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Corona-Jahr 2020 - Mehr Kinder gefährdet - weniger Schulhinweise

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Schulen und Kitas haben während des Shutdowns 2020 weniger Kindeswohlgefährdungen gemeldet. Doch die Behörden registrierten im gesamten Corona-Jahr deutlich mehr Fälle als 2019.

In einem leeren Klassenzimmer stehen Stühle auf Tischen.
Quelle: dpa (Symbolbild)

Während des Corona-Shutdowns haben Schulen und Kitas deutlich weniger Fälle von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Im Frühjahr 2020 - als viele Einrichtungen geschlossen waren - meldeten Schulen halb so viele Fälle wie im Jahr zuvor.

Bei den Kitas ging die Zahl der Meldungen zeitgleich um etwa ein Drittel zurück. Die teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Zahl der registrierten Fälle stieg

Im gesamten Corona-Jahr 2020 stellten die Jugendämter in Deutschland bei 60.551 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung fest. Bei weiteren 66.557 Minderjährigen kamen die Behörden zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung vorliege, aber Hilfe oder Unterstützung nötig sei.

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Insgesamt zählten die Jugendämter für das Jahr 127.108 Fälle. Das entspricht einem Plus von 11 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2019. In 15 Prozent der Fälle kam der Hinweis von einer Schule oder Kindertagesstätte.

Kinderschutzfälle stiegen nach Shutdown wieder an

"Insbesondere im April und Mai 2020 - also einen Monat nach den ersten coronabedingten Schulschließungen im März und April - lagen die von Schulen gemeldeten Kinderschutzfälle deutlich unter dem Vorjahresniveau", sagt Manuela Nöthen, Expertin für Kinder- und Jugendhilfestatistik im Statistischen Bundesamt. Auch die von Kitas gemeldeten Fälle nahmen ab, jedoch nicht so stark.

"Damit bestätigt die Statistik die Einschätzung verschiedener Fachleute, dass im Zuge des Lockdowns im Frühjahr 2020 weniger Kinderschutzfälle aus den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gemeldet wurden." Im Mai stiegen die Zahlen wieder etwas an, im Sommer näherten sich die Fallzahlen wieder den Vorjahreswerten an.

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Sorge vor unbemerktem Anstieg von Kindeswohlgefährdungen

Fachleute hatten vor dem ersten Corona-Lockdown im Jahr 2020 davor gewarnt, dass ein Teil der Kinderschutzfälle durch die Schul- und Kitaschließungen unentdeckt bleiben könnte. Die Aufschlüsselung nach Monaten zeigt nach Einschätzung der Statistiker nun, dass die Meldungen tatsächlich stark zurückgingen.

Weniger Meldungen bedeuten dabei keinesfalls weniger kritische Fälle: Trotz weniger Berichte aus Schulen und Kitas stieg die Zahl der registrierten Fälle insgesamt.

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