Sie sind hier:

Corona-Verordnungen - Das sind die Regeln in den Bundesländern

Datum:

Bund und Länder haben sich auf gemeinsame Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus geeinigt und den Shutdown bis zum 18. April verlängert. Wie setzen die Bundesländer die Regeln um?

Corona in Deutschland: Fussgängerzone in Offenbach
In jedem Bundesland werden die Corona-Regeln anders ausgelegt.
Quelle: dpa

Wie viel Shutdown haben wir eigentlich? Nach der abgesagten Osterruhe gab es - anders als vielfach gefordert - keinen neuen Corona-Gipfel mehr. Die Regeln wurden in vielen Bundesländern trotzdem verschärft. Vor allem Ausgangssperren gelten vielerorts, beim Einzelhandel sind die Regeln dagegen teils lockerer als noch im Januar oder Februar.

Einige Länder setzen auf nächtliche Ausgangssperren. Allerdings gehen die Bundesländer unterschiedlich damit um. Ein Überblick.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Vor allem aber ist der Shutdown ein ziemlicher Flickenteppich - die Regeln unterscheiden sich nicht nur von Land zu Land, sondern auch von Kreis zu Kreis, je nach Inzidenz.

Kein Konsens bei Regelungen für Schulen und Kitas

Ebenfalls sehr unterschiedlich sind die Regelungen für Schulen und Kitas. CDU-Chef Armin Laschet fordert bundesweit einheitliche Regelungen, wie es hier nach den Osterferien weitergeht. Heftig diskutiert wird auch eine Testpflicht für Schüler und Lehrer.

Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben sie bereits für nach den Osterferien angekündigt. In Sachsen wird die schon geltende Testpflicht auf die Grundschulen ausgeweitet. Im Saarland soll sie dagegen nur für weiterführende Schulen gelten.

Welche Regeln in den Bundesländern im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gelten, finden Sie hier im ein Überblick. Mehr zum aktuellen Stand bei Schulen und Kitas auf den Corona-Informationsseiten der Landesregierungen (unten im Beitrag verlinkt).

Baden-Württemberg 

In Baden-Württemberg gilt seit Montag, dem 29. März:

Bei Mitfahrten von haushaltsfremden Personen im Auto gilt für alle Insassen eine Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske). 

Liegt die 7-Tage-Inzidenz mehrere Tage hintereinander bei über 100, sind lokale Ausgangssperren (21 Uhr bis 5 Uhr) vorgesehen. Zieht ein Landkreis diese sogenannte "Notbremse", werden die geltenden Kontaktbeschränkungen jedoch nicht verschärft. Das bedeutet: Es dürfen sich weiterhin maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.

Darüber hinaus müssen die Buchhändler ihre Läden wieder für den normalen Publikumsverkehr schließen. In der neuen Corona-Verordnung wurden die Buchläden aus der Liste der Grundversorger gestrichen. Wer ein Buch kaufen will, muss nun wieder einen Termin ausmachen, um sich im Laden umsehen zu können (Click&Meet) - wie im sonstigen Einzelhandel jenseits des täglichen Bedarfs auch. In Hotspot-Regionen gilt, dass man ein Buch online bestellen und es dann nach Vereinbarung eines Termins abholen kann (Click&Collect).

In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Archive analog zu Museen ohne Einschränkungen öffnen.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Bayern

In Bayern wird die seit dem 8. März geltende Corona-Schutzverordnung bis zum 18. April fortgesetzt. Diese orientiert sich am Anfang März von Bund und Ländern beschlossenen Stufenplan.

Das heißt etwa, dass sich bei einer Inzidenz zwischen 35 und 100 in einem Landkreis oder einer Stadt maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 kann der Einzelhandel öffnen. Voraussetzungen sind eine vorherige Terminbuchung (Click&Meet) und die Erhebung der Kontaktdaten.

