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Kritik an Bundesregierung - Schwesig fordert mehr Impfstoff

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In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Verhältnis zur Einwohnerzahl bisher am meisten Menschen geimpft. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig über Erfolge und Herausforderungen.

"Vor Ort läuft die Impfung gut", so Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern, aber es fehle an Impfstoff. Man erhalte pro Woche nur so viele Dosen, wie eigentlich täglich benötigt würden.

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Zu lange Wartezeiten, zu wenig Impfstoff, kaum Informationen: Zum Start der Impfkampagne in Deutschland gab es viel Kritik. Am meisten wurde, gerechnet auf 1.000 Einwohner, bisher in Mecklenburg-Vorpommern geimpft. Dennoch fehle es auch dort an Impfstoff, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im ZDF-Morgenmagazin.

Schwesig: Brauchen jetzt Impfstoff

Sie lobte die gute Organisation der Impfzentren in ihrem Bundesland: "Vor Ort gibt es kein Impfchaos, vor Ort läuft es gut", sagte die SPD-Politikerin. Allerdings ändere dies nichts an der Tatsache, dass zu wenig Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung stünden.

Sie forderte von der Bundesregierung eine zügigere Impfstoffbeschaffung: "Es reicht nicht, erst in ein paar Monaten unzählige Impfdosen vor die Tür zu stellen", sagte Schwesig. Die Bundesländer brauchten jetzt mehr Impfstoff.

Schwesig: "Keine Langfristperspektive"

Bei den aktuellen Produktionsengpässen seien Prognosen schwierig, sagte die Ministerpräsidentin in Bezug auf das Versprechen von Gesundheitsminister Spahn. Dieser hatte am Mittwoch bei seiner Regierungserklärung im Bundestag angekündigt, dass bis Sommer alle Impfwilligen geimpft werden könnten.

"Solche Versprechen finde ich schwierig", sagte Schwesig. Es gebe keine Garantien dafür, dass es bis Sommer ausreichend Impfstoff geben werde, um diese Zusage einzuhalten. "Wir haben keine Langfristperspektive", kritisierte die SPD-Politikerin.

Wir haben bislang keine verlässlichen Informationen, ob genug Impfstoff da ist, um das zu schaffen.
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Warum impft Mecklenburg-Vorpommern schneller?

Im ZDF-Morgenmagazin nannte Mecklenburg-Vorpommern Ministerpräsidentin drei Gründe für den guten Start der Impfkampagne in ihrem Bundesland:

  1. Gute Vorbereitung auf den Impfstart
  2. Hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung
  3. Viele freiwillige Impfärzte

Wie viele wurden bisher gegen Corona geimpft?

Trotzdem betonte Schwesig erneut den Impfstoff-Mangel in ihrem Bundesland: In Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin würden etwa 600 Dosen pro Tag gebraucht, um innerhalb der kommenden fünf Monaten die Hälfte der Bevölkerung zu impfen. Aktuell kämen aber nur 600 Impfdosen pro Woche an.

Ob der Shutdown verlängert werde, hänge von der Entwicklung des Infektionsniveaus ab, sagte Schwesig abschließend.

Wenn die Zahlen weiter so hoch bleiben, muss der Shutdown fortgesetzt werden.
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

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