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Deutscher Lehrerverband - Vorschlag: Schuljahr freiwillig wiederholen

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Schüler sollten ein Schuljahr wegen Corona wiederholen können, ohne als "Sitzenbleiber" zu gelten - fordert zumindest der Lehrerverband So könne Lernstoff nachgeholt werden.

Lehrer und Schüler Mundschutzmaske im Präsenzunterrich am 11.11.2020 an einer Schule in München
Eine freiwillige Wiederholung des Schuljahres für lernschwache Schüler soll den Druck von den Lernenden nehmen.
Quelle: dpa

Der Deutsche Lehrerverband fordert, lernschwachen Schülerinnen und Schülern bundesweit anzubieten, das Schuljahr wegen der Corona-Pandemie freiwillig zu wiederholen - ohne dass sie als "Sitzenbleiber" gelten.

"Es gibt eine Schülergruppe, die braucht ein Jahr zusätzlich", sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger dem "Tagesspiegel". Spätestens bei den Abschlussprüfungen oder im Abitur würden diese Jugendlichen sonst scheitern.

Lehrerin Anika Buche hat gerade ein Konzept für virtuelle Klassenräume erarbeitet, kurz darauf braucht dank Corona eine ganze Schule ihre Digitalkompetenz.

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Lernstoff nachholen per Wiederholungsjahr

"Der Schüler geht dann mit weniger Rüstzeug von der Schule - und hat im weiteren Leben schlechtere Chancen", warnte Meidinger. In einem Wiederholungsjahr könnten die Schüler gezielt Lernstoff nachholen und gefördert werden.

Ideen wie automatische Versetzungen, ein halbes Extra-Schuljahr oder einen generellen Verzicht auf Sitzenbleiben und Noten wies er zurück.

Es ist besser, jetzt Druck wegzunehmen, zu sagen, das Schuljahr ist so nicht zu schaffen, ihr braucht und bekommt mehr Zeit.
Heinz-Peter Meidinger

Bund und Länder: Schulen bis Mitte Februar geschlossen halten

Das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ist auch heute schon möglich. Mancherorts wird dies allerdings als Wiederholung wegen Nichtversetzung gewertet. Das bedeutet, dass ein Jugendlicher unter Umständen die Schule verlassen muss, wenn er eine Klasse freiwillig wiederholt und am Ende des Schuljahres nicht versetzt wird. [Worauf sich Bund und Länder noch geeinigt haben, lesen Sie hier.]

Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, den Corona-Shutdown bis Mitte Februar zu verlängern. Auch Schulen und Kitas sollen bis dahin weiter geschlossen bleiben.

Anderes Land, anderer Umgang mit Corona. Auch beim Thema Schule. Estland zeigt als digitaler Vorreiter, wie gut Home-Schooling klappen kann. Anderenorts klappt das eher nicht.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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