Die vorgesehenen weiteren Öffnungsschritte in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von nicht über 50 bzw. 100 in den Bereichen Außengastronomie, Kultur und Sport bleiben bis 12. April 2021 ausgesetzt.

Ab einer Inzidenz von 100 gilt in den einzelnen Regionen die "Notbremse" - dann greift eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Treffen sind dann nur noch mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich einer weiteren Person zulässig. Der Einzelhandel muss dann wieder schließen und auf "Click&Collect" umstellen.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Berlin

In Berlin gelten seit Karfreitag, 2. April, schärfere Kontaktbeschränkungen. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen sich Menschen im Freien nur noch alleine oder zu zweit aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung. Demnach können sich im Freien und zu Hause maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder werden in beiden Fällen nicht mitgezählt.

Ab Dienstag, 6. April, werden die Regeln für private Treffen drinnen nochmals verschärft. Tagsüber dürfen sich dann nur noch Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person zusammen aufhalten. Auch hier werden Kinder bis 14 nicht mitgezählt. Zwischen 21 und 5 Uhr sind dann gar keine Besuche mehr erlaubt.

Bereits seit Mittwoch, 31. März, gelten folgende Regelungen:

Der Einzelhandel kann weiter offen bleiben. Aber: In allen Geschäften, die über den täglichen Bedarf hinausgehen, müssen negative Corona-Tests vorgelegt werden. Ausgenommen sind systemrelevante Betriebe wie Supermärkte, Apotheken, Bäckereien und Drogerien. Eine Terminbuchung ist nicht mehr nötig - die maximalen Kundenzahlen gelten weiterhin

Körpernahe Dienstleister, wie Friseure, Kosmetiksalons, Tattoostudios, aber auch Museen oder Galerien dürfen ebenfalls offen bleiben, allerdings unter Vorlage eines negativen Corona-Tests.

Eine Verschärfung der Regeln gibt es für Unternehmen. Sie werden verpflichtet, ihren Mitarbeitern künftig zwei Mal in der Woche einen Corona-Test zu ermöglichen. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besteht keine Testpflicht.

Außerdem kommt eine Homeoffice-Pflicht für Unternehmen. Demnach sollen Firmen künftig 50 Prozent ihrer Büroarbeitsplätze im Homeoffice anbieten.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel am Corona-Kurs der Bundesländer zurückgewiesen. Es sei nicht klug, jetzt ein "Länder-Bashing" zu betreiben, so Müller im Gespräch mit dem heute journal.

Beitragslänge:
7 min
Datum:

Brandenburg

Brandenburg führt wegen der hohen Corona-Infektionszahlen über Ostern erneut eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens ein. Sie gilt vom 1. April bis zum Morgen des 6. April. Ausnahmen gibt es unter anderem für den Weg zur Arbeit. Bedingung ist eine regionale 7-Tage-Inzidenz von 100 oder mehr an drei Tagen in Folge. Diese Marke wurde bereits in den meisten Landkreisen übertroffen.

Modellprojekte zur Erprobung von Lockerungen sind zudem vorerst nicht möglich. Die neue Verordnung soll bis zum 18. April gelten.

Die "Notbremse" greift bei einer lokalen 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Dann soll auch der Einzelhandel - außer der des täglichen Bedarfs - wieder schließen. Es soll aber Abholmöglichkeiten geben. Friseure, Kosmetikstudios u.ä. sollen weiter offen bleiben.

In Landkreisen, in denen die "Notbremse" greift, gilt zudem, dass ein ein Haushalt sich nur mit einer haushaltsfremden Person (Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen) treffen darf. In Regionen, die unter einer 100er-inzidenz liegen, dürfen sich bis zu fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen.

Arbeitgeber werden zudem verpflichtet, Testkonzepte zu erarbeiten und Arbeitnehmern mindestens einen Corona-Test pro Woche zu ermöglichen. Neu geregelt wird auch die elektronische Kontaktnachverfolgung per Luca-App.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Bremen

Im Bundesland Bremen gelten seit dem 29. März wegen steigender Infektionsraten wieder schärfere Corona-Regeln.

