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Verbände wollen Entscheidungen - Konzepte zum Schulbetrieb 2021 gefordert

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Bildungsverbände fordern frühzeitige Entscheidungen, wie es an den Schulen in Deutschland im neuen Jahr unter Corona-Bedingungen weitergehen soll.

Eine Corona-Hinweistafel steht im leereren Eingangsbereich einer einer geschlossenen Schule in Hamburg
Ein geschlossenes Gymnasium in Hamburg
Quelle: dpa

Angesichts einer möglichen Verlängerung des Corona-Shutdowns fordern mehrere Bildungsverbände die Politik auf, zeitnah Entscheidungen für den weiteren Alltag an Schulen zu treffen.

"Es ist abzusehen, dass die Lockdown-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden müssen" sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Lehrer, Schüler und Eltern bräuchten Konzepte rechtzeitig, um sich auf die Situation einstellen zu können.

Ansagen am Freitag, die am Montag umgesetzt sein sollen, darf es nicht mehr geben.
GEW-Chefin Marlis Tepe

GEW: Verlängerte Ferienzeit nutzen

Kurzfristig bekannt gegebene Pläne hätten die Betroffenen in der Vergangenheit "oft genug vor unlösbare Probleme gestellt", kritisierte Tepe.

Am 5. Januar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten. Kultusministerien und Schulbehörden müssten die verlängerte Ferienzeit nutzen, um tragfähige Konzepte für unterschiedliche Szenarien zu entwickeln, forderte die GEW-Chefin.

Schüler in einem Klassenzimmer

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Forderung nach Wechselunterricht

"Dazu gehört, sich endlich von der Schimäre des bedingungslosen Offenhaltens der Schulen zu verabschieden." Die Schulen müssten auf Wechselunterricht umstellen.

Nur so könne das Recht auf Bildung aufrechterhalten werden, nur so könnten die Lehrer den Kontakt zu den Schülern halten. Und nur so könne es gelingen, insbesondere ohnehin benachteiligte Kinder und Jugendliche nicht zu verlieren.

Schüler einer 13. Klasse sitzen mit Mund-Nasen-Schutz in einem Klassenzimmer während des Unterrichts. Bildungsgewerkschaften fehlt es nach dem Bund-Länder-Treffen an klaren Maßnahmen für den Schulunterricht.

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Konsequenzen für Prüfungen

Auch das Thema Prüfungen treibt Bildungsgewerkschaften und -verbände um. "Prüfungen und Tests, die zurzeit nicht viel mehr als soziale Ungleichheiten widerspiegeln, sollen ausgesetzt werden", forderte GEW-Chefin Tepe.

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, forderte im RND von der Kultusministerkonferenz "dringend Aussagen", wie Prüfungen durchgeführt und bewertet werden sollen, "aber auch welche Anpassungen an den Curricula und der Anzahl der Leistungstest sowie deren Inhalt vorgenommen werden".

Datenerhebung zu Ausfällen

Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, sagte dem RND: "Die Kultusministerien müssen die realen Daten erheben, wie viel Unterricht in diesem Schuljahr und im letzten Schuljahr im Vergleich zu den letzten Schuljahren bisher ausgefallen ist. Daraus müssen entsprechende Konsequenzen für Prüfungen und für die Förderung von Schülerinnen und Schülern gezogen werden."

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