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Schrittweise Rückkehr geplant - KMK: Schulen und Kitas nächste Woche öffnen

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Morgen findet der Corona-Krisengipfel statt. Schon jetzt haben die Kultusminister der Länder beschlossen: Schulen und Kitas sollen ab nächster Woche öffnen - schrittweise.

„Wir haben Konzepte mit wissenschaftlich fundierter Basis entwickelt“, so Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, CDU. Maßnahmen für Schulen seien situationsabhängig, so sei der Schulbetrieb in der Stadt anders zu bewerten als der auf dem Land.

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Die Kultusminister der Länder sprechen sich bei weiter sinkenden Corona-Zahlen dafür aus, dass die Schulen ab der kommenden Woche schrittweise wieder aufmachen. Einen entsprechenden Beschluss fassten sie am Montagabend in einer Schaltkonferenz, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden.
Positionspapier der Kultusministerkonferenz

Einstimmiger Beschluss der KMK

Erste Entscheidungen in den Ländern fallen bereits: Sachsen, das im Dezember als erstes Bundesland flächendeckende Schul- und Kitaschließungen angeordnet hatte, kündigte am Dienstag auch als erstes an, Grundschulen und Kitas ab kommenden Montag in einem eingeschränkten Betrieb wieder zu öffnen. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) teilte das nach einer Kabinettssitzung mit.

Es wird heiß diskutiert. Einen Tag vor dem Bund-Länder-Treffen zeichnet sich ab, dass trotz sinkender Infektionszahlen der Shutdown bis Ende Februar verlängert wird. Lockerungen soll es wohl auch geben.

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Die brandenburgische Bildungsministerin und derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst, sagte:

Die KMK hat einstimmig beschlossen, dass beginnend ab dem 15. Februar 2021 nach den Abschlussklassen auch die unteren Jahrgänge wieder zur Schule gehen sollen, wenn die gute Entwicklung der Inzidenzwerte anhält.
Britta Ernst, KMK-Präsidentin

Dies gebe man der Ministerpräsidentenkonferenz mit auf den Weg. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen nach dem bis Ende dieser Woche befristeten Shutdown.

Länder setzen Rahmenvereinbarungen um

Die meisten Kitas und Schulen in Deutschland sind seit Mitte Dezember geschlossen oder nur in stark eingeschränktem Betrieb. Für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen und für Kita-Kinder und Grundschüler Betreuungsangebote, wenn Eltern keine anderen Möglichkeiten haben. In Niedersachsen findet seit Januar an Grundschulen auch bereits in eingeschränkter Form Unterricht statt.

Bei den regelmäßigen Krisengesprächen zwischen Bund und Ländern über die Corona-Maßnahmen werden im Bereich Schulen und Kitas nur Rahmenvereinbarungen getroffen. Das konkrete Vorgehen regeln die Länder in Verordnungen selbst, weil sie für Bildungseinrichtungen selbst zuständig sind.

Karl Lauterbach am 29.01.2021 in Berlin

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Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach spricht sich gegen Lockerungen der Corona-Regeln aus. Es drohe eine dritte Welle mit noch ansteckenderen Mutanten.

"Homeoffice kein guter Lernort"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet sagte im Düsseldorfer Landtag, Schulen und Kitas seien das "entscheidende Thema" bei den Bund-Länder-Beratungen mit Merkel. Man könne so viele Tablets anschaffen wie man wolle: "Das Homeoffice für Kinder ist kein guter Lernort."

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte: "Wir gehen jetzt erstmal stufenweise vor. Priorität haben Kindertagesstätten und Grundschulen. Darin besteht Konsens zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten."

Konzept für Schulen bis Ostern gefordert

Im Beschluss von Montagabend wird mit Blick auf mögliche Lockerungen an den Schulen auf den Stufenplan der KMK von Anfang Januar verwiesen. Dieser empfiehlt, dass der Schulbetrieb je nach Infektionslage beginnend mit den Grundschülern schrittweise wieder aufgenommen wird. Anschließend sollen ältere Schüler zunächst im Wechselmodell zurück an die Schulen. Dabei werden Klassen geteilt und abwechselnd in der Schule und zu Hause per sogenanntem Homeschooling unterrichtet.

"Im Interesse einer ausreichenden Planungssicherheit für alle Beteiligten und mit Blick auf den organisatorischen Aufwand für die Schulen sind Perspektiven für Schulbetriebsmodelle anzustreben, die bis Ostern Gültigkeit haben", heißt es im aktuellen Beschluss der Kultusminister.

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