Das sogenannte Terminshopping wird ausgesetzt, die erst vor kurzem geöffneten Museen, Ausstellungen und botanische Gärten müssen wieder schließen. Diese "Notbremse" ist in Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vorgesehen.

Bei Kontakten gilt: Maximal fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten dürfen zusammenkommen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind davon ausgenommen.

Zu den Regeln, die nun gelten, gehört auch, dass Sport im Freien nur noch allein, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts erlaubt ist. Diese Regelung gilt nicht für Kinder. Kinder bis 14 Jahre dürfen im Freien mit bis zu 20 Personen sowie mit zwei Trainern Sport treiben.

Und: Wenn Personen aus mehr als zwei Haushalten in einem Fahrzeug fahren, müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden.

In Bremerhaven müssen die Bürger bis zum 18. April zudem jeweils nachts zwischen 21 Uhr und 5 Uhr zuhause bleiben.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Hamburg

Seit Karfreitag gelten von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens Ausgangsbeschränkungen. Bewohner dürfen die Wohnung bis zum 18. April in dem Zeitraum nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen. Ausnahmen gelten beispielsweise für berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund oder Sport im Freien, allerdings immer nur für eine Person. 

Bereits seit dem 29. März ist das stadtweite Alkoholkonsumverbot, das seit Mitte Dezember gilt, aufgehoben. Stattdessen wird der Konsum alkoholischer Getränke zeitlich und räumlich begrenzt. Betroffen sind Orte, an denen es nach den Erfahrungen der Polizei zu Menschenansammlungen mit gemeinschaftlichem Trinken kommt.

Die Maskenpflicht wird weiter verschärft. Sie gilt nun auch für Mitfahrer in Autos, aber nicht für den Fahrer selbst. Wenn die Insassen zum selben Haushalt gehören, sind sie von der Pflicht befreit. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist weiterhin auch an zahlreichen belebten Orten im Freien vorgeschrieben.

Die seit dem 20. März geltende "Notbremse" bleibt unverändert. Weiterhin dürfen sich die Angehörigen eines Haushalts mit nur einer weiteren Person treffen. Kinder werden dabei nicht mitgezählt. Auch die meisten Geschäfte bleiben geschlossen, sofern sie nicht Güter des täglichen Bedarfs, Bücher oder Blumen verkaufen.

Gemäß der Vereinbarung von Bund und Ländern erlaubt der Senat die Möglichkeit von Modellprojekten, mit denen die Öffnung des gesellschaftlichen Lebens unter Corona-Bedingungen erprobt werden soll. 

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Hessen

In Hessen gilt seit dem 29. März:

Treffen im öffentlichen Raum sind mit bis zu zwei Hausständen erlaubt, jedoch maximal zu fünft. Es gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Zoos, botanische Gärten und Museen unter freiem Himmel bleiben geöffnet. Die Innenbereiche sind dagegen für den Publikumsverkehr geschlossen. Fitnessstudios bleiben geöffnet und dürfen nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden.

Beim Einkaufen wird die Regelung wieder gestrichen, dass Kunden Geschäfte nach einer Terminvereinbarung besuchen können. Künftig können sie Produkte im Einzelhandel nur noch online bestellen und vor Ort abholen.

Unter anderem bleiben Buchläden, Garten- oder Baumärkte - unabhängig von der Inzidenz - offen. Körpernahe Dienstleistungen wie etwa Kosmetikstudios bleiben erlaubt. Kunden sollen möglichst einen negativen Corona-Test nachweisen.

Sport für Kinder unter 14 Jahren unter freiem Himmel in Gruppen bleibt möglich. Der Individualsport ist entsprechend der geltenden Kontaktregel innen und außen möglich.

