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Kultusminister beraten - Wie geht es in den Schulen weiter?

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Inmitten der dritten Welle gehen die Osterferien zu Ende und die Kultusministerkonferenz berät, wie es an den Schulen weitergehen soll. Bislang planen die Länder unterschiedlich.

Archiv: Schüler und Schülerinnen der Städtischen Integrierten Gesamtschule Paffrath gehen durch den Eingang der Schule, an dessen Scheiben Hinweiszettel kleben, die auf die Maskenpflicht und die Abstandsregeln hinweisen.
Kultusminister beraten über Schule nach den Osterferien.
Quelle: dpa

Die Kultusminister und Kultusministerinnen der Länder beraten über das weitere Vorgehen an den Schulen. In den meisten Bundesländern enden diese Woche die Osterferien.

Überraschende Entscheidungen für ein einheitliches Vorgehen oder bundesweite Schulschließungen zeichnen sich aber nicht ab. Über Schulfragen entscheiden die Länder zudem grundsätzlich selbst.

Wie sieht es derzeit aus?

Im Februar waren nach wochenlangen Schließungen zunächst die Grundschüler in Deutschland wieder in die Einrichtungen zurückgekehrt. Auch Abschlussklassen bekommen schon länger wieder Unterricht in der Schule.

Die Jahrgänge dazwischen kamen im März Schritt für Schritt zurück - meist in geteilten Gruppen mit sogenanntem Wechselunterricht.

Der Rückkehrprozess war aber vor Ostern noch nicht überall abgeschlossen. Einige Schüler waren seit Dezember nicht mehr in ihrer Schule.

Die Kitas sind zu und auch viele Schulkinder sind nach wie vor zu Hause. Für Eltern oft eine große Belastung. Im Internet machen sie sich Luft.

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Inwieweit werden Schnelltests in den Schulen verwendet?

Millionen einfacher Schnelltests wurden in den vergangenen Wochen für die Schulen beschafft. Ein Mangel besteht, nach allem was zu hören ist, nicht mehr. Schüler und Lehrer sollen sich künftig möglichst zwei Mal pro Woche testen.

Auch das setzen die Länder unterschiedlich um: Die meisten schreiben Tests zur Teilnahme am Präsenzunterricht jetzt vor. Andere, wie Hessen oder Rheinland-Pfalz setzen auf Freiwilligkeit. Die Tests gibt es je nach Bundesland entweder mit nach Hause, oder es wird gemeinsam in der Schule getestet.

Corona-Symptome bei Kindern und Erwachsenen

Die Selbsttests sind zwar nicht so genau wie PCR-Tests, die Hoffnung ist aber, dass damit wenigstens ein Teil derjenigen entdeckt wird, die sich angesteckt haben. "Infektionsketten unterbrechen", heißt das Stichwort.

Lesen Sie hier, inwieweit die dritte Welle sich auf Infektionen in Kitas und Schulen auswirkt.

Wie steht es mit der Corona-Impfung für Lehrkräfte?

Viele Grundschullehrer dürften inzwischen mindestens einmal geimpft sein, nachdem sie in der bundesweit festgelegten Impfreihenfolge nach vorn genommen wurden.

Es gibt auch Bundesländer, die Lehrkräften höherer Klassenstufen schon eine Impfung anbieten. Bundesweit stehen sie in der Impfreihenfolge aber noch weiter hinten.

Werden Abschlussprüfungen stattfinden?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte gefordert, wegen der Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen.

Dazu soll es nach aktuellem Stand aber nicht kommen. Die Kultusminister werden das voraussichtlich noch einmal bekräftigen. Sie hatten schon im Januar vereinbart, dass Abschlussprüfungen an Schulen und Berufsschulen auch in diesem Corona-Schuljahr stattfinden sollen.

Wie geht es Schülerinnen und Schülern kurz vor ihrem Schulabschluss? Wegen der Corona-Pandemie haben sie andere Sorgen und Gedanken als die Jahrgänge davor.

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Die Abschlüsse sollen zudem genauso viel wert sein, wie die anderer Jahre und von allen Bundesländern gegenseitig anerkannt werden. Verwiesen wird darauf, dass das auch im vergangenen Frühjahr trotz geschlossener Schulen geklappt habe.

Rheinland-Pfalz ist außerdem mit seinen Abi-Prüfungen schon durch. In den anderen Ländern laufen Vorbereitungen unter Berücksichtigung der besonderen Bedingungen. So wurden Prüfungstermine zum Teil nach hinten verlegt, um Zeit zu gewinnen. Auch Prüfungsvorgaben wurden angesichts der Lage gelockert, und es gibt mehr Zeit bei schriftlichen Prüfungen.

Das Risiko für eine Corona-Infektion in der Schule ist Szenarien der TU Berlin zufolge höher als in anderen Bereichen. Unsere interaktive Story zeigt, welche Maßnahmen die Gefahr senken können:

Welche Empfehlungen gibt es?

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) forderte, Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zu halten.

Auch die Kultusminister der Länder hatten sich mit Verweis auf das Recht auf Bildung und notwendige soziale Kontakte von Kindern und Jugendlichen immer wieder gemeinsam dafür ausgesprochen, den Unterricht in den Schulen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.

Der Deutsche Lehrerverband plädierte dafür, dass Kommunen, Gesundheitsämter und Schulträger je nach Lage vor Ort entscheiden sollten, ob es weiter Präsenzunterricht oder wieder Schule zu Hause geben soll.

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von Alica Jung

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