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Höheres Infektionsrisiko : Subtyp BA.2 könnte Omikron-Welle verlängern

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Experten sind besorgt wegen des neuen Omikron-Subtyps BA.2. Einer Studie aus Dänemark zufolge soll dieser noch ansteckender sein und könnte die aktuelle Infektionswelle verlängern.

Die Inzidenz liegt heute bei über 1200, doch die Dunkelziffer dürfe beträchtlich sein. Ein Grund: Viele Menschen sind ratlos, wenn ihre Schnelltests positiv sind.

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Omikron hat die Corona-Krise weiter verschärft. Trotzdem haben Länder wie Dänemark und Großbritannien ihre Corona-Maßnahmen zuletzt deutlich gelockert. In Deutschland wird über mögliche Lockerungen diskutiert, etwa im Einzelhandel. Hintergrund ist auch, dass die Omikron-Variante eher zu leichteren Krankheitsverläufen führt.

Experten halten Lockerungen angesichts des neuen Omikron-Subtyps BA.2 aber aktuell für unangebracht. Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen sagte der Funke-Mediengruppe, die BA.2-Verbreitung werde den Höhepunkt der aktuellen Welle voraussichtlich weiter nach hinten verschieben. Lockerungen in den kommenden vier Wochen seien daher eher unwahrscheinlich.

Alles, was wir bislang über BA.2 wissen, legt nahe, dass die Infektionszahlen möglicherweise noch nicht im Februar zurück gehen werden.
Janosch Dahmen (Grüne), Bundestagsabgeordneter

Unklar sei auch, wie gut Personen, die eine Infektion mit dem Omikron-Subtyp BA.1 überstanden haben, auch gegen BA.2 immunisiert sind, so Dahmen.

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Studie: Infektionsrisiko mit BA.2 doppelt so hoch

Ähnliche Befürchtungen äußerte auch Immunologe Carsten Watzl: "BA.2 wird sich auch bei uns durchsetzen", schrieb er am Montag auf Twitter und bezog sich auf eine noch nicht von externen Fachleuten begutachtete Untersuchung aus Dänemark zu dem Omikron-Subtyp BA.2.

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Der Studie zufolge ist das eigene Infektionsrisiko bei BA.2 mehr als doppelt so hoch wie bei Subtyp BA.1. Das gilt sowohl innerhalb der Gruppe der Ungeimpften, als auch bei Menschen mit Grundschutz und bei Geboosterten. Das Risiko der Weitergabe des Virus ist bei infizierten Ungeimpften ebenfalls stark erhöht, nicht jedoch bei Geimpften und Geboosterten, heißt es in der Studie.

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Studie: Impfungen bei BA.2 weniger effekiv

Impfungen hätten auch mit dem Aufkommen von BA.2 einen Effekt gegen Infektionen, die Weitergabe des Virus und schwere Erkrankungen, wenn auch verringert im Vergleich zu früheren Varianten, schreiben die Forscher. Die höhere BA.2-Anfälligkeit und -Übertragbarkeit bei Ungeimpften werde wahrscheinlich zu einer noch weiteren Steigerung von Übertragungen bei ungeimpften Kindern etwa in Schulen und Kitas führen.

Für die Untersuchung blickten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Dänemark auf Ansteckungen mit BA.1 und BA.2 in Haushalten. Betrachtet wurde das Geschehen ausgehend von rund 8.500 sogenannten Primärfällen rund um den Jahreswechsel. "Wir schließen daraus, dass Omikron BA.2 von Natur aus wesentlich besser übertragbar ist als BA.1", heißt es im Fazit.

BA.2 besitze auch Immunflucht-Eigenschaften, die die Schutzwirkung der Impfung gegen Infektionen weiter verringerten. Die Weitergabe durch Geimpfte mit Durchbruchinfektion werde aber nicht erhöht.

Die Corona-Zahlen steigen weiter – das Impf-Tempo lässt dagegen seit Wochen nach. Experten warnen: sich mit Corona anzustecken, um aus der Pandemie zu kommen, sei keine Lösung.

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RKI: Noch wenige BA-2-Fälle in Deutschland

Der Anteil von BA.2 in Deutschland ist laut dem jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) mit 2,3 Prozent "nach wie vor sehr gering". Allerdings bezieht sich diese Zahl auf die zweite Kalenderwoche des Jahres. In der Woche davor lag der BA.2-Anteil bei 1,4 Prozent.

Das RKI schreibt zu dem Subtyp: "International wird beobachtet, dass sich BA.2 stärker ausbreitet als BA.1." Das betreffe etwa Dänemark und das Vereinigte Königreich. Klinisch-epidemiologisch gebe es aber noch keine gesicherten Erkenntnisse für andere Eigenschaften.

Sequenzierung für Corona-Varianten im Labor
FAQ

Fragen und Antworten zu BA.2 - Wie gefährlich ist der Omikron-Subtyp? 

Der Subtyp der Omikron-Variante BA.2 breitet sich aus. Tierversuche deuten darauf, dass er gefährlicher als Omikron sein könnte. Welchen Einfluss hat das auf den Pandemie-Verlauf?

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