In Regionen mit steigenden Infektionszahlen sind individuelle Regelungen möglich, u.a. nächtliche Ausgangssperren.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Mecklenburg-Vorpommern

Seit Montag, dem 29. März, gilt bei Kontakten weiterhin: Maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen; Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammen wohnen, gelten als ein Haushalt.

Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenbaucenter bleiben landesweit geöffnet. Auch das Einkaufen in weiteren Geschäften, etwa für Kleidung, bleibt landesweit möglich, dafür ist allerdings eine vorherige Terminvereinbarung notwendig und dann beim Einkaufen ein negativer Corona-Schnelltest (ab 6. April, außer Rostock) vorzuzeigen. Das gilt vielerorts auch bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren und Kosmetikstudios.

Ist die Inzidenz in einem Landkreis oder den beiden kreisfreien Städten höher als 100, kann eine Ausgangsbeschränkung von 21 bis 6 Uhr verhängt werden. Steigt sie über 150, müssen Schließungen vorgenommen werden. Dazu zählen etwa Zoos, Tierparks, Museen und Fahrschulen.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Niedersachsen

Seit dem 29. März ist ein Treffen nur mit den Personen eines Haushalts und höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts zulässig, wobei Kinder dieser Personen bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren nicht einzurechnen sind und nicht zusammenlebende Paare als ein Haushalt gelten.

Die neue Corona-Verordnung in Niedersachsen enthält angesichts stark steigender Neuinfektionen jetzt Regeln für nächtliche Ausgangssperren in Hotspots. Liegt die Inzidenz bei über 100 dürfen die Mitglieder eines Haushalts zudem nur mit einer weiteren Person sowie den zugehörigen Kindern bis zu einem Alter von sechs Jahren zusammenkommen. Daneben können Maßnahmen wie eine erweiterte Maskenpflicht und ein Betretungsverbot mancher öffentlicher Orte wie Parks ergriffen werden.

Daneben steckt sie aber auch den Rahmen für Modellversuche zu Öffnungen in Handel, Gastronomie und Kultur ab - wenn diese an Schnelltests und digitale Nachverfolgung von Kontakten gekoppelt sind.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Nordrhein-Westfalen

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 gilt laut Corona-Schutzverordnung ab dem 29. März 2021 in NRW:

Treffen im öffentlichen Raum sind mit höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen möglich. Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Paare, unabhängig von den Wohnverhältnissen, gelten als ein Hausstand.

Der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter nicht übersteigen.

Der Betrieb von Zoos und Tierparks ist mit vorheriger Terminbuchung und bei sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro 20 Quadratmeter nicht übersteigen. Im Außenbereich gibt es keine Vorgabe zu den zulässigen Personen je Quadratmeter.

Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht durch den Verkauf von Waren für den täglichen Bedarf privilegiert sind (Lebensmittel, Drogerien, Blumenläden etc.) dürfen Terminshopping anbieten, unter der Voraussetzung, die Anzahl gleichzeitig anwesender Kunden auf einen Kunden pro 40 Quadratmeter zu beschränken. Eine vorherige Terminbuchung und eine zeitliche Begrenzung des Aufenthalts sind zwingend notwendig.

Nordrhein-Westfalen zieht trotz rasant steigender Corona-Zahlen keine landesweite Notbremse. Nur in Kommunen mit einer Wocheninzidenz über 100 müssen unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen.

Die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte dürfen aber Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnell- oder Selbsttest erlauben. Diese Ausnahme-Möglichkeiten müssen mit dem Gesundheitsministerium vorher abgestimmt werden.

Über das Osterwochenende sind die Kontaktbeschränkungen auch in Regionen mit hoher Corona-Inzidenz gelockert. Von Gründonnerstag bis Ostermontag (1. bis 5. April) dürfen sich landesweit unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, heißt es in der Corona-Schutzverordnung. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet.

