Sie sind hier:

Corona und Schulöffnungen - Verband warnt vor Gefahr für Lehrkräfte

Datum:

VBE-Chef Beckmann warnt vor einem Öffnungswettbewerb der Schulen zu Lasten der Gesundheit von Lehrkräften. Wer in Corona-Zeiten öffnen wolle, müsse Impfangebote machen.

Zehn Bundesländer öffnen wieder schrittweise ihre Schulen. Immer lauter werden Forderungen, dass Lehrerinnen und Lehrer früher als geplant geimpft werden sollen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Kurz vor dem Start des Schulbetriebs in zehn Bundesländern hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vor einem Öffnungswettbewerb zwischen den Ländern und Gesundheitsgefährdungen für Lehrer gewarnt.

"Die Öffnungen sind kein Wettbewerb, bei dem das Bundesland gewinnt, das die weitgehendsten Lockerungen umsetzt und die Gesundheit aller Beteiligten maximal riskiert", sagte VBE-Chef Udo Beckmann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Der föderale Vergleichsmaßstab muss sein, welches Land am besten Neuinfektionen verhindert."

Beim Corona-Gipfel wurde beschlossen, dass die Öffnung der Schulen Sache der Länder bleibt. Viele peilen den 22. Februar an. Bundeskanzlerin Merkel hatte für den 1. März plädiert.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Beckmann: Lehrer sind besonders gefährdet

Beckmann kritisierte: "Lehrkräfte müssen sich bei der von Montag an breitflächigen Öffnung der Schulen zum Teil ungeschützt ausgeliefert in Situationen begeben, denen sich kaum jemand anders stellen muss: nämlich dass viele Haushalte über mehrere Stunden zusammen in einem Raum sind - im Klassenraum."

Er fügte hinzu: "Die Lehrkräfte sind nicht geimpft, es ist unklar, wer sich wann wo testen lassen kann, und teilweise bekommen sie keine oder nicht ausreichend Masken gestellt." Wer öffnen wolle, müsse Impfangebote machen. Dass eine Priorisierung von Lehrkräften beim Impfen geprüft werde, sei gut. "Die Frage ist nur, wann eine Entscheidung getroffen wird - und warum die Schulöffnungen davor stattfinden sollen", sagte Beckmann.

Die Kanzlerin wollte die Schulen bis März geschlossen lassen – die Länder aber machen Tempo und öffnen früher. Allen voran Sachsen – trotz vergleichsweise hoher Infektionszahlen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

VBE fordert einheitlichen Stufenplan

Der VBE-Vorsitzende forderte einen bundesweit einheitlichen Stufenplan, in dem geregelt sein müsse, bei welcher Inzidenz welcher Schritt in Sachen Schulöffnungen gegangen werde. Es gebe eine Fülle unterschiedlicher Regelungen, die für Unmut bei Lehrern wie Eltern sorgten. "Ein Stufenplan, der sich an klaren Inzidenzen orientiert, würde deutschlandweit für Vergleichbarkeit und Transparenz sorgen."

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek befürwortet derweil die Pläne für eine frühere Impfung von Lehrkräften und Kita-Personal. "Beide Berufsgruppen nehmen Aufgaben wahr, die für unsere ganze Gesellschaft ganz großer Bedeutung sind, was sich auch in der Impfpriorisierung zeigen sollte", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Ein solcher Schritt mit einer entsprechenden Änderung der Corona-Impfverordnung wird inzwischen immer wahrscheinlicher.

In vielen Bundesländern bleibt Astrazeneca-Impfstoff ungenutzt, auch, weil Berechtigte Impftermine nicht wahrnehmen. Sachsen will die Priorisierung für Lehrer und Erzieher öffnen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Lucha: Änderung der Impfverordnung in Arbeit

Vertreter mehrerer Bundesländer haben sich dafür ausgesprochen. Nach Angaben von Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha ist eine Änderung bereits in Arbeit. Eine Grundsatzentscheidung solle am Montag voraussichtlich auch in der Gesundheitsministerkonferenz fallen, sagte der Grünen-Politiker.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte ebenfalls angekündigt, man wolle die Beschäftigten an Kitas und Grundschulen zügig in die nächsthöhere Impfgruppe nehmen und früher ein Impfangebot machen, weil in den Einrichtungen Abstand nicht möglich sei.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.