Sie sind hier:

Schäuble, Scholz, Corona-Kosten - Mehrheit für Besteuerung von Besserverdienern

Datum:

Konjunkturpaket, Novemberhilfe, Mehrwertsteuersenkung. Aufgrund der Shutdowns hat der Bund Milliardenhilfen bereitgestellt. Die müssen finanziert werden. Eine Idee: höhere Steuern.

Die erste Corona-Welle im Frühjahr hat Deutschland gut gemeistert, die zweite Welle aber trifft das Land hart. "Berlin direkt" zeigt, vor welchen Aufgaben die Politik jetzt steht.

Beitragslänge:
20 min
Datum:

78 Prozent der Deutschen sind dafür, zur Bewältigung der Corona-Krise sehr hohe Einkommen stärker zu besteuern. Das ergab eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für die ZDF-Dokumentation "Land im Fieber - Die Folgen der Corona-Krise". 20 Prozent sind demnach dagegen (Weiß nicht: zwei Prozent).

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zeigt sich offen dafür, das Steuersystem in dieser Richtung zu verändern. Priorität habe die Reduzierung von Ausgaben und die Stärkung der Wirtschaftskraft. Wenn das zu einer Veränderung der Steuerbelastung führe, "geht die Welt auch nicht unter", so Schäuble in der "Berlin Direkt"-Dokumentation.

Infografik: Mehrheit der Deutschen will mehr Steuern auf höhere Einkommen
Quelle: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

CDU gegen höhere Steuern für höhere Einkommen

Schäuble stellt sich damit gegen die bisherige Linie der CDU. Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer weist in derselben Dokumentation Überlegungen zurück, Menschen mit höheren Einkommen und Vermögen stärker zur Kasse zu bitten.

Entweder man mache den Kreis der Mehrbelasteten sehr klein. "Dann bekommen Sie aber in der finanziellen Wirkung nur einen vergleichsweise kleinen Betrag", so Kramp-Karrenbauer. "Oder Sie machen den Kreis so groß, dass viele feststellen werden, dass auch sie unter die Definition der Besserverdienenden fallen. Und ob dann die Bereitschaft noch so groß ist, weiß ich nicht." Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt Mitte Dezember im Bundestag eine Vermögensabgabe abgelehnt.

geschlossene gastro

Linken-Anfrage an Finanzminister - Corona-Kosten: Bis zu 1,3 Billionen Euro 

1,3 Billionen Euro - etwa: Die Bewältigung der Corona-Krise hat Bund und Länder in diesem Jahr eine gewaltige Summe gekostet.

Scholz: Steuer für Besserverdiener "solidarisch" und "fair"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bekräftigt in der ZDF-Dokumentation seine Forderung nach einer stärkeren Besteuerung von hohen Einkommen: "Für mich ist ganz klar, dass wir nur eine Chance haben, die Zwanzigerjahre gut für unser Land zu gestalten, wenn wir ein solidarisches und faires Land sind. Das hat dann Konsequenzen für die Art und Weise, wie wir den Sozialstaat organisieren, aber auch für das Steuersystem."

Für die repräsentative Umfrage interviewte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen telefonisch 1.246 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Die Corona-Pandemie zerrt an der ganzen Welt - und wird zur Zerreißprobe. Mit welchen Folgen ist in den kommenden Jahren zu rechnen und wie kann man entgegenwirken?

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Eine alte FFP2-Maske liegt auf dem Boden. Symbolbild

Nachrichten | heute 19:00 Uhr - Debatte über Corona-Lage 

Die Diskussion um das Ende der "epidemischen Lage" dauert an. Obwohl die Inzidenzen weiter steigen, will Gesundheitsminister Spahn den Ausnahmezustand Ende November aufheben.

23.10.2021
von Heiko Bieser
Videolänge
1 min
Datengrafik-Teaser: RKI meldet steigende Inzidenzen
Grafiken

Corona in Deutschland - Inzidenz von 100 - was bedeutet das? 

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Mai erstmals wieder bei 100. Wie verläuft die Kurve im Vergleich zum letzten Jahr und wie schätzen Virologen die Lage ein? Ein Überblick.

von Katharina Schuster
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.