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Verschärfte Pandemie-Maßnahmen - Diese neuen Corona-Regeln gelten im Dezember

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Am Dienstag tritt die neuste Runde der verschärften Corona-Beschränkungen von Bund und Ländern in Kraft. Diese Regeln gelten bis zum Jahresende in ganz Deutschland.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gehen viele Bundesländer eigene Wege. Mehrere Länder wollen nun über die Festtage Hotelübernachtungen für Familienbesuche erlauben.

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Auch in der Vorweihnachtszeit läuft die Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland weiter. Die am 24. November von Bund und Ländern beschlossene jüngste Maßnahmen-Runde tritt am Dienstag in den meisten Bundesländern in Kraft. Ziel ist, die Zahl an täglichen Neuinfektionen bis Weihnachten deutlich zu senken, nachdem in den verganenen Wochen vor allem eine "Seitwärtsbewegung" zu sehen gewesen sei, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag in Berlin sagte.

Die Maßnahmen bestehen vor allem aus zwei Bestandteilen: Kontaktbeschränkungen im privaten Umfeld und dem Teil-Shutdown der Wirtschaft.

Welche Kontaktbeschränkungen gibt es?

Private Zusammenkünfte sind von zuvor zehn auf nun maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man sich daheim oder im öffentlichen Raum trifft.

Auch die maximale Kundenzahl in großen Geschäften wie Supermärkten wird stärker begrenzt. Je nach Ladenfläche sind nur noch eine Person pro 10 oder pro 20 Quadratmeter gestattet. Die Maskenpflicht im Einzelhandel wird auf Parkplätze und die Bereiche vor dem Eingang ausgeweitet.

Welche Einschränkungen bringt der Teil-Shutdown mit sich?

Der seit November geltende Teil-Shutdown wird bis zum 20. Dezember verlängert. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen, private Hotelübernachtungen sind weiterhin verboten.

Zum Ausgleich stellt der Bund betroffenen Unternehme sogenannte "Dezemberhilfen" zur Verfügung. Ihnen werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erstattet. Die Kosten hierfür belaufen sich laut Finanzminister Olaf Scholz auf mindestens 15 Milliarden Euro. Der "Wirtschaftsweise" Lars Feld forderte am Dienstag eine Kostenverteilung auf Bund und Länder.

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Welche Regeln gelten an Weihnachten?

Für die Feiertage um Weihnachten werden die Regelungen leicht gelockert, viele Bundesländer arbeiten aber weiterhin an den Details dieser Lockerungen. Vom 23. Dezember bis höchstens 1. Januar sind Treffen bis maximal zehn Personen erlaubt. Bei allen Regeln kann es jedoch zu Abweichungen in einzelnen Bundesländern kommen.

So hat Berlin etwa angekündigt, dass auch über die Feiertage nur fünf Personen zusammenkommen dürfen. Schleswig-Holstein hält dagegen auch vor Weihnachten an seiner Zehn-Personen-Kontaktregel fest. Mehrere Bundesländer überlegen derzeit, ob sie für die Zeit der Feiertage Hotelübernachtungen erlauben, damit Familienbesuche einfacher möglich sind. Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte das Vorhaben.

Bund und Länder haben die Corona-Maßnahmen für den Dezember beschlossen. Der Teil-Shutdown wurde bis zum 20.12. verlängert, die Kontaktbeschränkungen verschärft. Die Maskenpflicht soll künftig auch vor Geschäften und auf belebten Plätzen gelten.
Das sind die Corona-Maßnahmen im Dezember
Quelle: ZDF

Wann berät die Politik die nächsten Maßnahmen?

Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, die Fallzahlen bis Weihnachten wieder auf ein Niveau unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu senken. Spätestens am 15. Dezember planen Bund und Länder ein weiteres Treffen, um über erneute Anpassungen der Maßnahmen zu diskutieren.

Eine Sorge ist, dass die Feiertage im Dezember dem Infektionsgeschehen einen neuen Schub geben könnten. Für diesen Fall könnte der Teil-Shutdown von Bund und Ländern auch 2021 fortgesetzt werden.

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