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Kampf gegen Corona - Diskussion um mögliche Reisebeschränkungen

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Bundeskanzlerin Merkel und Bundesinnenminister Seehofer haben mögliche Einschränkungen für Urlaubsreisen ins Spiel gebracht. Dafür gibt es Zustimmung - und Kritik.

Trotz sinkender Infektionszahlen soll es möglicherweise zu weiteren Verschärfungen kommen. Die Angst vor hochansteckenden Mutationen ist groß.

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"Die Gefährdung, die von den zahlreichen Virus-Mutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Maßnahmen prüfen und in der Bundesregierung diskutieren." Mit diesen Worten gegenüber der "Bild"-Zeitung hat sich Innenminister Horst Seehofer für verschärfte Reisebeschränkungen stark gemacht.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich für schärfere Regeln bei Urlaubsreisen ausgesprochen. In einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion brachte sie nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP auch "bestimmte Vorkehrungen an der Grenze" ins Spiel.

Reisen aus Hochrisikogebieten -
Flugeinschränkung "könnte schnell gehen"
 

Horst Seehofer fordert Reisebeschränkungen vor allem im Flugverkehr. Auch Kanzlerin Angela Merkel hat ähnliche Pläne, berichtet ZDF-Korrespondent Theo Koll aus Berlin.

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FDP gegen strengere Reiseregeln

FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki hat die Bundesregierung vor einer drastischen Einschränkung des Reiseverkehrs in der Corona-Pandemie gewarnt.

Es helfen in der aktuellen Situation keine Flug- oder Reiseverbote, zumal ohnehin jeder Tests durchlaufen muss, sondern deutlich schnelleres Impfen.
Wolfgang Kubicki, Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender

Das sei der "verlässlichste und einzige Weg aus dieser Pandemie." Diese Bundesregierung verschleiere ihr Versagen und ersetze wirkliche Lösungen durch Symbolpolitik, sagte Kubicki den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Drosten: Einschränkungen sinnvoll

Der Virologe Christian Drosten hat Einschränkung des touristischen Flugverkehrs dagegen am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen" als "aus wissenschaftlicher Sicht" sinnvoll bezeichnet.

Angesichts sinkender täglicher Corona-Fallzahlen in Deutschland "muss man natürlich auf das achten, was von Außen kommt", sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité Berlin.

Virologe rät zur Vorsicht

Der Virologe, der die Bundesregierung berät, riet zugleich in der Debatte um mögliche Lockerungen der derzeitigen Corona-Restriktionen zu Vorsicht:

Wir werden zu irgendeinem Zeitpunkt so viele Menschen geimpft haben, dass das Virus sich nicht mehr von selbst verbreitet. (...) Die Frage ist nur: Wie lange dauert das?
Christian Drosten, Virologe

Er sei sich nicht sicher, dass dies schon in nächster Zeit geschehen werde. Wenn die Maßnahmen jetzt einfach beendet würden, "dann werden wir sicherlich erleben, dass das Virus sich wieder ganz stark vermehrt".

Verschärfte Maßnahmen noch bis Mitte Februar

Der aktuelle Shutdown in Deutschland gilt noch bis zum 14. Februar. FDP-Chef Christian Lindner verlangte am Dienstag eine klar definierte Perspektive für Lockerungen der Beschränkungen. Auch andere Oppositionsparteien fordern ein Plan für schrittweise Öffnungen.

Sollte sich Deutschland, ähnlich wie Israel, wegen der Gefahr durch Virus-Varianten abschotten? Innenminister Seehofer denkt laut darüber nach, den Flugverkehr massiv einzuschränken.

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