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SPD-Politiker zu Corona-Gipfel : Lauterbach: Lockerungen an Tests koppeln

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Mit systematischen Tests könne man "sich Lockerungen leisten", sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ZDF-Interview. Auch bei einem Inzidenzwert über 35.

Für SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sind Schnelltests der Schlüssel zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen. "Wenn man einen Antigentest gemacht hat und geht dann mit der Maske zum Beispiel in den Einzelhandel an dem Tag, an dem der Test gemacht wurde - und das ist auch bescheinigt - dann ist das sehr sicher", sagte Lauterbach im ZDF spezial.

Auch Besuche in Museen, Kultureinrichtungen oder in Außenbereichen der Gastronomie sollten mit einem negativen Corona-Testergebnis möglich sein, so Lauterbach. Die Tests müssten allerdings "systematisch" gemacht werden.

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Lauterbach: Lockerungen auch bei Inzidenz über 35 möglich

Im Fall eines funktionierenden Testkonzepts könne man auch schon bei Inzidenzwerten über 35 etwas lockern, sagte Lauterbach. Denn die Werte würden dann sinken:

"Ich verbinde dann zwei Anreize: Die Menschen wollen in ein Geschäft gehen, aber lassen sich darum testen. Und die Fälle, die durch das Ins-Geschäft-gehen zusätzlich passieren, werden mehr als aufgewogen durch die zusätzliche Testung", so der SPD-Politiker.

Somit wäre die zusätzliche Testung, wenn man so will, die Eintrittskarte, um ins Geschäft zu kommen, und hätte die Nebenwirkung: Die Inzidenz sinkt.“
Karl Lauterbach

Die Inzidenz von 35 sieht Lauterbach als Grenzwert, wenn keine Tests beschafft werden könnten und man dennoch öffnen wolle.

Lauterbach: Impf-Abstand verlängern

Lauterbach plädierte dafür, den Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfung zu verlängern - was so auch von Bund und Ländern beschlossen wurde. Die Erstimpfung müsse in den Vordergrund rücken. In einer dritten Welle könnten dadurch zwischen 8.000 und 14.000 Todesfälle vermieden werden. Und: "Das kostet ja keinen zusätzlichen Impfstoff. Daher hoffe ich, dass wir zu dieser Regelung kommen", so Lauterbach.

Außerdem erneuerte er seine Forderung, den Astrazenca-Impfstoff auch für Über-65-Jährige freizugeben. "Dort hat er eine dramatische Wirkung für das Vermeiden schwerer Fälle und von Todesfällen. Er steht da dem Biontech-Impfstoff und dem Moderna-Impfstoff in nichts nach."

Karl Lauterbach

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von Florence-Anne Kälble

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