Sie sind hier:

Nun weltweit dritthöchster Wert - Corona-Tote: Russland korrigiert nach oben

Datum:

Bislang hat die russische Regierung eine eher niedrige Zahl an Corona-Toten gemeldet. Die russische Statistikbehörde veröffentlicht jetzt eine erheblich höhere Opferzahl.

Corona-Behandlung in einem Krankenhaus in Novosibirsk am 25.12.2020
Auch Russland kämpft derzeit mit einer zweiten Corona-Welle.
Quelle: dpa

Russlands Statistikbehörde hat am Montag neue Corona-Daten veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Corona-Toten erheblich höher als bisher von der russischen Regierung verkündet. Russland verzeichnet damit nun offiziell die dritthöchste Opferzahl weltweit.

Russland kämpft mit zweiter Welle

Allein im November stieg die Zahl der Todesfälle demnach um 55,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat: Waren es im November 2019 noch mehr als 141.000 Tote, starben rund 219.900 Menschen im November 2020 - mehr als 35.000 davon mit dem Coronavirus.

Seit Jahresbeginn gab es demnach nun mehr als 186.000 Corona-Tote im Land. Nur in den USA mit mehr als 330.000 Toten und Brasilien mit mehr als 190.000 Toten wurden mehr Opfer der Pandemie registriert. Zwischen Januar und November lag die Übersterblichkeit in Russland der Statistikbehörde zufolge bei 229.700 Todesfällen.

Zahl vor wenigen Tagen deutlich niedriger

Davon seien mehr als 81 Prozent auf Covid-19 zurückzuführen, teilte Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa laut russischen Nachrichtenagenturen mit. Als Übersterblichkeit wird eine im Vergleich zu anderen Zeiträumen oder Erwartungswerten erhöhte Sterberate bezeichnet.

Die Infektionszahlen bleiben hoch, der Kreml gelassen. Obwohl in Russland bereits seit Anfang Dezember im großen Stil geimpft wird, bleiben viele Menschen skeptisch.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

An Heiligabend hatten die russischen Behörden die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie noch mit gut 53.000 angegeben. In die Bilanz der russischen Regierung flossen nur Fälle ein, bei denen Covid-19 durch eine Autopsie als Todesursache zweifelsfrei bestätigt wurde. Das Statistikamt hingegen listet auch Fälle auf, bei denen davon ausgegangen wird, dass Covid-19 nur Begleiterkrankung war. Die Opferbilanz des Statistikamtes ist daher rund dreieinhalb Mal höher als die der Regierung.

Experten: Zweifel an bisherigen Zahlen

Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als drei Millionen Infektionen mit dem Coronavirus in Russland nachgewiesen. Dies ist die vierthöchste Fallzahl der Welt. Experten hatten daher bereits Zweifel an der bislang relativ niedrigen offiziellen Opferzahl geäußert, auf deren Grundlage die russischen Behörden ihre Strategie gegen das Virus für erfolgreich erklärten.

Derzeit kämpft Russland mit einer zweiten Pandemie-Welle. Dennoch will die russische Regierung aus Rücksicht auf die Wirtschaft einen weiteren Lockdown vermeiden. Sie setzt im Kampf gegen die Pandemie auf den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V.

Moskau beginnt mit der Massenimpfung gegen Covid-19

Russlands "Sputnik V" -
"Womöglich ein wirksamer Impfstoff"
 

Am Wochenende haben in Russland die ersten Massenimpfungen mit "Sputnik V" begonnen. Experten halten den Impfstoff vom Prinzip her für geeignet. Es bleiben aber Fragen.

von Katja Belousova

Zahl der Impfwilligen in Russland niedrig

Wie viele Menschen in Russland bereits geimpft wurden, haben die Behörden bislang nicht mitgeteilt. Der Impfstoff-Entwickler, das staatliche Gamaleya-Forschungsinstitut, teilte am Montag mit, dass bisher rund 700.000 Dosen ausgeliefert worden seien.

In einer Umfrage des staatlichen Instituts VTsIOM vom Mittwoch hatten allerdings nur 38 Prozent der Befragten in Russland angegeben, dass sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.