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Angst vor Omikron-Welle - Lehrerverband: Schulschließungen kein Tabu

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Der Lehrerverband will Schulschließungen angesichts einer drohenden Omikron-Welle nicht ausschließen. Kinder- und Jugendärzte sind strikt dagegen - und warnen vor massiven Folgen.

23.12.2021, Nordrhein-Westfalen, Köln: "Frohe Ferien" steht an der Tafel in einem Klassenzimmer der Heinrich-Böll-Gesamtschule Köln, in dem die Stühle am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien auf die Tische geräumt wurden.
Mit dem Ende der Winterferien und vor dem Hintergrund einer drohenden Omikron-Welle beginnt erneut die Diskussion um Schulschließungen.
Quelle: dpa

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen dürfen nach Auffassung des Lehrerverbands auch erneute Schulschließungen kein Tabu sein. Die Schulen sollten zwar so lange wie möglich offen gehalten werden, Distanz- und Wechselunterricht sollten jedoch nicht ausgeschlossen werden, sagte der Präsident des Lehrerverbands, Hans-Peter Meidinger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Wenn ein kurzer gesellschaftlicher Lockdown samt begrenzter Distanzunterrichtsphase dazu führe, die Omikron-Welle zu brechen und anschließend wieder zum Präsenzbetrieb übergehen zu können, sei das besser, als im restlichen Schuljahr mit ständigen Einschränkungen und Infektionsausbrüchen leben zu müssen.

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Kritik an der Kultusministerkonferenz

Der Kultusministerkonferenz sei es bislang nicht gelungen, "einheitliche Kriterien und einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für Gesundheitsschutzmaßnahmen an Schulen zu entwickeln, an den sich dann auch alle gehalten haben", kritisierte Meidinger.

Meidinger äußerte sich besorgt, dass die Coronavirus-Variante Omikron die Unterrichtsabdeckung "dramatisch gefährden" könne. Falls mehr als zehn Prozent eines Kollegiums fehlten, könne der Stundenplan kaum mehr erfüllt werden.

Booster-Impfungen, Omikron und der Weg zur Endemie: Virologe Christian Drosten erklärt im heute journal, was er 2022 - im dritten Pandemie-Jahr - erwartet.

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Kinder- und Jugendärzte protestieren

Kinder- und Jugendärzte kritisierten die Debatte über Schulschließungen. Es sei unerträglich, dass einzelne Politikerinnen und Politiker jetzt schon wieder über einen solchen Schritt nachdächten, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Das hätte massive und dauerhafte Folgen für die Kinder und Jugendlichen, die Schäden waren in der Vergangenheit enorm.
Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte

Fischbach weiter: "Würde es nach den Ferien zu erneuten Schulschließungen kommen, wäre das ein klarer Ausdruck von Politikversagen."

Vor allem schwache Schüler und Schülerinnen hatten im Lockdown schwer zu kämpfen. Auswirkungen wie Unruhe und Zurückgezogenheit bereiten den Lehrenden jetzt Sorgen.

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Kultusminister ziehen Konferenz vor

Angesichts einer drohenden neuen Corona-Welle wollen die Kultusminister- und ministerinnen der Länder am kommenden Mittwoch kurzfristig in einer Videokonferenz über die Lage an den Schulen beraten. Das teilte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag nach einer digitalen Sitzung des Präsidiums mit.

Die nächste reguläre KMK-Sitzung war ursprünglich erst für den 10. Februar geplant - und damit nach der für den 7. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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