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Einzelhandel, Schulen, Friseure - Österreich lockert Corona-Maßnahmen

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Trotz hoher Corona-Zahlen und der Ausbreitung von Virusvarianten öffnen in Österreich Geschäfte, Friseure und Schulen wieder. Zugleich werden die Einreiseregeln verschärft.

Nach einem sechswöchigen Shutdown sollen Geschäfte, Schulen und Friseure in Österreich nun wieder öffnen – und das bei deutlich höheren Infektionszahlen als bei uns.

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Nach wochenlangem Lockdown lockert Österreich zum 8. Februar die Anti-Corona-Maßnahmen.

Unterschiedliches Stimmungsbild

Großes Aufatmen ist allerdings kaum zu spüren. Einige freuen sich darüber, dass Schulen, Handel und Friseure wieder öffnen, bei vielen überwiegt aber die Sorge - wegen nach wie vor hoher Corona-Zahlen und der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Mutante in Tirol.

Bitte verstehen Sie diese punktuellen Lockerungen nicht als Entwarnung,
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz

mahnte auch Kanzler Sebastian Kurz. Sollten die Infektionszahlen steigen, müsse sofort wieder nachgeschärft werden. Epidemiologisch sei klar: "Der sicherste Weg wäre es, im Lockdown zu verharren."  

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Lockerungen zur Stützung der Wirtschaft

Unter dem Druck der Wirtschaft mit Arbeitslosenzahlen in Rekordhöhe und der Corona-Müdigkeit in der Bevölkerung lockert die Regierung nun aber die Zügel. Handel und Museen dürfen wieder öffnen, allerdings unter strengen Anti-Corona-Auflagen: Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht und die Zahl der Kunden wird deutlich begrenzt. Der Run auf Rabattaktionen, Baumärkte und Friseure dürfte trotzdem sicher sein.

Für einen Termin beim Friseur oder im Kosmetiksalon muss man künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Deshalb bieten nun österreichweit Apotheken und Testzentren Corona-Tests gratis an. Verbunden mit der Testpflicht dürfte wohl auch die Hoffnung der Regierung sein, auf diesem Weg umfassendere Testdaten der Bevölkerung zu erhalten. Bei den offiziellen Massentests war die Beteiligung äußerst gering.

Schulöffnung Praxistest für zweites Schulhalbjahr

Ab Montag kehren auch die Schüler zurück in die Klassenzimmer - zumindest teilweise. Mit wöchentlichen Corona-Tests und strenger Maskenpflicht gibt es nun eine Mischung aus Präsenzunterricht im Schichtbetrieb und Homeschooling.

"maybrit illner“ mit dem Thema "Keine Impfung, keine Lockerung – planlos in den Frühling?" vom 4. Februar 2021, um 22:15 Uhr im ZDF.

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Für Verwirrung und Gesprächsstoff im Vorfeld sorgte besonders das Testen. Montag und Mittwoch sind nun an den Schulen Testtage: Nur wer dann einen "Nasenbohrertest" durchführt, darf am Präsenzunterricht teilnehmen. Lehrer testen sich hingegen nur ein Mal pro Woche zu Hause - per Gurgeltest im Badezimmer.

Präsenzunterricht nur nach Corona-Test

Die Tests der Schülerinnen und Schüler sind zwar grundsätzlich freiwillig - anders als ursprünglich angekündigt, dürfen aber nur getestete Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen.

Kritik an dem Test an sich kommt von Experten: Die Antigen-Tests taugen nur als "grobes Sicherheitsnetz", meint Mikrobiologe Michael Wagner von der Uni Wien.

Es ist wichtig, dass Kinder, Jugendliche und Eltern wissen, dass ein negatives Testergebnis überhaupt kein Freibrief ist.
Mikrobiologe Michael Wagner

Corona-Varianten in Tirol und Testpflicht für Pendler

Neben den Lockerungen verschärft Österreich zugleich die Grenzkontrollen. Es gilt eine Registrierungs-, Test-, und Quarantänepflicht. Das betrifft auch Berufspendler aus Deutschland, für die bisher Ausnahmen galten. Grund dafür: die Ausbreitung der britischen und südafrikanischen Virusvarianten in Tirol.

Zuletzt wurde intensiv über eine Abriegelung Tirols diskutiert. Tirol stemmte sich vehement dagegen. Der Chef der Tiroler Wirtschaftskammer drohte sogar offen der österreichischen Bundesregierung: "Jetzt ist der Punkt gekommen, wo es reicht - eindeutig! Wenn auch nur irgendetwas ansatzweise aus dem Gesundheitsministerium kommen sollte, dann werden die uns kennenlernen!"

Inhaberin eines Antiquariats an der Tür ihres Geschäftes

Schulen, Kitas, Einzelhandel - Corona: Wie die Länder lockern wollen 

Die Ministerpräsidenten stellen Pläne für eine schrittweise Öffnung vor. Gesundheitsminister Spahn hält statische Vorgaben für eine schlechte Idee - das Virus sei zu dynamisch.

Kritik aus Deutschland

Die Tiroler Landesregierung meint, die Lage mit Contact Tracing und intensivem Testen im Griff zu haben. Die Grenzkontrollen sollen nun laut Innenminister Karl Nehammer "als Wellenbrecher für Infektionsketten durch neue Virusmutationen" dienen.

Aus Deutschland gab es Kritik an Österreichs Weg: So bezeichnete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder "die Kombination aus Mutation und einer überstürzten Lockerung" in Österreich als "schlechtesten Weg".

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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