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Diskussion über Corona-Maßnahmen - Shutdown: Experten fordern Verlängerung

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Eine Verlängerung des Shutdowns nach dem 10. Januar - das fordern etliche Experten. Ausnahmen hält SPD-Politiker Lauterbach an Grundschulen und Kitas für möglich.

Die Vereinigung der Intensivmediziner lehnt ein Ende der Corona-Schutzmaßnahmen ab. Erst im Sommer sei mit einer Entlastung für die Krankenhäuser zu rechnen.

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Mediziner und Wirtschaftsexperten fordern eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus - und doch gibt es auch unter den Vorsichtigen Stimmen, die begrenzte Lockerungen unter Umständen für möglich halten.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der zu den strikten Shutdown-Befürwortern zählt, hält unter bestimmten Bedingungen eine Wiederöffnung von Kitas und Grundschulen ab der zweiten Januarhälfte für möglich. "Voraussetzung wäre, dass alle anderen Klassenstufen geteilt würden und wechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhalten. Oder der Präsenzunterricht ganz ausgesetzt wird", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post".

Eine generelle Öffnung der Schulen lehnt er jedoch ab. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene. Es bestünde dann die Gefahr, dass der angestrebte Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche trotz des Shutdowns nicht erreicht werde. "Daher wäre das ein großer Fehler", sagte er.

Eine Corona-Hinweistafel steht im leereren Eingangsbereich einer einer geschlossenen Schule in Hamburg

Verbände wollen Entscheidungen - Konzepte zum Schulbetrieb 2021 gefordert 

Bildungsverbände fordern frühzeitige Entscheidungen, wie es an den Schulen in Deutschland im neuen Jahr unter Corona-Bedingungen weitergehen soll.

Bund und Länder beraten am 5. Januar

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar mit den zunächst bis dahin befristeten Maßnahmen weitergeht. Zuvor beraten die Kultusminister am Montag über die Situation der Schulen.

Sie halten vor allem die Öffnung der Kitas und Grundschulen für vorrangig, weil eine digitale Betreuung nicht möglich ist und jüngere Schüler für Digitalunterricht selbst bei vorhandener Technik noch zu unselbstständig sind.

Generell warnen Wissenschaftler jedoch vor weitgehenden Lockerungen des seit 14. Dezember geltenden Shutdowns mit strikten Kontaktbegrenzungen und weitgehenden Schließungen von Geschäften, Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und Hotellerie.

Ärztevertreter für längeren Shutdown

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, hält die Zielmarke sogar für zu lasch. "Wir Intensivmediziner raten dringend dazu, bis zu einem Inzidenzwert von unter 25 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche keine Lockerungen in Aussicht zu stellen", sagte er der "Rheinischen Post".

"Die Lage auf den Intensivstationen ist angespannt", so der Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

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Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, wünscht sich "eine möglichst einheitliche Verlängerung der Kontaktbeschränkungen", wie sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte:

Das Gesundheitssystem braucht dringend eine Entlastung, die nur durch eine Verlängerung der Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung zu erreichen ist.
Susanne Johna, Marburger Bund

Keine rasche Entspannung durch Impfungen in Sicht

Auch Wirtschaftsexperten warnen vor Lockerungen. "Für die Wirtschaft muss es oberste Priorität haben, dass die zweite Infektionswelle möglichst schnell begrenzt wird", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, der "Augsburger Allgemeinen".

Die Ärzte-Gewerkschafterin Johna dämpfte zudem die Hoffnung auf eine rasche Entspannung durch den Start der Impfungen. "Bei allem Optimismus muss uns klar sein, dass durch die Impfung zumindest in den ersten drei Monaten des neuen Jahres kaum Entlastung für das Infektionsgeschehen zu erwarten ist."

Warum gibt es in der EU nicht mehr Corona-Impfungen? Biontech-Chef Sahin spricht von zögerlichen Bestellungen durch die EU. Andere Länder seien schneller gewesen.

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Denn der Impfstoff ist knapp. Die Bundesregierung erwartet für das erste Quartal bis zu 12 Millionen Dosen des bisher einzigen zugelassenen Impfstoffs der Hersteller Biontech/Pfizer, mit dem sechs Millionen Menschen geimpft werden könnten. Zudem erwartet sie bereits kommende Woche die Zulassung des Präparats von Moderna. Für einen Sieg über die Pandemie in Deutschland gilt eine Immunisierung von mindestens 50 Millionen Menschen als nötig.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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Die Corona-Zahlen in Russland sind besorgniserregend: Mehr als 32.000 Menschen haben sich binnen eines Tages neu infiziert, fast Tausend sind gestorben. Epidemiologen warnen.

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Das Robert-Koch-Institut registriert viele Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz bei den 10- bis 19-Jährigen über 500.

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