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Wien verschärft Corona-Regeln : Wie sich Österreich Omikron entgegenstellt

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Österreich reagiert mit neuen Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus.

 Eine Polizeistreife fährt durch die Wiener Innenstadt, wo sich einige Menschen versammeln.
Die Corona-Situation in Österreich verschärft sich und die Regierung reagiert.
Quelle: dpa

Österreich erlebt den Beginn der fünften Welle – die Zahlen der Neuinfektionen explodieren und in Salzburg und Tirol steigt inzwischen auch die Zahl der Corona-bedingten Hospitalisierungen. Die Zahl der Corona-Fälle auf den Intensivstationen allerdings ist österreichweit immer noch unter 400.

Regierung verordnet neue Regeln

Die Frage ist jetzt: Wie sehr schlägt die Welle auf die Intensivstationen durch, wie sehr behindert die hohe Zahl der Infizierten das Funktionieren von Wirtschaft und Infrastruktur – und welche Maßnahmen folgen daraus?

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist der Anteil an Ungeimpften nicht nur in Deutschland hoch. In Österreich gilt ab heute wieder ein Lockdown – in der Schweiz steht eine richtungsweisende Woche bevor.

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Es ist am Ende ein mathematisches Problem. Omikron ist deutlich ansteckender – aber oft milder im Verlauf. Die österreichische Bundesregierung hat mit Experten und Landeshauptleuten beraten und kommt zu folgendem Ergebnis:

Quarantäne

Die Quarantäne-Regeln werden gelockert. Grund: Bei den erwarteten hohen Infektionszahlen wären sonst gleichzeitig so viele Menschen in Quarantäne, dass in der Wirtschaft, den Krankenhäusern, der kritischen Infrastruktur große Ausfälle drohen. Wer geboostert ist, wird nun nicht mehr als Kontaktperson geführt.

Man kann sich bereits nach fünf Tagen aus der Quarantäne freitesten. Die Unterscheidung zwischen Kontaktpersonen der Kategorie 1 und 2 wird abgeschafft. "Kontaktpersonen" können mit FFP2 Maske und täglichen Tests weiterhin zur Arbeit kommen.

FFP2 Maskenpflicht auch im Freien

"Die Infektionszahlen werden höher sein, als wir uns das jemals ausmalen wollten – aber die Auswirkungen werden milder", so Gesundheitsminister Mückstein. Um die Ausbreitung zu bekämpfen, wird es eine FFP2-Maskenpflicht auch im Freien geben: "immer dann, wenn Menschen aufeinandertreffen," so Bundeskanzler Nehammer.

Shutdown

Zum einen gilt noch immer ein Shutdown für Nicht-Geimpfte. Die Bundesregierung in Wien schließt ein erneuten Shutdown nicht aus und ruft das Land auf, "gemeinsam dagegen zu kämpfen". Also: Impfen, Testen, Kontrollieren, FFP2 Maske tragen. Auch hier ist das Entscheidende am Ende die Lage auf den Intensivstationen.

Insbesondere auf der Gastronomie lastet jetzt Druck - kommen aus Nordeuropa Meldungen von Corona-Infektionen nach dem Ski-Urlaub in Tirol und Salzburg. Im Ski-Ort Flachau etwa ist die Inzidenz jenseits der 7.000. Das wird die Debatte über das Ansteckungsrisiko in der Gastronomie am Laufen halten.

In Österreich wird das öffentliche Leben nach einem dreiwöchigen Lockdown teilweise wieder hochgefahren. Gastronomie und Hotels bleiben aber noch bis zum 7.Januar geschlossen. Skifahren für Tagestouristen soll hingegen ab dem 24.Dezember möglich sein

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Kontrollen

Ab Montag gilt: Kontrollpflicht für die Betriebe. Betriebe, die nicht die Zugangsbeschränkungen kontrollieren, laufen Gefahr, gesperrt zu werden.

Impfpflicht

Die Körperabwehr gegen Omikron hält vor allem nach drei Impfungen. Die meisten Corona-Intensiv-Patienten sind nicht geimpft. In den vergangenen Tagen flammte dennoch die Debatte um die Impfpflicht wieder auf, die ab 1. Februar in Österreich gelten soll. Doch Bundeskanzler Nehammer (ÖVP) spricht ein Machtwort: "Auch bei Omikron hat das Impfen eine zentrale Bedeutung." Die Impfpflicht kommt.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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