben werde.

Müller warnt vor Spaltung der Welt

Einige Länder hätten sich bis zu acht Impfdosen pro Kopf gesichert, kritisierte Minister Müller. "Sie können ohne Probleme einen Teil davon abgeben, so dass alle Entwicklungsländern Zugang zu Impfstoffen haben."

Müller warnte: "Die Welt darf nicht gespalten werden in Länder, die sich mit hohen Impfraten schnell wirtschaftlich erholen können und solche, die dem Virus schutzlos ausgeliefert bleiben."

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"Jede zusätzliche Impfdose wichtig"

In Afrika seien bislang weniger als zwei Prozent der Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft, führte Müller aus. "Hier ist jede zusätzliche Impfdose wichtig."

Drängend sei die Lage auch in Lateinamerika und in asiatischen Ländern. "Nur eine weltweite Impfkampagne ist der Weg aus der Krise", so der Minister.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca.

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