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Vor Bund-Länder-Beratungen - Die Schule bleibt ein Corona-Sorgenkind

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Wenn Merkel und die Ministerpäsidenten heute über den Shutdown beraten, geht es auch um die Schulen: öffnen oder zulassen? Für Eltern wie Stephen Reygate ist beides schwierig.

Deutschlands Schüler lernen - zuhause vor dem Bildschirm. Doch Homeschooling ist keine Dauerlösung, wie Studien zeigen.

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Stephen Reygate aus Hamburg ist Vater von zwei Kindern (vier und sechs Jahre) und sieht sich von der derzeitig in Hamburg abgeschafften Präsenzpflicht an Schulen unter Druck gesetzt.

Wir stehen wieder vor der Entscheidung, gibt man die Kinder in die Schule oder lässt man sie daheim.
Stephen Reygate, Familienvater aus Hamburg

Er arbeitet als Digitalmanager bei einem Pharmakonzern, auch seine Frau ist in Teilzeit berufstätig. Beide können im Homeoffice arbeiten, die Betreuung der Kinder bringt sie dennoch an ihre Grenzen. "Beim ersten Lockdown haben wir gemerkt, dass wir nur in Schichten arbeiten können. Gleichzeitig arbeiten und zwei kleine Kinder zu betreuen, das funktioniert nicht."

Die Corona-Zahlen in Deutschland sind hoch – zu hoch. Der aktuelle Shutdown muss deswegen wohl verlängert werden. Auch die Schulen bleiben davon nicht verschont.

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Stephen Reygate gehört zu hunderten von Eltern, die auf Twitter ihrem Unmut über die Schulpolitik in der Corona-Krise Luft machen.

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Reygate findet, dass die Politik die Verantwortung auf die Eltern verlagert. Denn trotz der Belastung durch die Betreuung daheim sei ihm der gesundheitliche Schutz seiner Kinder sehr wichtig: "Entweder man versucht unter Einsatz all seiner Kräfte, die Kinder zuhause zu betreuen, und arbeitet dann bis in die Abendstunden oder man schickt sie in die Schule und in die Kita und hat ein massiv schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber."

Unklarheit bei Elternentschädigung

Unklar ist für Reygate derzeit auch die Regelung bei der Elternentschädigung. Sie sieht vor, Eltern finanziell zu entschädigen, wenn sie nicht arbeiten können, weil ihre Kinder aufgrund der Lockdown-Situation zuhause bleiben müssen. Bis vor kurzem griff diese Regelung nur, wenn die Schule wirklich geschlossen war. In Reygates Wohnort Hamburg wurde jedoch lediglich die Präsenzpflicht abgeschafft. Bislang hatte er somit keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Nun greift die Entschädigungsregelung auch in diesem Fall, erklärt der Fachanwalt für Arbeitsrecht Nils Wigger:

Seit dem 16. Dezember 2020 besteht für Eltern auch dann ein Anspruch, wenn Schulferien verlängert wurden oder die Präsenzpflicht abgeschafft wurde.
Nils Wigger, Anwalt für Arbeitsrecht

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Entschädigungen auch bei Wechselunterricht

Neben der neuen Regelung zur Präsenzpflicht gebe es noch eine zweite wichtige Neuerung für Eltern, so Wigger. "Tritt der sogenannte Wechselunterricht in Kraft, dann kann die Elternentschädigung jeweils für die Tage beantragt werden an denen das Kind von zuhause aus am Schulunterricht teilnimmt", erklärt er. Dies wiederum müsse dem Arbeitgeber mitgeteilt werden. Zum Beispiel mithilfe des Stundenplans des Kindes.

Für Stephen Reygate ist die Elternentschädigung durch die neue Regelung nun zu einer Option geworden. Auch für sein vierjähriges Kind wäre eine Entschädigung möglich, denn auch Eltern von Kita-Kindern erhalten bei einem Betreuungsausfall Anrecht auf die Elternentschädigung.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung dieses Beitrags haben wir geschrieben, dass Eltern von Kita-Kindern kein Anrecht auf die Elternentschädigung haben. Das ist so nicht korrekt, wir haben die Passage korrigiert.

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