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Lehrerverband übt scharfe Kritik - "Es ist tatsächlich ein Trauerspiel"

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Heinz-Peter Meidinger vom Lehrerverband übt im ZDF-"Morgenmagazin" scharfe Kritik am Krisenmanagement in der Schulpolitik und fordert einen Masterplan.

"Die Politik hat im März nicht erkannt, wie wichtig Digitalisierung an Schulen ist", sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, über digitale Lernplattformen.

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Seit vergangenen Mittwoch lernen die meisten Schülerinnen und Schüler von zuhause aus. Viele digitale Lernplattformen funktionierten oftmals jedoch schlecht oder nicht. Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, kritisierte im ZDF-"Morgenmagazin" den holprigen Start ins Homeschooling.

Nach wie vor gebe es in kaum einem Bundesland eine funktionierende Lernplattform und im letzten halben Jahr sei wenig dafür getan worden, Lernplattformen enstprechend aufzurüsten, so Meidinger.

Es ist tatsächlich ein Trauerspiel.

Lehrerverband kritisiert Alleingang der Länder

Er mahnte an, dass man in den letzten Monaten natürlich genügend Zeit gehabt hätte, solche Lernplattformen immer wieder zu testen und zu verbessern.

Ich verstehe bis heute nicht, warum jedes Land hier das Rad neu erfinden muss. Da hätte es eigentlich einer gemeinsamen Anstrengung bedurft.

Versäumnisse bei Digitalisierung in Corona-Pandemie

Meidinger sieht zwei Ursachen für die Probleme bei der Digitalisierung.

Zum einen habe die Politik im März nicht erkannt hat, wie wichtig Digitalisierung von Schulen ist. Und zum anderen habe man voll auf Präsenzunterricht gesetzt und dabei ausgeblendet, dass es auch mal wieder zu einer Phase des Distanzlernens kommen könne.

Zudem seien die Schulen extrem unterschiedlich ausgestattet. Und wenn die Ausstattung fehle, nütze auch die Lehrerfortbildung nichts.

In der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung an Schulen einen Schub bekommen. Doch es läuft es noch lange nicht rund: Denn selbst wenn Endgeräte da sind, heißt das noch nicht, dass die Technik auch zuverlässig funktioniert.

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Wissenslücken durch Homeschooling im Frühjahr

Meidinger sieht durch den ersten Shutdown nach wie vor Wissenslücken bei den Schülern. "Deswegen fordern wir von allen Schulministerien, dass jetzt ein Masterplan entwickelt wird, wie man langfristig tatsächlich das Bildungsniveau sichert."

In mehreren Ländern hatte es seit Beginn des neuerlichen Shutdowns durch die Corona-Pandemie Ausfälle bei den Plattformen gegeben. Dies betraf etwa das bayerische System Mebis sowie Lernraum Berlin. Auch bei der sächsischen Lernplattform Lernsax hatte es Störungen sowie einen Hackerangriff gegeben.

Schulpolitik in Corona-Pandemie - Giffey: Stück weiter - Lehrerverband kritisch 

"Wir sind ein Stück weiter als im Frühling", sagt Bundesfamilienministerin Giffey im ZDF zu den Schulen in der Corona-Pandemie. Kritik an der Schulpolitik kommt vom Lehrerverband.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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