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Doch kein Ostern auf Mallorca? - Reiseindustrie läuft Sturm gegen MPK-Pläne

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Reise- und Luftfahrtverbände schreiben einen entrüsteten Brief an Kanzleramt und Ministerpräsidenten. Sie fürchten vor allem um das gerade wieder angelaufene Mallorca-Geschäft.

Kaum war die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben, waren Flüge auf die Baleareninsel im kürzester Zeit ausgebucht. Doch auch wenn die Einheimischen vom Tourismus leben, herrschen auf der Insel strenge Schutzmaßnahmen.

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Die bekanntgewordenen Pläne von Bund und Ländern, wegen der Corona-Pandemie Mallorca-Urlaub über Ostern nachträglich wieder durch Testpflicht und Quarantäne zu erschweren, stoßen auf massive Kritik seitens der Tourismusindustrie. "Unverhältnismäßig" sei die Verschärfung, die Bund und Länder da vorhaben, schreiben Deutscher Reiseverband und Luftverkehrswirtschaft an die Ministerpräsidentenkonferenz und das Bundeskanzleramt in einem Brief, der dem ZDF vorliegt. "Der angedachte Beschluss zielt offenkundig u.a. darauf ab, Osterreisen nach Mallorca zu verhindern", so die Verbände.

Tourismus-Branche fürchtet um Mallorca-Geschäft

Die Unterzeichner zählen Fakten auf, warum das Reisen auf die Lieblingsinsel der Deutschen sicher sei: Nur PCR-getestete Touristen dürfen in den Flieger nach Mallorca steigen, die Inzidenz dort liegt derzeit unter 20. Und auf der Insel selbst gelten "strenge Regeln, die scharf überwacht werden": Kein Alkohol in der Öffentlichkeit, Restaurants müssen um 17 Uhr schließen, Maskenpflicht selbst am Strand und eine Ausgangssperre ab 22 Uhr.

Die Balearen sind kein Risikogebiet mehr – und die Deutschen fliegen wieder nach Mallorca. Urlauber und Einheimische freut das, doch ein bisschen Sorge ist auch dabei.

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Und sowieso hätten "weniger als zehn Prozent der Hotels geöffnet". Deshalb bestehe bei der Rückreise von Mallorca auch "kein erhöhtes, sondern sogar ein stark vermindertes Eintragungsrisiko". Die Reiseindustrie verweist zudem auf eine RKI-Studie, wonach organisierte Reisen im letzten Sommer nicht Treiber der Pandemie waren.

Testpflicht und Quarantäne für Rückkehrer?

Das Auswärtige Amt hatte die Reisewarnung für Mallorca am Freitag, dem 12. März aufgehoben, mit Wirkung zum 14. März. Tausende hatten daraufhin Flüge und Hotels für die Osterferien gebucht. In ersten Entwürfen der SPD-geführten Länder für das Treffen mit der Bundeskanzlerin am Montag ist nun nachzulesen, dass die Runde plant, Reisen ins Ausland "unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise" zu verbinden. Sollte das tatsächlich so beschlossen werden, müssen Hotels und Fluglinien eine Stornierungswelle befürchten.

Die Insel bereitet sich auf den großen Ansturm vor: Mallorca ist kein Risikogebiet mehr. Die Buchungszahlen sind bereits gestiegen - und die Politik ist zunehmend besorgt.

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Die Reise- und Luftverkehrswirtschaft kritisiert die geplante Rücknahme der Einstufung als Nicht-Risikogebiet. Diese werfe "die Frage auf, warum dann eigentlich bei den Verkehrsbewegungen in Deutschland bei den gegebenen sehr viel höheren Inzidenzen nicht eine Quarantänepflicht nach Benutzung von Eisenbahn und Auto verlangt wird".

"Weitere Entschädigungen notwendig"

Fettgedruckt findet sich am Ende des Schreibens noch eine Drohung. Sollte der Osterurlaub auf Mallorca tatsächlich erschwert werden, bitte man Kanzleramt und MinisterpräsidentInnen, "höflich in Betracht zu ziehen", dass dann die bisherigen Unterstützungen nicht mehr ausreichen und "zehntausende Arbeitsplätze" gefährdet seien. Es würden dann weitere "Entschädigungen notwendig".

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