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Was künftig am Arbeitsplatz gilt

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Schutz vor Coronavirus - Was künftig am Arbeitsplatz gilt

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Am Arbeitsplatz werden neue Schutzmaßnahmen eingeführt, um die Infektionsgefahr zu reduzieren. Wie sollen die Regeln aussehen und wie verbindlich sind sie? Ein Überblick.

Bund und Länder wollen das Wirtschaftsleben schrittweise wieder hochfahren. Parallel dazu werden neue Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz eingeführt, um die Infektionsgefahr zu verringern.

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Für die schrittweise Rückkehr von mehr Beschäftigten an den Arbeitsplatz sollen bundesweit einheitliche Regeln zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus greifen. Das Bundeskabinett hat dafür am Donnerstag zusätzliche verbindliche Standards beschlossen.

Worum geht es im Kern?

Beschäftigte sollen bei der Arbeit möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Umgesetzt werden soll das über Vorkehrungen am Arbeitsplatz - zum Beispiel bauliche Veränderungen - und durch eine Umorganisation der Arbeitsabläufe.

Wie sollen die Vorkehrungen aussehen?

  • Es wird grundsätzlich vorgegeben, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten ist - und zwar in Gebäuden und im Freien. Umgesetzt werden könne das durch Absperrungen, Markierungen, Zugangsregelungen oder Trennwände.
  • Wo das nicht machbar ist, sollen Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und auch für Kunden und Dienstleister zur Verfügung stellen.
  • Arbeitgeber sollen zudem Waschgelegenheiten und Desinfektionsspender aufstellen.
  • Auch Firmenwagen sollen mit Utensilien zur Handhygiene und Desinfektion sowie mit Papiertüchern und Müllbeuteln ausgestattet werden.
  • Vorgesehen sind auch kürzere Reinigungsintervalle bei Räumen und Firmenfahrzeugen.

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Wie sollen Arbeitsabläufe umorganisiert werden?

  • Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro werden durch geeignete organisatorische Maßnahmen entzerrt.
  • Büroarbeit soll nach Möglichkeit weiterhin im Homeoffice erledigt werden.
  • In Pausenräumen und Kantinen sollen Tische und Stühle weit genug auseinandergestellt werden.
  • Für Baustellen oder Außeneinsätze sehen die Regeln möglichst "vereinzeltes Arbeiten" oder kleine, feste Teams vor, die auch möglichst immer dasselbe Fahrzeug nutzen sollen.
  • Ebenso sollen dieselben Personen zu gemeinsamen Schichten eingeteilt werden, soweit es geht.
  • Werkzeuge sollen personenbezogen verwendet und anderenfalls entsprechend gereinigt werden.
  • Für Beschäftigte gelte außerdem der Grundsatz: "Niemals krank zur Arbeit".

Wie verbindlich sind die neuen Regeln?

"Diese Regeln sind verbindlich, und sie sind einzuhalten", sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der damit rechnet, dass die allermeisten Unternehmen das tun werden. Stichprobenartige Kontrollen soll es dennoch geben. Heil betonte aber, es gehe hier um gemeinsam verabredete neue Regeln: Arbeitgeber und Gewerkschaften seien bei der Erarbeitung mit an Bord gewesen. Es gehe nicht darum, die Wirtschaft mit Ordnungswidrigkeitenandrohungen zu belasten.

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