Außer an Ostern gilt aber in Kommunen mit einer Inzidenz über 100, dass sich Menschen aus einem Hausstand nur mit einer weiteren Person im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Weitere Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Kanzlerin Merkel kritisiert die Öffnungspläne einiger Bundesländer und deutet an, dass der Bund notfalls auch ohne die Länder handeln könnte. Dafür erntet sie auch Kritik.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sind private Treffen im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

In Kommunen mit einer Inzidenz unter 100 ist die Außengastronomie mit Schnelltest, Reservierung und Kontaktnachverfolgung ebenso erlaubt wie erweitertes Terminshopping. Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten können mit Terminbuchung besucht werden. Individualsport ist nur außen möglich.

In Kommunen mit Werten über 100 gilt die Notbremse. Die genaue Ausgestaltung liegt bei den Kommunen. Bestandteile können unter anderem eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr sowie Treffen im öffentlichen Raum nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstands und einer Person eines weiteren Hausstands sowie die Rücknahme der Lockerungen beispielsweise in der Außengastronomie und beim Einzelhandel sein.

Präsenzgottesdienste sind unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen erlaubt. Gemeinde- und Chorgesang sind nach wie vor nicht möglich. Zwischen aufeinander folgenden Feierlichkeiten ist mindestens eine Stunde Abstand zum Lüften der Räumlichkeiten vorzusehen. Die Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet sein.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Saarland

Das Saarland will die Corona-Maßnahmen nach Ostern in einem Modellprojekt weitreichend lockern: Vom 6. April an - dem Dienstag nach Ostern - sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen.

Bei privaten Treffen und Veranstaltungen im Freien sollen nach dem Osterwochenende im Saarland bis zu zehn Personen erlaubt sein.

Auch Kontaktsport im Außenbereich soll dann wieder möglich sein - immer in Verbindung mit einem negativen Test. Wenn alles gut laufe, könne es weitere Öffnungsschritte nach dem 18. April geben - beispielsweise in der Gastronomie oder beim Ehrenamt.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat sich gegen Ausgangssperren ausgesprochen. Im Saarland wären diese unwirksam, da bereits strenge Kontaktbeschränkungen gelten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Sachsen

Mit der neuen Verordnung, die vom 1. bis 18. April gilt, weitet Sachsen unter anderem die Test- und Maskenpflicht in bestimmten Bereichen aus. Vieles ist künftig nur mit einem negativen Corona-Test möglich, etwa ein Friseurbesuch oder das Shoppen mit Termin.

Die privaten Kontaktbeschränkungen bleiben prinzipiell bestehen. Wie bisher dürfen sich zwei Hausstände mit höchstens fünf Personen treffen; Kinder unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt. In manchen Landkreisen und Städten gelten allerdings wieder strengere Bestimmungen.

Sachsen hat zudem die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit präzisiert. Ab 1. April greift die Regelung für Fußgängerzonen von 6 bis 24 Uhr, ebenso auf Spielplätzen, Wochenmärkten, Verkaufsständen und beim Abholen und Liefern von Speisen.

Auch wenn die Wocheninzidenz über 100 liegt, können Städte und Landkreise nach Ostern "Click & Meet" anbieten sowie Zoos, Museen, Galerien oder Gedenkstätten öffnen.

Bedingung ist allerdings, dass es in Sachsen nicht mehr als 1.300 Covid-19-Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser gibt. Zudem müssen Kunden und Besucher ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen. Garten- und Baumärkte bleiben geöffnet, zudem zählen fortan auch Babyfachmärkte zur Grundversorgung und dürfen inzidenzunabhängig öffnen.

Beschäftigte und Selbstständige mit direktem Kundenkontakt müssen sich wöchentlich zweimal testen. Der Arbeitgeber muss die Tests zur Verfügung stellen. Für den Friseurbesuch müssen Kunden einen negativen Test vorlegen.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Sachsen-Anhalt

Die Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt gilt vom 29. März bis einschließlich 18. April 2021. Die Kontaktregeln sind abhängig vom Inzidenzwert in den Kreisen.

