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Fast 600 Intensiv-Patienten : Bayern: Corona-Ampel steuert auf Rot zu

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In Thüringen, Sachsen und Bayern gibt es so viele Corona-Fälle wie sonst nirgends in der Republik. In Bayern gelten strengere Vorgaben. Doch die Corona-Ampel steuert auf Rot zu.

Ein Covid-19-Patient wird im Krankenhaus in Gauting auf der Intensivstation von Chefarzt Lorenz Nowak behandelt
Die Krankenhaus-Corona-Ampel in Bayern steht auf Gelb.
Quelle: dpa

Bayern ist nach Sachsen und Thüringen das Land, das derzeit am stärksten von der vierten Corona-Welle betroffen ist. Die Zahlen steigen rasant an.

Zahl der Intensiv-Patienten mit Corona steuert auf 600 zu

Doch der negative Trend hält an: Bayern steuert auf die rote Krankenhaus-Ampel mit noch schärferen Corona-Regeln zu. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und das Robert-Koch-Institut (RKI) wiesen am Sonntagvormittag auf ihrer gemeinsamen Homepage in den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser 591 Patienten mit Corona aus.

Am Freitag waren es noch 537, am Samstag 552 Corona-Intensivpatienten. Bei 600 springt die bayerische Krankenhaus-Ampel auf Rot - dann wird die 2G-Regel im ganzen Freistaat deutlich ausgeweitet. In vielen Betrieben haben Arbeitnehmer dann nur noch Zutritt zum Arbeitsplatz, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind (3G).

Seit Sonntag steht die bayerische Krankenhaus-Ampel schon auf Gelb. Damit gelten von diesem Sonntag an verschärfte Corona-Regeln.

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FFP2-Maske und PCR-Tests verpflichtend

Damit greift in Lokalen und bei Veranstaltungen die 3G-plus-Regel (geimpft, genesen oder PCR-getestet). Zu Diskotheken und Clubs haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt (2G-Regel).

Ein Antigen-Schnelltest reicht nicht mehr. Außerdem muss generell wieder eine FFP2-Maske getragen werden. In Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen und der Intensivpatienten besonders hoch ist, gelten noch strengere Regeln.

Regionale Hotspots treffen noch schärfere Regeln

Für den Handel und den öffentlichen Personenverkehr gibt es keine neuen Einschränkungen. Viele bayerische Regionen gelten aber als regionale Hotspots. Wo die Sieben-Tage-Inzidenz über 300 liegt und zusätzlich die Intensivbetten in der Region zu mehr als 80 Prozent belegt sind, gelten die Vorschriften der roten Krankenhausampel, darunter weitgehende 2G-Regeln für Veranstaltungen in Innenräumen.

"Die Krankenhäuser laufen voll, die Intensivstationen sind belegt – und wir müssen handeln", sagt Klaus Holetschek (CSU), Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, im Gespräch mit Claus Kleber. Die vierte Welle müsse gebrochen werden.

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Diskussion um 2G und kostenlose Bürgertests

In Österreich gilt wegen der stark steigenden Corona-Zahlen von diesem Montag an eine bundesweite 2G-Regel. In Deutschland setzt Sachsen als erstes Bundesland ab Montag die 2G-Regel in Teilen des öffentlichen Lebens flächendeckend und verpflichtend um.

Die neue Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sieht bei steigenden Infektionszahlen weitere Einschränkungen auf Ungeimpfte zukommen.
"Solange wir keine Impfpflicht haben, sollten wir zumindest die 2G- und 3G-Regeln weiter ausweiten", sagte Bas dem "Tagesspiegel".

Die 2G-Regel ist allerdings umstritten. Manche Experten kritisieren, sie wiege die Menschen in falscher Sicherheit, weil auch Geimpfte sich infizieren und das Virus übertragen könnten.

Die Inzidenzen steigen und damit verschärfen sich auch die Corona-Maßnahmen. Doch was nützen 2G- oder 3G-Regeln, wenn sie nicht richtig kontrolliert werden?

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Ärztekammer will kostenlose Corona-Tests zurück

Auch die Bundesärztekammer fordert eine schnelle Rückkehr zu kostenlosen Corona-Schnelltests. Das Ende der Kostenübernahme für sogenannte Bürgertests habe nicht dazu geführt, Impfunwillige zu einer Impfung zu motivieren, sagte Präsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) forderte kostenlose Corona-Tests für Geimpfte und Genesene. "Die hohen Infektionszahlen unter Ungeimpften führen zu immer mehr Durchbrüchen auch bei den Geimpften", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Kostenlose Schnelltests für Geimpfte und Genesene würden es auch für Menschen mit wenig Geld leichter machen, sich und andere zu schützen, ohne den Anreiz zum Impfen auszusetzen.

Nur mit Impfung zum Besuch ins Pflegeheim?

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt plädierte dafür, eine Impfung als Zugangsvoraussetzung für Pflegeheime zu prüfen. "Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegekräfte und Besucherinnen und Besucher müssen regelmäßig getestet werden, auch die, die geimpft oder genesen sind", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und wo das nicht reicht, sollten wir über die Notwendigkeit eines Impfnachweises diskutieren."

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