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Ab Sonntag Hochinzidenzgebiet - So ist die Corona-Lage in Polen

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Polen wird von der Bundesregierung ab Sonntag als Corona-Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einreise nach Deutschland ist nur noch mit negativem Test möglich.

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen wurde Polen als Hochrisikogebiet eingestuft. Für Einreisende aus dem Nachbarland gelten deshalb strenge Regeln.

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Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Polen ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist dann nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

Stark gestiegene Infektionszahlen in Polen

In Polen sind die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Als Hochinzidenzgebiet werden die Länder und Regionen eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt.

Bisher können Einreisende aus Polen sich auch noch 48 Stunden nach der Einreise nach Deutschland testen lassen. Wirksame Kontrollmöglichkeiten dafür gibt es nicht. Die Testpflicht schon bei Einreise lässt sich dagegen eher überprüfen.

Sonderregeln für Berufspendler aus Brandenburg

Für Pendler sollen Ausnahmeregeln gelten, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Man tue "alles, um grenzüberschreitendes Leben und Arbeiten so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, indem wir Ausnahmeregelungen für Grenzpendler vorsehen", sagte Woidke.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft warten am Flughafen Frankfurt. Archivbild

Verschärfte Reiseauflagen - Das sind derzeit Corona-Hochrisikogebiete 

Wegen sehr hoher Infektionszahlen stuft die Regierung einige Länder jetzt als Hochrisikogebiet ein. Es gelten verschärfte Reiseregeln. Ein Überblick.

Brandenburger und polnische Grenzgänger, die wegen ihrer Arbeit, Schule, Studium oder zum Besuch enger Angehöriger die Grenze passieren müssten, seien von der Quarantänepflicht ausgenommen, teilte die Staatskanzlei mit. Berufspendler müssten sich aber zwei Mal wöchentlich testen lassen.

Gesundheitsminister: Corona-Lage ist ernst

Auch polnische Politiker weisen auf die gefährliche Situation hin. Der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski hat die Corona-Lage in seinem Land als ernst bezeichnet. Beim Anstieg der Infektionszahlen sei eine "sehr große Beschleunigung" zu beobachten.

Diese Entwicklung sei auf die britische Virusvariante zurückzuführen, die als ansteckender gilt. "Man kann sagen, dass diese Mutante andere Virusvarianten verdrängt", erklärte Niedzielski. Man schätze, dass sie landesweit bereits für 60 bis 80 Prozent aller neuen Fälle verantwortlich sei.

Zu sehen ist der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski wie er stehend redet.
Der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski.
Quelle: epa

Polen verschärft Corona-Maßnahmen wieder

Die Regierung kündigte an, dass zusätzliche Notkrankenhäuser eröffnet werden. Die Zahl der Betten für Covid-19-Patienten soll langfristig fast verdoppelt werden. Am Samstag traten landesweit verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft. Hotels, Kinos, Theater, Museen und Galerien müssen wieder schließen. Das gilt auch für Schwimmbäder und Fitnessstudios.

Die polnischen Behörden meldeten am Samstag 26.405 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Mehr als 23.000 Covid-19-Patienten waren im Krankenhaus in Behandlung, von denen mehr als 2.300 beatmet werden mussten. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als zwei Millionen bestätigte Infektionen und 49.159 Todesfälle. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

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