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Corona-Lage in Europa - Lockerere Reiseregeln trotz steigender Zahlen

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Die Corona-Zahlen steigen in vielen Ländern Europas, doch Deutschland lockert die Reiseregeln. Warum Berlin so handelt, was jetzt gilt und was die Urlauber davon halten.

Die Bundesregierung lockert die Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal.

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Was ändert sich an den Einreiseregeln?

Die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal werden ab Mitternacht gelockert. Die fünf Länder werden vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt.

Die Infektionszahlen in den fünf herabgestuften Ländern sind aber weiterhin hoch. Seit vorletzter Woche steigen die Infektionszahlen insgesamt in Europa. Mit der Herabstufung der fünf Länder sinkt die Zahl der Virusvariantengebiete weltweit am Mittwoch wieder von 16 auf 11. Die verbliebenen Ländern sind Brasilien und Uruguay in Lateinamerika, sowie neun Länder in Afrika: Südafrika, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe.

Warum lockert Berlin die Regeln trotz steigender Zahlen?

ZDF-Hauptstadtkorrespondent Theo Koll sieht die Lockerungen bei der Einreise als Zugeständnis an die Verfassung und an die Verhältnismäßigkeit:

Obwohl die Delta-Variante des Coronavirus weiter um sich greift, hat die Bundesregierung die Einreise-Beschränkungen weiter gelockert. ZDF-Korrespondent Theo Koll berichtet.

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Besonders mit Blick auf das EU-Land Portugal hatte die EU-Kommission in Brüssel an den strengen deutschen Regeln Kritik geäußert. Bereits am vergangenen Donnerstag deutete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, dass die Einstufung als Virusvariantengebiet wieder rückgängig gemacht werden könnte. Er begründete dies mit der erwiesenen Wirksamkeit einer doppelten Corona-Impfung gegen die Delta-Variante.

In der Zwischenzeit hat sich die Delta-Variante in Deutschland ohnehin ausgebreitet. Der Anteil der Ansteckungen mit der zuerst in Indien festgestellten Variante an allen Corona-Neuinfektionen verdoppelte sich laut RKI nach den vorerst aktuellsten Zahlen aus der dritten Juniwoche erneut auf nun 37 Prozent. Die Experten des Institutes gehen davon aus, dass inzwischen sogar die Mehrheit der Neuansteckungen auf diese Mutante zurückgeht.

Welche Regeln gelten jetzt?

Die Bundesregierung unterscheidet bei der Einreise aus dem Ausland zwischen drei Gebieten:

Screenshot Infografik: Einreiseregeln für Urlauber
Die Quarantäne-Regeln bei der Einreise im Überblick.
Quelle: ZDF

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind neben Portugal und Großbritannien auch Russland, Indien und Nepal nun Hochinzidenzgebiete. Neben der verkürzten Quarantäne kann in diesen Fällen auch der Impf- beziehungsweise Genesenennachweis bei der Einreise ausreichen.

Risikogebiete sind jetzt laut Bundesgesundheitsministerium zum Beispiel die Türkei und Marokko. Hier gelten längere Fristen bei den Nachweisen zur Einreise.

Wie reagieren die Urlauber auf die Corona-Lage?

Die Sorge vor der Delta-Variante hat nach Angaben der deutschen Reisebranche bisher keine Folgen für das Buchungsverhalten von Kundinnen und Kunden. Stornierungen im großen Stil aus Sorge vor Corona-Ansteckungen im Urlaub beobachten die Veranstalter nicht, wie mehrere Unternehmen berichteten.

Die Lust der Menschen zu verreisen, sei ungebrochen, hieß es vom Deutschen Reiseverband (DRV) und Veranstaltern. "Speziell für kurzfristigere Reisen noch in den Sommerferien 2021 verzeichnen wir weiterhin eine sehr hohe Nachfrage", sagte Ralph Schiller, Chef des Reisekonzerns FTI.

Selbst bei medial stark im Fokus stehenden Regionen wie Mallorca reagierten Gäste besonnen, "so dass wir für die Insel derzeit kein erhöhtes Stornierungsaufkommen vermelden".

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18.09.2021
von Markus Wolsiffer
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