ZDFheute

Bund und Länder wollen Laptops für Lehrer

Sie sind hier:

Digitale Bildung - Bund und Länder wollen Laptops für Lehrer

Datum:

Jeder Lehrer soll einen Dienstlaptop bekommen. Schulen sollen zügig ans schnelle Internet angeschlossen werden. Bund und Länder wollen dafür 500 Millionen Euro ausgeben.

Angesichts der Corona-Krise wollen Bund und Länder die Digitalisierung an Schulen vorantreiben. Vorgesehen sind Dienstlaptops für Lehrer und günstige Internetzugänge für Schüler.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Das Versprechen ist nicht neu. Bessere digitale Bildung sollte zuletzt der Digitalpakt Schule bringen. Fünf Milliarden Euro sollten ab dem vergangenen Jahr an die Schulen fließen. Zum Beispiel für Laptops oder WLAN in den Klassenzimmern. Doch das Geld kommt bis heute kaum an den Schulen an. Corona zeigt, wie sehr deutsche Schulen digital hinterherhinken.

Doch das soll jetzt anders werden. Wieder einmal. Am Donnerstagabend haben sich Bund und sieben Bundesländer auf ein 500 Millionen Euro schweres Bildungspaket verständigt. An den Gesprächen im Kanzleramt nahmen neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch SPD-Chefin Saskia Esken und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) teil.

Alle Schulen sollen schnelles Internet bekommen

Laut Regierungssprecher Steffen Seibert sollen "schnellstmöglich alle Schulen in der erforderlichen Weise an das schnelle Internet" angeschlossen werden. Außerdem solle Schülerinnen und Schülern zu Hause ein bezahlbarer Zugang zum Internet für weniger als monatlich zehn Euro ermöglicht werden. Lehrende sollen Endgeräte bekommen. Nach Informationen der dpa sind Dienstlaptops für alle Lehrerinnen und Lehrer geplant.

Deutschlands Schulen hinken bei der Digitalisierung hinterher. Warum wird so oft analog unterrichtet? Wo bleiben digitale Konzepte? Und wo bleibt das Geld aus dem Digitalpakt?

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Allerdings hinkt der Ausbau des schnellen Internets in Deutschland generell hinterher. Ihr Ziel, bis 2018 überall in Deutschland Internetanschlüsse mit einer Geschwindigkeit von 50 MBit pro Sekunde zu ermöglichen, hatte die Bundesregierung krachend verfehlt. Beim Ausbau des schnellen Netzes ist oft nicht das Geld das Problem. Oft fehlt es an handwerklichen Betrieben, die eine schnelle Leitung legen könnten.

Bund und Länder wollen Schulschließungen vermeiden

Während der coronabedingten Schulschließungen haben sich Schülerinnen und Schüler täglich nur noch halb so lange mit der Schule beschäftigt. Laut einer ifo-Umfrage konnte das digitale Homeschooling den Unterrichtsausfall nicht einmal annähernd ausgleichen. Lehrende berichteten, sie hätten während der Schulschließungen Arbeitsblätter ausgedruckt und ihren Schülern per Post geschickt.

Konkrete Beschlüsse hat die Runde im Kanzleramt noch nicht gefällt. Wohl aber sollen Schulen trotz steigender Infektionszahlen offen bleiben: "Es besteht Einigkeit über das gemeinsame Ziel, erneute komplette und flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas möglichst zu vermeiden", so Regierungssprecher Seibert. "Wir alle müssen Sorge dafür tragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung verwirklichen können", sagt Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Dem Autor auf Twitter folgen: @dominikrzepka

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.