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Sinkende Corona-Zahlen in Europa : Sorge vor Virusvarianten bei unseren Nachbarn

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Während in Österreich Schulen und Friseure öffnen, breiten sich die gefährlichen Virusvarianten in den Niederlanden massiv aus. Ein Überblick über die Lage unserer Nachbarn.

Deutschland hat nach der Ausbreitung neuer Virusvarianten im Ausland die Regeln für die Einreise an den Grenzen im Süden und Südosten verschärft. Ein Blick über die Grenze zeigt: In vielen Nachbarländern grassieren die Corona-Varianten bereits.

Frankreich - im Griff der Mutanten

In Frankreich ist die Corona-Lage weiterhin angespannt. Allerdings geht die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche aktuell langsam zurück:

  • Derzeitiger Stand: unter 200
  • Regelmäßig 20.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet.

In den vergangenen Tagen hatte sich auch die Situation in den Krankenhäusern leicht gebessert. Nach Angaben von Gesundheitsminister Olivier Véran von Ende vergangener Woche sind 20 bis 25 Prozent der Corona-Infektionen im Land auf die Variante aus Großbritannien zurückzuführen. Die südafrikanische und brasilianische Variante machen nur etwa vier bis fünf Prozent aus.

Österreich - Europameister der Tests?

Seit rund einer Woche sind in Österreich alle Geschäfte, die Friseure sowie die Schulen wieder offen. Für den Besuch körpernaher Dienstleister und der Schulen ist ein negativer Corona-Test nötig. Bisher sind die Zahlen weiter stabil. Die Lage in den Kliniken hat sich ebenfalls deutlich entspannt. Österreich setzt auf einen völlig anderen Weg als Deutschland.

  • 107 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen

Niedrigere Werte werden gar nicht angestrebt. Hauptsache die Lage bleibt so stabil wie jetzt. Das Land sieht sich bei Tests als eine Art Europameister. Es gibt inzwischen vielfältige Möglichkeiten fast jederzeit kostenlos einen Test zu machen. Zwei Millionen werden es allein in dieser Woche sein.

Tschechien - kaum Sequenzierungen möglich

Die Corona-Lage bleibt ernst:

  • 500 Fälle je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen

Sorgen bereiten die regionalen Hotspots im Westen und Norden des Landes. Nach einem Tageshöchststand von mehr als 17.700 Neuinfektionen Anfang Januar verharren die Zahlen auf einem hohen vierstelligen Niveau - trotz Geschäftsschließungen, Maskenpflicht und nächtlicher Ausgangssperre.

Eine Untersuchung ergab einen Anteil der wohl ansteckenderen britischen Mutante im Bezirk Trutnov von 60 Prozent und in Prag von weniger als 10 Prozent. Die Stichprobe war klein. Nur sehr wenige Proben können sequenziert werden.

Polen - wenige Mutanten nachgewiesen

In Polen ist die Zahl der Neuinfektionen zurückgegangen. Zuletzt wurden:

  • 7.000 neue Fälle pro Tag gemeldet
  • 196 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen gemeldet

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gibt es bislang landesweit acht bestätigte Fälle der britischen Variante. An seinen EU-Binnengrenzen hat Polen bislang keine Grenzkontrollen eingeführt. Wer aus dem EU-Ausland einreist, muss danach allerdings für zehn Tage in Quarantäne.

Dänemark - Lockdown trotz niedriger Zahlen

Bei den Dänen sanken die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen rapid:

  • Mitte Dezember: mehr als 4.000 Corona-Fälle pro Tag
  • Mittlerweile sind es täglich nur noch wenige Hundert

Die wöchentliche Neuinfektionszahl lag zuletzt unter 49 pro 100.000 Einwohner und zählt somit zu den niedrigsten Europas. Dennoch befindet sich Deutschlands nördlichster Nachbar weiter im Lockdown. Grund dafür ist die Sorge vor mutierten Virusvarianten. Die dänischen Grenzen sind für die meisten Ausländer weitgehend dicht. Einreisebeschränkungen gibt es auch für Schleswig-Holsteiner, sie sind aber nicht so streng wie für andere Ausländer.

Niederlande - Virusvariante weit verbreitet

  • 140 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche

Die Tendenz ist eindeutig rückläufig. Die Behörden schätzen, dass bereits mehr als die Hälfte aller Infektionen durch Virus-Mutanten kommen, vor allem durch die britische Variante. Aber genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Es gibt Grenzkontrollen für Reisende die per Zug, Bus, Flugzeug und Schiff vor allem aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika kommen.

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