Über die Ostertage ändert sich nichts Wesentliches: Für die Feiertage gelten dieselben Kontaktregeln wie bisher. In Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 sind Treffen mit bis zu fünf Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, erlaubt. Steht die Inzidenz drei Tage über 100, darf nur ein Gast zu Besuch kommen.

Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens und der Verbreitung von Virus-Varianten erfolgen in Sachsen-Anhalt keine weiteren Öffnungsschritte.

Nach Ostern will Sachsen-Anhalt im Rahmen von Modellprojekten unter strengen Hygienemaßnahmen weitere Öffnungsschritte wagen. Ziel der Projekte sei es, Öffnungsschritte unter Nutzung von Testungen zu untersuchen. Wichtig sei, dass das einzelne Modellprojekt räumlich eingegrenzt wird.

Die Genehmigung könne aufgehoben werden, wenn innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Covid-19-Neuinfektionen kumulativ den Wert von 200 je 100.000 Einwohner an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein hat den Shutdown bis zum 11. April verlängert. Damit gelten die bestehenden Einschränkungen für Freizeit, Kultur, Tourismus und Gastronomie überwiegend weiter. Lockerungen gibt es in Pflegeeinrichtungen. So wird unter anderem die Begrenzung auf zwei feste Personen zum persönlichen Besuch aufgehoben. 

Zudem können die Gesundheitsämter die Öffnung von Bädern für Gruppenschwimmkurse für Kinder (bis 14 Jahre) erlauben. Die bisherige Anzeigepflicht von Religionsveranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern bei der zuständigen Behörde entfällt. Gemeindegesang ist im Freien und mit qualifizierter Mund-Nasen-Bedeckung möglich. Strandkorbvermietungen können wieder öffnen.

Liegt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 und ist das Ausbruchsgeschehen nicht nahezu vollständig eingrenzbar, dürfen sich etwa Haushalte nur noch mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.

In Regionen mit hoher Inzidenz dürfen zudem nur noch Läden für den täglichen Bedarf wie Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Wochenmärkte oder Baumärkte öffnen. Es darf nur eine Person pro Haushalt einkaufen. Im übrigen Einzelhandel dürfen nur noch vorbestellte Waren abgeholt werden.

Bei Dienstleistungen mit Körperkontakt müssen Kunden in Hoch-Inzidenz-Gebieten künftig negative Tests vorlegen. Dies gilt nicht für medizinisch und pflegerisch notwendige Dienstleistungen sowie Besuche von Friseuren oder Nagelstudios. Sport ist nur mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person möglich.

In Gebieten mit eher niedrigen Inzidenzen will das Land ab 19. April zeitlich begrenzte Modellprojekte mit Öffnungsschritten in Tourismus, Kultur und Sport erlauben. Dies wird geknüpft an strenge Hygienevorkehrungen, umfassende Tests und die Möglichkeit einer elektronischen Nachverfolgung von Kontakten.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Die Dauercamper-Saison beginnt.

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Thüringen

Die neue Verordnung in Thüringen tritt zum 1. April in Kraft und gilt bis zum 24. April.

Private Treffen sind in Thüringen auf den eigenen Haushalt sowie einen weiteren Haushalt und maximal fünf Personen vorgesehen. Zudem will das Land bei einer stabilen landesweiten 7-Tage-Inzidenz von unter 200 ab 12. April "Click&Meet"-Einkäufe im Einzelhandel ermöglichen.

Unter anderem soll bei den Termin-Einkäufen ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Auch soll die Kontaktnachverfolgung sichergestellt werden. Sogar noch vorher sollen im Land Zoos und Tierparks unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen können - ab 10. April.

Zudem soll auch weiterhin die Möglichkeit für Modellprojekte in einzelnen Regionen unter bestimmten Voraussetzungen gegeben sein - etwa in Weimar.

Mehr Informationen auf dem landeseigenen Corona-Informationsportal.

Der Überblick wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.