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Corona-Regeln werden strenger - Kantinen zu und noch weniger Kontakte

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Ab heute gelten in allen Bundesländern die mit dem Bund beschlossenen, strengeren Corona-Regeln: Einiges bleibt bestehen, manches ist neu - und es gibt viele Ausnahmen.

Zu hohe Infektionszahlen – trotz Shutdown: der Grund für strengere Bestimmungen, die ab heute gelten. Doch welche Regeln gelten wo?

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Angesichts weiter hoher Corona-Infektionszahlen gelten ab diesem Montag in allen Bundesländern schärfere Regelungen. Als letzte Bundesländer setzen Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein die am vergangenen Dienstag in einer Bund-Länder-Schalte beschlossenen Regeln um.

Das ist neu oder wurde verlängert:

  • Betriebskantinen werden geschlossen, wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen. Anderenfalls müssen Abstands- und Hygieneregeln gewahrt werden. Zulässig bleibt die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken.
  • Viele Läden und Dienstleister wie Friseure bleiben geschlossen. Einigen Unternehmen werden Click-and-Collect-Angebote erlaubt. Alle Regelungen, die seit dem 16. Dezember gelten, finden Sie hier.
  • Kinder dürfen sich über die genannte Haushalt-plus-eins-Regel hinaus nicht in Gruppen auf Spielplätzen verabreden. Grundsätzlich müssen Eltern auf Spielplätzen darauf achten, Ansammlungen zu verhindern.
  • Zusammenkünfte und Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind per se weiterhin verboten. Zu den Ausnahmen zählen hier unter anderem Demonstrationen, Hochzeiten, Betriebsversammlungen oder Gerichtsverhandlungen. Auch Gottesdienste und Beerdigungen sind unter Hygieneauflagen möglich. Gemeinsam gesungen werden darf aber nicht.
  • Um Kontakte zu reduzieren, appelliert die Regierung an alle Arbeitgeber, ihren Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen.
  • Auch Fahrschulen müssen ihren Betrieb einstellen und dürfen keine Fahrstunden mehr anbieten. Online-Unterricht ist erlaubt.

Heute setzen die meisten Bundesländer ihre neuen Corona-Verordnungen in Kraft. "Es ist wichtig, Kontakte im privaten Bereich zu reduzieren", so Gesundheitsminister Jens Spahn.

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Kontaktbeschränkungen

Der Beschluss lautet: Der eigene Haushalt darf sich noch mit einer weiteren Person treffen. Abweichend von dieser Regel sollen in ...

  • Brandenburg, Sachsen, Bremen und Baden-Württemberg Kinder von der maximalen Personenzahl ausgenommen werden.
  • Berlin Kinder von Alleinerziehenden von der maximalen Personenzahl ausgenommen werden.
  • Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz kleinere Kinder von der maximalen Personenzahl ausgenommen werden.
  • Bayern und Baden-Württemberg Betreuungsgemeinschaften mit einer anderen Familie erlaubt sein. 
  • Mecklenburg-Vorpommern bei den Kontaktbeschränkungen für Kinder bis zwölf Jahre Ausnahmen gelten. Dies gilt, wenn es für die Betreuung notwendig ist.
  • Schleswig-Holstein für die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen eine Ausnahme gelten.
  • Niedersachsen bei Menschen mit Behinderung und Kindern von getrenntlebenden Eltern Ausnahmen gelten. Außerdem dürfen Kinder bis drei Jahre bei Kontakten einer Betreuungsperson, etwa einem Elternteil, dabei sein.

Schulen und Kitas

Viele Landesregierungen haben die Entscheidung über Notbetreuungsangebote den Schulen und Kitas überlassen. Grundsätzlich sollen Schulen und Kitas eigentlich geschlossen bleiben, es gibt aber zahlreiche Ausnahmen. Für die Kinderbetreuung soll Eltern im genannten Zeitraum bezahlter Urlaub ermöglicht werden. Abweichungen gibt es in ...

  • Rheinland-Pfalz und Hessen: Hier gibt es eine Notbetreuung an Schulen für die Klassen 1 bis 6. An sich sollen die Kinder aber zu Hause lernen. Ab Klasse 7 wird mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich Distanzunterricht angeboten.
  • Hamburg: Schüler, die zu Hause nicht lernen können, dürfen weiter zur Schule gehen.
  • Baden-Württemberg: Abhängig vom Infektionsgeschehen sollen Grundschulen und Kitas ab 18. Januar wieder öffnen. Schulen sollen Präsenzunterricht für Abschlussklassen erlauben.
  • Berlin: Ab Montag soll Unterricht in Kleingruppen für die Abschlussklassen 10, 12 und 13 möglich sein. 
  • Thüringen: Nur Abschlussjahrgänge dürfen auch im Januar für Klausuren oder andere Aufgaben in die Schulen.
  • Niedersachsen: Alle Abitur- und weiteren Abschlussklassen werden zwischen dem 11.01. und 29.01. in geteilten Klassen im Wechselunterricht unterrichtet.
  • Bremen: Die Schulpflicht ist ausgesetzt, die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Das Vorhaben, von Mitte Januar an regional wieder Präsenzunterricht für Schüler bis Klasse sechs zu gewährleisten, wurde wieder fallengelassen. Die Abschlussklassen sollen von Montag an wieder zur Schule gehen können.
Spielende Jungen in einer Kita

Entschädigungen für Eltern -
Schule und Kita dicht: Das ist Ihr Anspruch
 

Im Januar werden viele Kitas weiter schließen und Schulen auf Präsenzunterricht verzichten. Die Kinder sind dann zuhause. Dafür gibt es Entschädigungen für Eltern. Ein Überblick.

von Lukas Wilhelm

Hotspots

In Landkreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen. Ein Verstoß gegen die 15-Kilometer-Regelung kann zum Beispiel in Bayern 500 Euro Bußgeld belegt werden. Einige Länder setzen die Regel auch nicht oder nur teilweise um:

  • Baden-Württemberg plant derzeit keine entsprechende Regel, weil sie nach Auffassung der Landesregierung nicht den gewünschten Effekt erreicht.
  • In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sollen Kommunen darüber entscheiden. 
  • In Thüringen gilt die Regel als Empfehlung, im Landkreis Hildburghausen allerdings als verpflichtend.
  • Rheinland-Pfalz will Maßnahmen in Hotspots eng mit den Kommunen absprechen. 
  • In Schleswig-Holstein soll es keinen Automatismus für die Regel geben. Bei der Umsetzung sollen auch die Gründe für das Ausbruchsgeschehen berücksichtigt werden.

In Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen soll der Bewegungsradius der Einwohner auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt werden.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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