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Omikron-Welle - Städtetag: Mehr Test- und Laborkapazitäten

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Der Deutsche Städtetag fordert Bund und Länder mit Blick auf die unklare Omikron-Datenlage auf, mehr Labor- und Testkapazitäten zu ermöglichen. Auch an Feiertagen wie Neujahr.

Die Corona-Datenlage ist weiterhin unklar. Bundesgesundheitsminister Lauterbach vermutet hierzulande eine deutliche Untererfassung der Infektionen. Die weitaus höheren Zahlen zahlreicher europäischer Länder bereiten Sorge.

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Der Deutsche Städtetag fordert angesichts der unklaren Datenlage zur Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron von der Regierung mehr Labor- und Testkapazitäten. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Sepp Müller, plädierte für eine Ausweitung von PCR-Testungen und die Wiedereinführung der epidemischen Lage.

Um die Meldelage und verlässliche Datenlieferungen weiter zu verbessern, "sollten Bund und Länder dafür sorgen, dass die niedergelassenen Praxen die nötigen PCR-Tests auch an Feiertagen wie Weihnachten und Neujahr sicherstellen", sagte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Städtetag: Ämter nicht das Nadelöhr

Gleichzeitig müssten an diesen Tagen auch genügend Laborkapazitäten zur Verfügung stehen. "Auch die Meldekette von den Ländern an das RKI muss an diesen Tagen gut laufen", forderte Dedy.

Harald Rau, Gesundheitsdezernent der Stadt Köln, bestätigt eine hohe Dunkelziffer bei den Infektionszahlen. Das läge daran, dass "eine ganze Reihe Tests" in der Urlaubszeit fehlten, aber auch etwa an Softwareproblemen und der Meldekette.

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Derzeit seien nicht die Gesundheitsämter das Nadelöhr in der Meldekette, wenn es darum gehe, die Zahl der positiven Tests ans Robert-Koch-Institut (RKI) zu melden:

Die Gesundheitsämter der Städte arbeiten auch zwischen Weihnachten und Neujahr, veranlassen Tests und melden die Test-Ergebnisse weiter.
Helmut Dedy, Deutscher Städtetag

Die meisten PCR-Tests würden von den niedergelassenen Ärzten vorgenommen. Da viele Arztpraxen und Labore jetzt im Weihnachtsurlaub seien, werde dort weniger getestet. Zudem sei der Zeitaufwand größer, um bei positiven Proben durch Sequenzierung eindeutig die Omikron-Variante festzustellen.

Die hochansteckende Omikron-Variante sorgt weltweit für Rekordzahlen bei den Neuinfektionen. Die Zahlen in Deutschland sind verhältnismäßig gering, doch die tatsächliche Lage dürfte schlimmer sein.

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Müller: Epidemische Lage herstellen

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Sepp Müller, plädierte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland unterdessen für eine Ausweitung von PCR-Testungen. Außerdem forderte er:

Wir brauchen schnellstmöglich die Feststellung der epidemischen Lage nationaler Tragweite, um den Instrumentenkasten vollständig zur Verfügung zu haben.
Sepp Müller, Unionsfraktion-Vize

"Einreisen aus Hochinzidenzregionen sollten nur mit PCR-Test möglich sein", sagte Müller weiter. Schulen und Kitas sollten außerdem PCR-Testungen in der ersten Woche nach den Ferien vornehmen, "um die Dunkelziffer schneller auszuleuchten".

Lauterbach: Inzidenz vermutlich weit höher

Bundesgesundheitsministar Karl Lauterbach (SPD) erklärte, die tatsächliche Corona-Inzidenz sei vermutlich zwei- bis dreimal so hoch wie offiziell erfasst.

Hintergrund sei, dass angesichts von Ferien und Feiertagen am Arbeitsplatz sowie in den Arztpraxen weniger getestet werde.

Starke Zunahme der Omikron-Infektionen

Zudem würden weniger Corona-Testergebnisse weitergeleitet, weil auch in den Gesundheitsämtern Personal fehle. Lauterbach zufolge gibt es eine deutliche Zunahme der Infektionen mit der hochansteckenden Virusvariante Omikron.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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