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Gefahr durch Corona-Mutationen - Brinkhaus fordert längeren Shutdown

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Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert für eine Verlängerung des Shutdowns. Wegen der Corona-Mutationen müsse Deutschland vorsichtig mit Lockerungen sein.

Ralph Brinkhaus spricht während der Generaldebatte im Bundestag. Wegen der Mutation des Virus müsse man bei Lockerungen sehr vorsichtig sein, mahnt Brinkhaus.
Wegen der Mutation des Virus müsse man bei Lockerungen sehr vorsichtig sein, mahnt Brinkhaus.
Quelle: dpa (Archivbild)

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hält eine Verlängerung des Shutdowns über den 14. Februar hinaus für erforderlich. Außerdem forderte er für die Zeit nach der Corona-Pandemie eine Neuordnung der Beziehungen zwischen Bund und Ländern.

"Besser jetzt noch ein wenig länger etwas härtere Maßnahmen als ein Raus-Rein-Raus-Rein, was letztlich alle zermürbt", sagte der CDU-Politiker dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Viele Beschränkungen müssten im Kern vermutlich noch einmal verlängert werden.

Brinkhaus warnt vor Virus-Mutante - längerer Shutdown

Deutschland müsse wegen der Mutation des Virus mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen sehr vorsichtig sein, mahnte Brinkhaus:

Wir müssen die Zahlen jetzt weit herunterbekommen.
Ralph Brinkhaus, Unionsfraktionschef

In der Zeit nach der Corona-Pandemie müssten die Beziehungen zwischen Bund und Ländern neu geordnet werden. "Wir müssen in Deutschland sehr schnell und sehr viel verändern. Die Corona-Krise hat das wie unter einem Brennglas gezeigt", sagte Brinkhaus.

CDU-Politiker: Kampf gegen Pandemie verbessern

Er fügte hinzu: "Wir waren nicht nur zu behäbig und kompliziert in unseren Entscheidungen in der Pandemiebekämpfung. Es gilt generell: So wie wir das Land organisiert haben, haben wir nicht die Leistungsfähigkeit, die wir im 21. Jahrhundert brauchen."

Der föderale Aufbau müsse besser werden. "Wir haben von Bund über Land, Bezirksregierungen, Kreise und Kommunen fünf Ebenen, die an irgendeiner Stelle mitentscheiden".

Impfchaos in Deutschland

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Brinkhaus kritisiert Digitalisierung an Schulen

Als Beispiel nannte Brinkhaus die Digitalisierung der Schulen. Der Bund stellt den Ländern Geld bereit. Diese komme aber erst einmal nicht in den Schulen an. Brinkhaus hält überdies eine "sehr harte Fehleranalyse" in Bezug auf die Altenheime für notwendig.

"Es ist nicht akzeptabel, dass dort so viele Menschen an einer Covid-Infektion gestorben sind", sagte der CDU-Politiker. Auch die Vergabe von Impfterminen an über 80-Jährige sei oft nicht gut organisiert gewesen.

Hans: Plan zur Lockerung im Sinne der Schüler, Familien, Geschäfte

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat derweil einen "Perspektivplan" zur vorsichtigen Lockerung der Corona-Maßnahmen angemahnt. "Wir brauchen einen Perspektivplan für die kommenden Wochen, der bundesweit einheitliche Kriterien für eine langsame Rückkehr zur Normalität beinhaltet", sagte er der "Rheinischen Post"

"Wir können nicht ewig im vollen Lockdown verbleiben, das ist eine zu große Belastung besonders für unsere Familien." Deshalb müsse man sich Gedanken machen, wie es künftig für Kitas, Schulen, für den Sport, den "kleinen" Einzelhandel in Innenstädten und die Gastronomie weitergehen solle.

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.

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